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Laugavegur Trail: Guide zum Laugavegur Trail in Island mit Etappen, Unterkünfte und Route

  • 4. Jan. 2023
  • 27 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Islands Laugavegur Trail, auch als "Weg der heißen Quellen" oder Laugavegurinn bekannt, zählt zu den schönsten Wanderwegen der Welt. Die Wanderung führt quer durch das faszinierende isländische Hochland bis hin zur grünen Südküste. In diesem umfassenden Guide findest du alle Informationen, die du für eine sorgfältige Planung benötigst. Ich stelle dir jede Etappe im Detail vor und zeige dir alle Highlights und Unterkünfte, damit du nichts verpasst.

Landmannalaugar Island

Inhaltsverzeichnis


Hinweis: Über das Inhaltsverzeichnis kannst du direkt zu allen relevanten Abschnitten dieses Guides springen.


Laugavegur Trail auf einen Blick

Länge: 55 km (klassische Route)

Dauer: 4-6 Tage (klassische Route)

Höhenmeter: 980 hm (klassische Route)

Schwierigkeit: mittel (witterungsabhängig anspruchsvoll)

Startpunkt: Landmannalaugar

Endpunkt: Þórsmörk (Thorsmork)

Optionale Erweiterung: Fimmvörðuháls (25 km | 1000 m | 1–2 Tage)

Beste Reisezeit: Ende Juni bis Anfang September

Wegmarkierung: Der Trail ist durchgehend markiert.

Übernachtung: Hütten & offizielle Zeltplätze

Wildcampen: nicht erlaubt

Highlights: Landmannalaugar, Álftavatn-See, Þórsmörk, Mælifellssandur, Furten von Flüssen, heiße Quellen in Landmannalaugar, Optional Fimmvörduhals-Pass, Skogafoss

Beste Richtung: Nord → Süd empfohlen

Wetter: Sehr wechselhaft

Zielgruppe: Geeignet für erfahrene Wanderer, die mit wechselhaften Wetterbedingungen und Hochlandumgebung vertraut sind.


Autor & Verantwortung: Dieser Guide wurde von Christian Sommer auf HikingFex.com erstellt und basiert auf einer eigenen Begehung des Laugavegur Trail sowie auf sorgfältig aufbereiteten Erfahrungswerten. Die beschriebenen Eindrücke, Einschätzungen und Hinweise sollen deine Tourenplanung unterstützen. Der Guide wird regelmäßig überprüft und aktualisiert.


Affiliate: Einige Links in diesem Guide sind Affiliate-Links. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Die Auswahl aller Inhalte erfolgt unabhängig und ohne Einfluss durch Partner.


Ergänzend findest du hier mein Video zur Tour mit Eindrücken vom Weg, den Etappen und den Bedingungen vor Ort.


Laugavegur Trail Anreise

Die Anreise zum Laugavegur Trail ist unkompliziert und gut planbar. Am einfachsten erreichst du Island per Flugzeug und setzt deine Reise zum Laugavegur Trail anschließend bequem mit dem Bus fort.


Mit dem Flugzeug

Am besten nimmst du einen Flug zum "Keflavik Airport (KEF)". Für die Suche nach günstigen Flügen kann ich dir Skyscanner sehr empfehlen – eine erstklassige App, die dir einen schnellen Überblick über die besten Flugangebote bietet. 


Weiterreise mit dem Bus

Direkt vor dem Haupteingang des Flughafens befindet sich eine Busstation mit Verbindungen ins Stadtzentrum von Reykjavík. Die Busse verkehren durch große Teile der Stadt, halten an zahlreichen Hotels und fahren teilweise auch bis zum Reykjavik Eco Campsite. Der nette Busfahrer hat mich direkt bei meiner Unterkunft aussteigen lassen. Der öffentliche Verkehr ist übersichtlich und unkompliziert, sodass sich die Weiterreise auch ohne Mietwagen gut organisieren lässt. Für die Buchung von Bustickets eignet sich die OMIO-App, über die Verbindungen und Preise vorab geprüft werden können.


Weiterreise mit dem Taxi

Alternativ stehen am Flughafen auch Taxis zur Verfügung. Diese bieten eine flexible Weiterreise, sind jedoch im Vergleich zu Busverbindungen deutlich teurer und lohnen sich in der Regel nur bei mehreren Mitfahrern oder besonderen Zeitfenstern.

Wegebeschaffenheit am laugavegur trail mit einer Markierung
Laugavegur Trail

Fahrt zum Reykjavik Eco Campsite

Einige Busverbindungen fahren direkt bis zum Reykjavik Eco Campsite. Der Campingplatz zählt zu den günstigeren Übernachtungsmöglichkeiten in Reykjavík und eignet sich gut für eine Nacht vor oder nach dem Laugavegur Trail.

Am Campingplatz sind Gaskartuschen sowohl mit Schraub- als auch mit Stechventil erhältlich. Zusätzlich gibt es häufig eine Tausch- bzw. Abstellmöglichkeit für gebrauchte Kartuschen, die von anderen Reisenden zurückgelassen wurden. Diese befinden sich in einem gekennzeichneten Bereich nahe der Rezeption. Verfügbarkeit und Angebot der Gaskartuschen können je nach Saison variieren; im Zweifel empfiehlt sich eine kurze telefonische Nachfrage.

Reykjavik campsite

Auch am BSÍ Bus Terminal besteht die Möglichkeit, Gaskartuschen zu kaufen. Der Busbahnhof ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Reykjavík und dient als Ausgangspunkt für zahlreiche Busverbindungen, Transfers und Touren. Es kann sinnvoll sein, ihn für An- und Abreise sowie organisatorische Erledigungen einzuplanen.

„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ Zitat Johann Wolfgang von Goethe
laugevagur Trail

Bus zum Trail

Am nächsten Morgen empfiehlt sich eine frühe Fahrt mit dem Highland Bus von Reykjavik Excursions. Der Bus startet am BSÍ Bus Terminal und bringt dich direkt nach  Landmannalaugar, Þórsmörk oder Skogar. Aufgrund der begrenzten Plätze ist es sinnvoll, das Ticket im Voraus unter folgendem Link zu reservieren:

Der Bus war bei mir restlos ausgebucht, ich war also froh das ich ein Ticket vorab gebucht habe.


Highland Bus

Der Highland Bus von Reykjavik Excursions bietet eine praktische An- und Abreiseoption für den Laugavegur Trail. Preise, Fahrpläne und Verfügbarkeit können je nach Saison variieren.


Startpunkt für den Laugavegur Trail

Der typische Startpunkt des Laugavegur Trails liegt in Landmannalaugar im isländischen Hochland. Von hier aus führt der Trail durch das Hochland bis nach Þórsmörk. Viele Wanderer verlängern die Tour anschließend über den Fimmvörðuháls bis nach Skógar.


Gehrichtung am Laugavegur Trail

Grundsätzlich ist der Laugavegur Trail in beide Richtungen begehbar, in der Praxis hat sich jedoch eine Richtung etabliert:

Optionen:

Die Nord–Süd-Richtung wird von vielen Wanderern bevorzugt, da sie dem typischen Routenverlauf entspricht und die Etappenlogistik (Busverbindungen, Hüttenabfolge) darauf ausgelegt ist. Zudem lassen sich so optionale Verlängerungen wie der Fimmvörðuháls sinnvoll in die Tour integrieren. Ich habe mich für den Start in Landmannalaugar entschieden und das selbst als großen Vorteil erlebt. Der Weg verläuft in dieser Richtung häufig leicht bergab, sodass sich die Landschaft ständig vor mir geöffnet hat und ich die Ausblicke nicht im Rückblick genießen musste. Genau das hat mir unterwegs besonders gefallen.


Denk daran, deine Reise gut abzusichern – denn bei einem Sturz oder einer anderen typischen Wanderverletzung können schnell hohe Bergungskosten entstehen.

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Mit dem Rabattcode HIKINGFEX erhältst du über diesen Link 10 % Ermäßigung auf deine Versicherung.

Laugavegur Trail

Hinweis zum Starttag

Bei einer frühen Abfahrt mit dem Bus erreichst du Landmannalaugar in der Regel zur Mittagszeit. Die Anreise erfolgt meist mit geländegängigen Bussen über Hochlandpisten und bietet bereits unterwegs eindrucksvolle Landschaftseindrücke.

Der verbleibende Tag eignet sich gut für kurze Einstiegswanderungen in der Umgebung, etwa auf den Bláhnúkur oder den Suðurnámur. Ich hab beide Touren bewältigt und sie sind landschaftlich sehr zu empfehlen.


In Landmannalaugar selbst gibt es zudem einen kleinen Laden mit Grundversorgung, ein Trekking-Camp sowie weitere einfache Infrastruktur.

Am Campingplatz befinden sich außerdem natürliche heiße Quellen, die sich gut für ein Bad am Ende des Tages eignen. Insgesamt bietet die Umgebung von Landmannalaugar zahlreiche Möglichkeiten, den ersten Tag bewusst ruhiger zu gestalten und sich auf die folgenden Etappen vorzubereiten.

Landmannalaugar
Heiße Quellen am Laugavegur Trail
Die heißen Quellen für ein Bad nach der Wanderung am Bláhnúkur

Laugevagur Trail Route

Der Laugavegur Trail ist rund 55 km lang und umfasst etwa 980 Höhenmeter. Eine Etappenplanung von 4 Tagen gilt als gemütlich und realistisch für die meisten Wanderer. Sportliche Wanderer können die Strecke auch in 2 Tagen bewältigen, was jedoch sehr lange Tagesetappen, stabile Wetterbedingungen und entsprechende Erfahrung voraussetzt. Wer zusätzlich Zeitpuffer für Wetter oder Landschaft einplanen möchte, sollte 4–5 Tage vorsehen. Entlang der Route stehen Berghütten und ausgewiesene Zeltplätze zur Verfügung. In der Hauptsaison ist eine frühzeitige Reservierung empfehlenswert. In der Regel gibt es alle 12–15 km eine Hütte mit Infrastruktur sowie einen Zeltplatz. Details dazu findest du im Abschnitt Unterkunft.


Fimmvörðuháls (Verlängerung bis Skógar)

Die optionale Verlängerung über den Fimmvörðuháls von Þórsmörk nach Skógar verlängert die Tour auf insgesamt etwa 80 km und erhöht die Höhenmeter deutlich. Für diesen Abschnitt solltest du mindestens einen zusätzlichen Tag einplanen. Auch hier steht etwa alle 15 km eine Hütte zur Verfügung. Wer es also ruhiger angehen möchte kann hierfür auch 2 Tage einplanen. Der Fimmvörðuháls ist alpiner und wetteranfälliger als der Laugavegur. Übernachtungsmöglichkeiten sind begrenzter, weshalb eine sorgfältige Planung notwendig ist. Die Begehung setzt stabiles Wetter, gute Kondition und alpine Erfahrung voraus.

zeigt eine schwierige Schlüsselstelle am Fimmvörðuháls welche ausgesetzt ist

Laugavegur Trail Schwierigkeit

Der Laugavegur Trail wird bei stabilen Wetterbedingungen überwiegend als mittelschwer eingestuft. Die technischen Anforderungen sind moderat, die tatsächliche Schwierigkeit hängt jedoch stark von Wetter, Sichtverhältnissen und Untergrund ab. Bei Schlechtwetter, Nebel, starkem Wind oder Schneefall können sich die Anforderungen rasch und deutlich erhöhen.


Für wen ist der Laugavegur Trail geeignet?

Der Laugavegur Trail eignet sich für erfahrene Wanderer, die mit mehrtägigen Touren und wechselhaften Wetterbedingungen vertraut sind. Auch wenn der Trail markiert ist, führt er durch abgelegenes Hochland, in dem Infrastruktur, Rückzugsmöglichkeiten und schnelle Hilfe nur eingeschränkt vorhanden sind.

Geeignet ist der Laugavegur insbesondere für Wanderer, die:

  • längere Tagesetappen realistisch einschätzen können

  • Erfahrung mit eigenständiger Tourenplanung haben

  • sich auch bei wechselnden Bedingungen sicher im Gelände bewegen

Nicht geeignet: Für Einsteiger ohne Mehrtages- oder Hochlanderfahrung


Besonders herausfordernd können sein:

  • Schneefelder, die auch im Hochsommer auftreten können, insbesondere auf höher gelegenen Abschnitten

  • Flussquerungen, deren Schwierigkeit stark vom aktuellen Wasserstand, der Tageszeit und der Schneeschmelze abhängt

  • Aufgeweichte oder rutschige Böden nach Regen oder Tauwetter

  • Eingeschränkte Sicht bei Nebel oder Schneefall, insbesondere auf exponierten Hochflächen

  • Wetterumschwünge

  • Kälte, Wind, Sichtverlust

  • Eisfelder am Fimmvörðuháls


Technische Anforderungen?

Am Laugavegur Trail selbst gibt es keine technischen Kletterstellen. Einzelne seilversicherte Passagen sind vorhanden, zusätzlich befinden sich zwei seilversicherte Stellen am Fimmvörðuháls, sofern diese Erweiterung begangen wird. Ein Foto einer seilversicherten Passage am Laugavegur Trail ist nachfolgend zu sehen.

Trotzdem sind Trittsicherheit, eine gute Grundkondition sowie alpine Erfahrung erforderlich. Die Route erfordert eine realistische Selbsteinschätzung und die Bereitschaft, Etappen bei ungünstigen Bedingungen anzupassen oder abzubrechen.


Hinweis: Dieser Guide dient der Orientierung und Inspiration für deine Tourenplanung. Detaillierte Informationen zu Sicherheit, Risiken und Eigenverantwortung findest du im Abschnitt 👉 Sicherheit, Risiken & Eigenverantwortung


Navigation & Orientierung

Der Laugavegur Trail ist markiert, dennoch ist eine aktive Navigation erforderlich. Markierungen können bei Nebel, Schneeresten oder schlechter Sicht schwer erkennbar sein. Zudem können sich Wegverhältnisse kurzfristig ändern.

Ein sicherer Umgang mit:

  • Karte

  • GPS-Track

  • aktuellen Wetterinformationen

Prüfe vor jeder Etappe den aktuellen Wetterbericht und mögliche Warnungen (Icelandic Meteorological Office vedur.is) und informiere dich über Sicherheitshinweise für Outdoor-Aktivitäten (ICE-SAR safetravel.is).


zeigt eine schwierige seilversicherte Stelle am Laugavegur Trail

Laugavegur Trail Etappen

Der Laugavegur Trail lässt sich klassisch in mehreren moderaten Etappen oder in einer sportlichen Variante mit sehr langen Tagesdistanzen begehen. Zusätzlich gibt es noch eine optionale Verlängerung über den Fimmvörðuháls. Die angegebenen Gehzeiten sind Orientierungsspannen, abhängig von Wetter, Untergrund und Pausen.


Laugavegur Trail klassisch in 4 Etappen

Diese Einteilung entspricht der gängigen Etappenstruktur und bietet ausreichend Zeit für Wetterreserven und Erholung.

Etappe 1: Landmannalaugar - Hrafntinnusker (11 km | 530 hm | 4–6 h)

Etappe 2: Hrafntinnusker - Álftavatn (12 km | 50 hm | 3–5 h)

Etappe 3: Álftavatn - Emstrur (16 km | 170 hm | 4–6 h)

Etappe 4: Emstrur - Þórsmörk (16 km | 230 hm | 4–6 h)


Erweiterung um den Fimmvörðuháls

Die optionale Verlängerung über den Fimmvörðuháls verbindet Þórsmörk mit Skógar und führt über ein alpines Hochplateau zwischen Gletschern und Vulkanlandschaft. Dieser Abschnitt ist anspruchsvoller und deutlich wetteranfälliger als der klassische Laugavegur.

Etappe 5: Þórsmörk - Fimmvörduskali (13 km | 870 hm | 7–9 h)

Etappe 6: Fimmvörduskali - Skogar (12 km | 20 hm | 4–6 h)


Laugavegur Trail für sportliche in 3 Etappen

Diese Variante richtet sich an sehr erfahrene und konditionsstarke Wanderer. Die Etappen sind lang, wetterabhängig und lassen kaum Puffer zu.

Etappe 1: Landmannalaugar - Álftavatn (23 km | 580 hm 6–8 h)

Etappe 2: Álftavatn - Þórsmörk (32 km | 400 hm | 8–10 h)

Etappe 3: Þórsmörk - Skogar (25 km | 890 hm | 9–11 h)


Interaktive Karte mit allen Etappen

Damit du den Überblick behältst, findest du hier eine interaktive Karte mit allen Etappen des Laugavegur Trails und Fimmvörðuháls – inklusive Start- und Zielpunkten sowie den wichtigsten Orten entlang der Route.

laugavegur trail

Laugavegur Trail Hütten

Entlang des Laugavegur Trails gibt es in der Regel alle 12–15 km eine Berghütte mit angeschlossenem Zeltplatz. Die Hütten bieten einfache Schlafmöglichkeiten, sanitäre Einrichtungen und teils warme Mahlzeiten. In der Hochsaison ist eine frühzeitige Reservierung zwingend erforderlich.

Wildcampen ist entlang des Laugavegur Trails nicht erlaubt. Übernachtungen im Zelt sind ausschließlich an den Hüttenstandorten gestattet.


Hinweis: Die Kennzeichnung in Budget ($), Mittelklasse ($$) und Komfort ($$$) stellt eine unverbindliche Orientierung dar und kann je nach Saison und Verfügbarkeit variieren.


Reykjavik (geeignet als Zwischenstopp vor oder nach der Tour)


Startpunkt

Die Hütte in Landmannalaugar liegt am Beginn des Trails und bietet Schlafplätze, Zeltmöglichkeiten sowie grundlegende Infrastruktur. Vor Ort gibt es einen kleinen Shop mit Basisverpflegung. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem natürliche heiße Quellen, die sich gut für ein Bad vor oder nach der Wanderung eignen.


Etappe 1

Die Hütte liegt im hochalpinen Bereich des Trails und ist häufig auch im Sommer von Schneefeldern umgeben. Sie bietet Schlafplätze sowie einen ausgewiesenen Zeltplatz. Aufgrund der exponierten Lage ist dieser Abschnitt besonders wetteranfällig.


Etappe 2

Direkt am See gelegen, zählt diese Hütte zu den beliebtesten Übernachtungsplätzen am Trail. Es gibt Schlafplätze, Zeltmöglichkeiten und einfache Verpflegung.

Eine alternative Übernachtungsmöglichkeit wenige Kilometer weiter. Auch hier stehen Schlafplätze und Zeltflächen zur Verfügung.


Etappe 3

Die Hütte liegt in einer offenen Hochlandlandschaft nahe der Schlucht des Flusses Markarfljót. Sie bietet Schlafplätze sowie einen Zeltplatz und eignet sich gut als Ausgangspunkt für die folgende Etappe nach Þórsmörk.

Etappe 4

Der Endpunkt des Laugavegur Trails. Die Volcano Hut ist eine der bekanntesten Hütten auf dem Trail. Sie liegt in einem wunderschönen Tal. Es gibt dort auch eine Outdoor-Sauna, warme Mahlzeiten sowie zusätzliche Infrastruktur.

Weitere Übernachtungsoption innerhalb von Þórsmörk mit Schlafplätzen und Campingbereich. Þórsmörk eignet sich gut für einen Ruhe- oder Puffertag.


Etappe 5

Die Hütte liegt direkt auf dem Fimmvörðuháls-Pass und bietet grundlegenden Schutz und Schlafmöglichkeiten. Aufgrund der exponierten Lage ist sie stark wetterabhängig.

Eine einfache Schutzhütte entlang des Fimmvörðuháls.


Etappe 6: Endpunkt in Skogar

Im Ort Skógar an der Südküste Islands gibt es mehrere Unterkünfte sowie einen Campingplatz. Der Ort eignet sich gut für eine Übernachtung nach Abschluss des Trails oder der Fimmvörðuháls-Überschreitung.

Laugavegur trail etappen

Laugavegur Trail Guide

In diesem Guide stelle ich dir jede Etappe des Laugavegur Trails im Detail vor. Meine Erfahrungen sind dabei so vielfältig wie die Wanderung selbst.

Da die meisten Wanderer mit Smartphone, GPS-Tracks und Offline-Karten navigieren, verzichte ich bewusst auf detaillierte, technische Wegbeschreibungen. Stattdessen liegt der Fokus auf praxisnahen Hinweisen, Geheimtipps sowie auf besonderen landschaftlichen und kulturellen Highlights entlang des Weges und an den Etappenzielen.


Wichtiger Sicherheitshinweis:

Für alle im Guide beschriebenen Erweiterungen des Laugavegur Trails wird dringend empfohlen, vorab Rücksprache mit den jeweiligen Hüttenbetreibern zu halten und sich über den aktuellen Zustand der Wege, die Schneelage sowie die Wetterbedingungen zu informieren. Auch Informationen zur aktuellen Schwierigkeit dieser Abschnitte sollten vor der Begehung eingeholt werden.

Wichtig: Vom Verlassen des markierten Trails wird aufgrund möglicher Wetterumschwünge, unübersichtlicher oder instabiler Geländestrukturen sowie fehlender Infrastruktur abgeraten. Achte auf Warnschilder entlang des Trails.


Etappe 1: Landmannalaugar - Hrafntinnusker (11 km | 530 hm)

Landmannalaugar war der Ausgangspunkt meiner Wanderung. Dort triffst du auf viele Wanderer und Abenteurer, was bereits zu Beginn ein besonderes Gefühl von Aufbruch und Vorfreude erzeugt. Ich hoffe, du hast einen ähnlich stimmungsvollen Start in deine Tour. Noch in Landmannalaugar kannst du den 945 m hohen Bláhnúkur und den Suðurnámur über schöne Rundwanderungen erklimmen.

Bereits zu Beginn bewegst du dich durch eine Landschaft aus rhyolithfarbenem Gestein, Lavafeldern und dampfenden Quellen. Je nach Wetter entstehen intensive Farbkontraste zwischen Rot-, Gelb- und Ockertönen, während schwefelhaltiger Dampf stellenweise eine fast surreale Atmosphäre erzeugt. Besonders auffällig sind die mineralischen Ablagerungen rund um die heißen Quellen, die dem Gebiet seinen charakteristischen Eindruck verleihen. Nach dem Laverfeld kannst du einen Abstecher hoch zum 881 m hohen Brennisteinsalda unternehmen, der fast am Weg liegt.

Nach dem Anstieg durch die farbigen Hügel verlässt du langsam das geothermal geprägte Gebiet und erreichst zunehmend offenes Hochland. Der Weg führt stetig bergauf und kann – abhängig von Jahreszeit und Schneelage – stellenweise von Schneefeldern durchzogen sein.

Kurz vor dem Ziel öffnet sich der Blick über die weiten Ebenen des isländischen Hochlands. Die Hrafntinnusker-Hütte (Höskuldsskáli) liegt exponiert im Gelände und ist meist bereits aus einiger Entfernung sichtbar. Sie wird vom Ferðafélag Íslands betrieben und dient als zentraler Anlaufpunkt für Wanderer am Laugavegur Trail. Aufgrund der Höhenlage ist hier mit deutlich kühleren Temperaturen und stärkerem Wind zu rechnen. Der Zeltplatz liegt neben der Hütte. Von der Hütte aus kannst du noch einen Aufstieg zum 1132 m hohen Stöðull unternehmen.


Hrafntinnusker Geothermal Trail (Hinweis)

In der Umgebung der Hrafntinnusker-Hütte beginnt der sogenannte Hrafntinnusker Geothermal Trail (7,4 km | 289 hm | 2,5–3,5 Std.), der in Richtung eines kleinen Geothermalgebiets und einer Eishöhle führt. Dieser Abstecher wird auf einigen Plattformen als moderat eingestuft, gehört jedoch nicht zur offiziellen Laugavegur-Route.

Wichtig:

  • Der Zustand und die Begehbarkeit des Trails sind stark wetter- und schneeabhängig.

  • Es wird dringend empfohlen, vor Ort direkt bei der Hütte nachzufragen, ob der Weg aktuell freigegeben und sicher begehbar ist.

  • Das Betreten von Eishöhlen ohne zertifizierten Guide ist nicht gestattet und kann lebensgefährlich sein.

Dieser Hinweis dient ausschließlich der Information und ersetzt keine eigenständige Einschätzung der Bedingungen vor Ort.


Vergiss bitte nicht einen Notfall-Biwak mitzunehmen. Er besteht aus einer Notfalldecke die kälteabweisend ist, einer Pfeife und einem Minikompass. Er sollte ohnehin bei jeder Wanderung im Rucksack sein.

Wie das alte schottische Sprichwort sagt: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!"
Laugavegur trail iceland

Etappe 2: Hrafntinnusker - Álftavatn (11 km | 50 hm)

Nach einem warmen Abendessen in der Hütte und einer kühlen Nacht mit nur wenig Dunkelheit begann mein Tag trotzdem erholt. Die frische Hochlandluft und die Bewegung der Vortage trugen dazu bei, dass ich gut erholt in die nächste Etappe startete. Der Weg führt zunächst durch ein offenes Tal und passiert das Denkmal von Svavar S. Tómasson, das an einen verunglückten Rettungshelfer erinnert. Der Abschnitt ist geprägt von mehreren kurzen An- und Abstiegen sowie – je nach Jahreszeit – Schneefeldern, die aufmerksam begangen werden sollten.

Im weiteren Verlauf eröffnen sich weite Blicke über das Hochland. Einer der markantesten Aussichtspunkte der Tour liegt auf dieser Etappe: In der Ferne sind bereits die Álftavatn-Hütte und der gleichnamige Álftavatn-See zu erkennen. Der Álftavatn ist ein tiefer, landschaftlich prägender See und bestimmt den Charakter dieser Etappe maßgeblich.

Der Zeltplatz befindet sich direkt neben der Hütte. In der Álftavatn-Hütte werden warme Mahlzeiten angeboten; Preise und Angebot liegen über dem gewohnten Niveau und können saisonal variieren.


Abstecher & Umgebung (Hinweis)

Abseits des Laugavegur bietet die umliegende Hochlandlandschaft weitere, teils anspruchsvolle Wandermöglichkeiten, darunter Abstecher in die Schlucht Álftaskarð, über den Brattháls oder in das schmale Durchbruchstal Torfahlaup. Diese Routen gehören nicht zum offiziellen Trailverlauf und sind stark wetter- und wegeabhängig. Vor einer Begehung sollte der aktuelle Zustand vor Ort an der Hütte erfragt werden. Die genannten Empfehlungen und Hinweise zur Umgebung stammen von der offiziellen Hüttenseite von Ferðafélag Íslands.

alftavatn Zeltplatz am laugavegur trail
Laugavegur Trail

Etappe 3: Álftavatn - Emstrur (16 km | 170 hm)

Nach einer ruhigen Nacht am Álftavatn startete ich früh in den Tag. Trotz der Helligkeit war die Nacht erstaunlich erholsam. Die Hütte ist zweckmäßig ausgestattet und bietet eine gute Basis für die bevorstehende, landschaftlich rauere Etappe.

Am nächsten Tag verlässt du die grüneren Abschnitte rund um den See und betrittst zunehmend offene Hochlandlandschaft in Richtung Hattafell. Bereits nach kurzer Zeit erreichst du die zweite Hütte (Hvanngil) auf der zweiten Etappe. Bevor du die ausgedehnten Sand- und Ascheflächen erreichst, steht die erste Flussquerung an. Entlang dieser Etappe müssen mehrere Flüsse ohne Brücke gefurtet werden.


Flussquerungen (Furten)

Die Gewässer bestehen überwiegend aus kaltfließendem Gletscherwasser. Wasserstand und Strömung können sich je nach Tageszeit, Temperatur und Niederschlag deutlich verändern.

Für die Flussüberquerung gilt:

  • geeignete Wasserschuhe oder Sandalen mitnehmen

  • Flip-Flops oder ähnliche Schuhe sind ungeeignet, da sie leicht weggespült werden können.

  • Rucksackgurt um die Hüfte öffnen

  • ruhige, breite Stellen wählen wo das Wasser nicht tief ist

  • Querungen bei Unsicherheit abbrechen


Sicherheitshinweis:

Die größte Gefahr auf dieser Tour besteht bei hohem Schmelzwasseraufkommen oder anhaltendem Regen. In diesen Situationen können Flüsse kurzfristig stark anschwellen und Querungen deutlich gefährlicher oder unpassierbar werden. Die Bedingungen sollten daher täglich neu beurteilt und Flussquerungen bei Unsicherheit vermieden werden.

Barfußquerungen sind aufgrund von Kälte, rutschigem Untergrund und Verletzungsgefahr nicht empfehlenswert. Im weiteren Verlauf führt der Trail durch weite, karge Hochlandflächen und anschließend durch eine kleine Schlucht. Dort überquerst du eine schmale Brücke und triffst beim anschließenden Aufstieg auf kurze Seilversicherungen, die die Passage absichern. Ein Foto davon findest du in der nachfolgenden Bildergalerie. Danach erreichst du schließlich die Hütte Emstrur. Kurz vor der Hütte besteht die Möglichkeit, einen Rundweg entlang der Schlucht des Markarfljót zu gehen. Mehrere Aussichtspunkte bieten eindrucksvolle Blicke in die tief eingeschnittene Canyonlandschaft.


Hinweis: Entlang der Schlucht verlaufen steile und ungesicherte Klippen. Trittsicherheit, Aufmerksamkeit und ausreichender Abstand zum Rand sind erforderlich. Bei Regen, starkem Wind oder schlechter Sicht sollten Bereiche in unmittelbarer Nähe der Abbruchkante gemieden werden.

Laugavegur trail aufnahme vom furten durch den fluss

Etappe 4: Emstrur - Þórsmörk (16 km | 230 hm)

Nach der kargen Hochlandlandschaft wirkt diese Etappe deutlich abwechslungsreicher. Der Morgen begann bei mir ruhig und mit gutem Wetter. Ich freute mich auf einen sehenswerten Wandertag. Die offene Landschaft lässt Wetteränderungen früh erkennen – ein guter Zeitpunkt, um Wind, Sicht und Wolkenentwicklung aufmerksam zu beobachten. Zum ersten mal wurde das Wetter schlechter und es regnete immer wieder zwischendurch. Dank meiner guten Kleidung letztlich jedoch kein Problem.

Der Trail führt dich zunächst durch weite Sand- und Ascheflächen, die typisch für diesen Abschnitt des Hochlands sind. Im weiteren Verlauf näherst du dich dem Markarfljót. Der Fluss hat sich tief in das Gelände eingeschnitten und prägt die Landschaft zunehmend. Mehrere Aussichtspunkte ermöglichen eindrucksvolle Blicke in die Schlucht, erfordern jedoch Aufmerksamkeit, da die Abbruchkanten stellenweise steil und ungesichert sind.

Kurz vor Þórsmörk verändert sich die Landschaft spürbar. Die kargen Hochlandflächen gehen allmählich in grünere, geschützte Täler über. Birkenwälder, Moose und eine deutlich dichtere Vegetation markieren den Übergang in eines der landschaftlich reizvollsten Gebiete der gesamten Tour. Auch der Ausblick auf den Vulkan Eyjafjallajökull ist überwältigend.

Die Etappe endet in Þórsmörk, wo mehrere Hütten und Zeltplätze zur Verfügung stehen. Aufgrund der geschützten Lage eignet sich das Gebiet gut für einen Ruhetag oder als Puffer bei schlechtem Wetter.

Hinweis: Auch auf dieser Etappe können starke Winde, Regen oder eingeschränkte Sicht auftreten. Insbesondere in der Nähe von Schluchten ist Trittsicherheit und ein ausreichender Abstand zum Rand erforderlich.


Tipps für Þórsmörk

Weitere lohnende Ziele in der Umgebung sind Stórendi, Stangarháls, Hamraskógar, Húsadalur, Básar und Rjúpnafell.


Aufgrund der langen Strecke und der schweißtreibenden Höhenmeter möchte ich dir an dieser Stelle noch mein ultra leichtes Wanderzeug empfehlen:

Weiters möchte ich dir noch aufgrund der anspruchsvollen Bergpfade und der oft durchnässten Wiesen meine geliebten Salewa-Trekkingschuhe ans Herz legen. Für diesen Trail waren die Schuhe ein wahrer Segen. Hundertprozentige Wasserdichtheit zahlt sich hier definitiv aus, aber Qualität hat nun mal auch ihren Preis.

Salewa MS Raven 3 GTX (Verfügbar für Damen und Herren)

„Wer nicht wandert, hat die Welt noch nicht gesehen.“ Zitat von Christian Sommer, gründer von HikingFex.com
Laugavegur trail am weg nach Þórsmörk mit blick auf den Vulkan Eyjafjallajökull
laugavegur trail wandern

Etappe 5: Þórsmörk - Fimmvörduskali (14 km | 870 hm)

Eine Überquerung des Fimmvörðuháls ist bei stabilen Bedingungen eine lohnende Ergänzung des Laugavegur Trails. Wenn Wetter, Sicht, Kondition und Schneelage passen, kann dieser Abschnitt sinnvoll in die Tour integriert werden.

Der Fimmvörðuháls ist eine hochgelegene Passüberquerung im Süden Islands, die sich zwischen den Gletschern Eyjafjallajökull im Westen und Mýrdalsjökull im Osten erstreckt. Bei gutem Wetter eröffnen sich weite Ausblicke auf Gletscher, Lavafelder, Schluchten und Wasserfälle.


Schwierigkeit: Der Abschnitt ist anspruchsvoll, jedoch nicht technisch. Kurz vor der Hochfläche gibt es eine kurze, ausgesetzte Passage von wenigen Metern. Nach der Hochebene folgt eine weitere schmale, seilversicherte Stelle, die ebenfalls exponiert ist. Diese Passagen waren bei trockenen Bedingungen gut machbar, sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Beide ausgesetzten Passagen sind in der Karte unter den jeweiligen Links eingezeichnet.

Aus persönlicher Sicht (subjektive Einschätzung - ich habe selbst Höhenangst): Auch mit Höhenangst sind die ausgesetzten Stellen kurz und überschaubar, erfordern aber Ruhe, Trittsicherheit und Konzentration. Es ist sinnvoll, Begegnungen an Engstellen zu vermeiden und gegebenenfalls abzuwarten, bis Gegenverkehr vorbeigezogen ist.

Hinweis: Bei Nässe, starkem Wind, Nebel oder Schneefeldern steigt der Anspruch deutlich. In diesen Fällen ist von einer Begehung abzuraten.


Sehr schön sind die vielen szenischen Spots und Aussichtspunkte mit Blick auf den Mýrdalsjökull und den Eyjafjallajökull. Oben angekommen auf etwa 1.100 m wirkt die Landschaft beeindruckend und zugleich ernst – schließlich stehst du hier direkt neben zwei jungen Vulkankratern, dem 1.165 m hohen Magni und dem 1.130 m hohen Móði.

Nach dem Denkmal für Elisabet Brimnes, Dagmar Kristvinsdóttir und Ivar Finn Stampe teilt sich der Weg. Von hier führt eine Route zur Fimmvörðuskáli hut. Alternativ kannst du etwa einen Kilometer weiter zur Baldvinsskáli wandern, die in der Karte entsprechend hier eingezeichnet ist.

bild zeigt die Überquerung von Christian Sommer am Fimmvörðuháls
zeigt eine schwierige Schlüsselstelle am Fimmvörðuháls welche ausgesetzt ist

Etappe 6: Fimmvörduskali - Skogar (15 km | 20 hm)

Nach der hochalpinen Umgebung am Fimmvörðuskáli beginnt diese Etappe zunächst etwas anspruchsvoller, da häufig Eis- und Schneeflächen zu queren sind. Trittsicherheit sowie ein langsames, konzentriertes Gehen unter Einsatz der Hände können stellenweise erforderlich sein. Bei guter Sicht hast du bereits früh die Küste im Blick, während der Weg allmählich an Höhe verliert. Der Abstieg verläuft danach überwiegend stetig bergab, nur vereinzelt sind noch kurze Gegenanstiege zu erwarten.

Schon bald ändert sich der Charakter der Landschaft deutlich. Der Trail führt zunehmend durch grünere Hänge. Einer der Höhepunkte dieser Etappe ist der Abschnitt entlang der Skógá, an dem sich zahlreiche Wasserfälle aneinanderreihen. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir der Skalabrekkufoss und der Miðfoss.

Weitere sehenswerte Wasserfälle entlang des Weges sind:

Wer Wasserfälle mag, wird diesen Abschnitt besonders genießen.

Der Weg ist gut ausgetreten und technisch meist einfach, kann bei Nässe jedoch rutschig sein. Je näher du Skógar kommst, desto dichter wird die Vegetation. Schließlich erreichst du den bekannten Skógafoss, einen der eindrucksvollsten Wasserfälle Islands. Hier endet der Laugavegur Trail in Kombination mit dem Fimmvörðuháls.

Du hast dein Ziel erreicht – herzlichen Glückwunsch. Diese Tour ist körperlich fordernd, aber landschaftlich außergewöhnlich und bleibt lange in Erinnerung.

In Skógar stehen Unterkünfte, ein Campingplatz sowie Busverbindungen zur Verfügung. Die Busstation und das Campsite sind unter den Links in der Karte eingezeichnet. Der Ort eignet sich gut für eine Übernachtung nach der Tour oder für die direkte Weiterreise.


Hinweis: Auch wenn diese Etappe technisch vergleichsweise leicht ist, können Regen, Wind und nasse Böden den Abstieg erschweren. Trittsicherheit ist insbesondere im oberen Abschnitt weiterhin erforderlich.


Tipps für Skógar

Abbildung vom Skógafoss am ende des trails

Beste Reisezeit für den Laugavegur Trail

Die beste Reisezeit für den Laugavegur Trail liegt zwischen Mitte Juni und Mitte September. In diesem Zeitraum sind die Hochlandpisten in der Regel geöffnet, die Hütten bewirtschaftet und die Etappen realistisch planbar.


Hinweis: Auch im Hochsommer sind Schneefall, Sturm und Temperaturen um den Gefrierpunkt möglich. Wetterprognosen ändern sich schnell, Etappen müssen gegebenenfalls verkürzt oder abgebrochen werden.

Weitere Hinweise findest du auf vedur.is & safetravel.is


Hauptsaison: Juli bis August

Die stabilsten Bedingungen findest du meist von Anfang Juli bis Ende August. In diesen Wochen:

  • sind die Tage sehr lang (nahezu durchgehend hell),

  • Schneefelder größtenteils abgeschmolzen,

  • Flussquerungen besser einschätzbar,

  • und alle Hütten sowie Busverbindungen in Betrieb.

Temperaturen bewegen sich tagsüber häufig zwischen 6 und 11 °C, können bei Wind, Regen oder in höheren Lagen jedoch deutlich niedriger ausfallen.


Frühsommer: Mitte Juni

Ab Mitte Juni ist der Trail oft bereits begehbar, allerdings:

  • können Schneefelder noch vorhanden sein,

  • Flüsse durch Schmelzwasser höher führen,

  • und Wetterumschwünge häufiger auftreten.

Diese Zeit eignet sich vor allem für erfahrene Wanderer, die flexibel planen und mit winterlichen Restbedingungen umgehen können.


Spätsommer: Ende August bis Mitte September

Der Spätsommer gilt für viele als besonders reizvoll:

  • weniger Andrang auf dem Trail,

  • klare Luft und schöne Lichtstimmungen,

  • oft stabile Hochdrucklagen.

Gleichzeitig nehmen jedoch Stürme, Regen und erste Schneefälle wieder zu. Busverbindungen und Hüttenbetrieb können gegen Saisonende eingeschränkt werden.


Kurz zusammengefasst

  • Beste Gesamtzeit: Juli – August

  • Möglich: Mitte Juni – Mitte September

  • Nicht empfehlenswert: außerhalb der offiziellen Hochlandsaison


Klimadiagramm: Temperaturen & Niederschlag

Das Klimadiagramm verdeutlicht die typischen Hochlandbedingungen Islands entlang des Laugavegur. Die Sommer sind kühl bis mild, mit durchschnittlichen Tageshöchstwerten meist zwischen 6 und 11 °C. Nachts kann es auch in den Sommermonaten deutlich abkühlen.

Niederschläge verteilen sich relativ gleichmäßig über das Jahr. Regen, Wind und Nebel sind selbst in der Hauptsaison keine Ausnahme. Zusätzlich sind plötzliche Wetterumschwünge und starke Temperaturschwankungen innerhalb eines Tages typisch für das isländische Hochland.

Klimadiagramm: Temperaturen & Niederschlag am Laugavegur Trail

Zur optimalen Vorbereitung auf deine Wanderungen empfehle ich dir die Workouts auf meinem YouTube-Kanal.


Weitere Informationen zum Laugavegur Trail

Im folgenden Abschnitt findest du ergänzende Informationen zum Laugavegur Trail, darunter praktische Hinweise zu Planung, Ausrüstung, Anreise und häufige Fragen rund um die Tour.


Bezahlung (Kreditkarte)

An den Hütten ist teilweise elektronische Zahlung möglich. Verlass dich jedoch nicht ausschließlich darauf und führe etwas Bargeld als Reserve mit, da Kartenzahlung nicht immer garantiert ist.


Handyempfang

Entlang des Trails hatte ich über weite Strecken Netzabdeckung. Dennoch kann es in Senken oder bei Schlechtwetter zu Einschränkungen kommen. Eine Offline-Navigation ist empfehlenswert.


Wasser

Das Wasser aus Flüssen und Bächen ist aufgrund von vulkanischem Sediment und möglicher Verunreinigungen nicht trinkbar. Trinkwasser kannst du bei den Hütten auffüllen, wo es gefiltert zur Verfügung steht.


Übernachtung – Zelt oder Hütte

In der Hauptsaison sind Hütten häufig lange im Voraus ausgebucht. Eine frühzeitige Reservierung ist zwingend erforderlich. Mit Zelt bist du deutlich flexibler in der Etappenplanung. Übernachtungen sind jedoch ausschließlich auf den offiziellen Zeltplätzen bei den Hütten erlaubt, da der gesamte Trail durch ein Naturschutzgebiet führt.


Verpflegung

Warme Mahlzeiten sind in den Hütten entlang des Trails erhältlich, die Preise liegen jedoch deutlich über dem gewohnten Niveau. Eine eigene Verpflegung reduziert die Kosten erheblich und erhöht die Unabhängigkeit bei der Etappenplanung.

Am Fimmvörðuháls sind in der Regel nur einfache Snacks erhältlich. Das Angebot kann je nach Saison variieren.

Hinweis: Informiere dich vor Beginn der Tour auf den offiziellen Hüttenseiten über das aktuelle Verpflegungsangebot und mögliche Änderungen.


Wege, Markierung und Seilversicherung

Die Wege entlang des Laugavegur Trails sind insgesamt gut ausgebaut und klar markiert. Meist handelt es sich um einfache Wanderwege, teils breit ausgetreten, mit Abschnitten auf Schotterwegen oder schmaleren Bergpfaden. In höheren Lagen können Schneefelder auch im Hochsommer vorhanden sein.

Die Route ist zu mit blauen Markierungsstäben gekennzeichnet. Stellenweise verläuft der Trail jedoch über schmalere Pfade. Zudem gibt es eine kurze seilversicherte Passage am Laugavegur Trail sowie eine weitere am Fimmvörðuháls. Diese Abschnitte sind kurz, erfordern aber Trittsicherheit und Aufmerksamkeit, insbesondere bei Nässe oder Wind.


Hinweis zum Ultra-Marathon

Plane deine Tour nicht während des Laugavegur Ultra Marathons. In dieser Zeit ist der Trail stark frequentiert durch Läufer, Begleitfahrzeuge und Organisationsteams, was das sonst ruhige Naturerlebnis deutlich beeinträchtigt.


Achtung: Schneefelder & Hohlräume

Stellenweise müssen schneebedeckte Erdspalten gequert werden, die unterhöhlt sein können. Halte dich daher konsequent an Markierungen und ausgetretene Pfade, da diese in der Regel sicherere Passagen markieren. Vermeide es, die Wege zu verlassen.

laugavegur trail

Laugavegur Trail Camping

Entlang der Route stehen offizielle Campingplätze mit sanitären Einrichtungen zur Verfügung. Aufgrund der exponierten Lage im Hochland ist wind- und wetterfeste Ausrüstung unerlässlich. Wildcampen ist entlang des gesamten Trails nicht erlaubt.


Wildcampen

Der Laugavegur Trail verläuft vollständig durch geschützte Hochlandgebiete (Naturschutzgebiet). Übernachtungen sind ausschließlich auf den ausgewiesenen Zeltplätzen gestattet.


Bodennässe & Zeltplatzwahl

Bei Regen oder Schneeschmelze kann der Untergrund stark durchnässt sein. Wähle deinen Zeltplatz sorgfältig und bevorzuge leicht erhöhte, gut drainierte Stellen. Eine zusätzliche ultraleichte Zeltbodenplane (Footprint) ist empfehlenswert.

"Ein schottischer Nebel durchnässt einen Engländer bis auf die Haut"
Laugavegur Trail gefahren

Sicherheit, Risiken & Eigenverantwortung am Laugavegur Trail

Der Laugavegur ist ein markierter Hochland-Trail, verläuft jedoch durch abgelegenes und alpines Gelände, in dem Wetter, Schneelage und Wasserstände eine zentrale Rolle spielen. Trotz guter Markierung mit blauen Stäben ist eine eigenständige Orientierung erforderlich, insbesondere bei Nebel, Schneefeldern oder eingeschränkter Sicht.

Hinweis: Diese Tourenbeschreibung dient als Planungshilfe und ersetz keine eigenständige Planung.


Wetter & Gelände

Das isländische Hochland ist bekannt für rasch wechselnde Wetterbedingungen. Regen, Nebel, Sturm, starke Winde oder plötzliche Temperaturstürze können den Anspruch einzelner Etappen deutlich erhöhen. Auch im Hochsommer sind Schneefelder, aufgeweichte Böden und schlechte Sicht keine Seltenheit.

Eine wetterfeste Ausrüstung, aktuelle Informationen zur Wetterentwicklung sowie eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten sind daher zwingend erforderlich.


Flussquerungen & Schmelzwasser

Entlang des Laugavegur müssen mehrere Flüsse ohne Brücke gefurtet werden. Bei hohem Schmelzwasseraufkommen oder anhaltendem Regen können diese Flüsse kurzfristig stark anschwellen und unpassierbar werden. In solchen Situationen ist es notwendig, abzuwarten oder Etappen anzupassen.


Vulkanische & geologische Gefahren

Der Laugavegur verläuft durch ein aktives vulkanisches Gebiet. Auch wenn akute Ereignisse selten sind, können vulkanische Aktivität, Gasaustritte oder geothermale Bereiche potenzielle Gefahren darstellen. Markierte Wege dürfen daher nicht verlassen werden.

Aktuelle Warnhinweise und Sicherheitsinformationen sollten:

  • auf vedur.is (Wetter & Warnstufen),

  • an den Hütten vor Ort,

  • sowie auf safetravel.is regelmäßig geprüft werden.


Eigenverantwortung & Tourenplanung

Die in diesem Artikel beschriebenen Routenverläufe, Etappen, Distanzen, Höhenmeter und Anforderungen basieren auf eigener Erfahrung, Recherche und öffentlich zugänglichen Informationen. Sie stellen keine verbindlichen Vorgaben dar und können je nach Wetter, Wegzustand, Schneelage, Tageszeit, individueller Kondition und Erfahrung deutlich variieren.

Du entscheidest vor Ort selbst über:

  • Routenwahl

  • Etappenlängen

  • Pausen

  • sowie über einen möglichen Abbruch der Tour

Jegliche Bedingungen können sich jederzeit ändern. Trittsicherheit, Erfahrung im Hochland, eine gute Kondition sowie die Fähigkeit zur selbstständigen Entscheidungsfindung sind grundlegende Voraussetzungen für diese Tour.


Grundsätzlicher Hinweis

Fernwanderwege und Trekkingtouren im Hochland bergen grundsätzlich Risiken, insbesondere in abgelegenen, wetteranfälligen und schwer zugänglichen Regionen. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung, keine geführte Tour und keine professionelle Einschätzung durch zertifizierte Berg- oder Wanderführer. Jede Begehung erfolgt auf eigene Verantwortung.


Hinweis:


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Lavafelder am Laugavegur Trail

Laugavegur Trail GPX

Für die Planung und Navigation des Laugavegur Trails stelle ich eigene, von mir erstellte GPX-Tracks zur Verfügung. Die bereitgestellten GPX-Tracks basieren auf meiner eigenen Begehung des Laugavegur Trail. Eine Offline-Nutzung der Tracks wird ausdrücklich empfohlen


Die GPX-Dateien sind auf mehreren etablierten Outdoor-Plattformen veröffentlicht:

Die bereitgestellten GPX-Tracks dienen als Orientierungshilfe und ersetzen keine eigenständige Navigation vor Ort.


👉 Die GPX-Datei kann direkt über den nachfolgenden Download-Button heruntergeladen werden.


Hier findest du den Streckenverlauf des Laugavegur Trails in der Karte eingezeichnet.

Streckenverlauf des Laugavegur Trails in der Karte eingezeichnet

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Laugavegur Trail

In diesem FAQ findest du kompakte Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den Laugavegur Trail. Der Abschnitt unterstützt dich bei Planung, Vorbereitung und realistischer Einschätzung dieses anspruchsvollen Hochlandtreks.


Was ist der Laugavegur Trail?

Der Laugavegur Trail ist einer der bekanntesten Fernwanderwege Islands. Er führt über rund 55 km von Landmannalaugar nach Þórsmörk durch das isländische Hochland. Optional kann die Tour über den Fimmvörðuhálsbis nach Skógar verlängert werden. Dich erwarten farbige Rhyolithberge, Lavafelder, Gletscherblicke, Flussquerungen und Hochlandlandschaft.


Wie lang ist der Laugavegur Trail?

  • Laugavegur (klassisch): ca. 55 km

  • Mit Fimmvörðuháls: ca. 77–80 km


Wie lange dauert die Wanderung auf dem Laugavegur Trail?

Typisch sind 4 Tage für die klassische Route; mit Puffern 4–6 Tage, abhängig von Wetter und Flussständen.

  • Klassisch: 3–4 Tage

  • Sportlich: 2 Tage

  • Genussvoll / mit Puffertagen: 4–5 Tage

  • Mit Fimmvörðuháls: +1–2 zusätzliche Tage

Die tatsächliche Dauer hängt stark von Wetter, Flussständen und persönlichem Tempo ab.


Wie schwierig ist der Laugavegur Trail?

Bei stabilen Bedingungen gilt der Trail als mittelschwer. Bei Schlechtwetter, Schnee oder hohen Flussständen kann er anspruchsvoll werden.

Erforderlich sind:

  • Trittsicherheit

  • Kondition für längere Tagesetappen

  • Erfahrung mit wechselhaften Wetterbedingungen

  • selbstständige Tourenentscheidung

Technische Kletterstellen gibt es nicht, Flussquerungen und Schneefelder erhöhen jedoch den Anspruch.


Für wen ist der Laugavegur Trail geeignet?

Der Laugavegur eignet sich für erfahrene Wanderer, die bereits Mehrtagestouren unternommen haben und mit Hochlandbedingungen umgehen können. Für absolute Anfänger ist der Trail nicht empfehlenswert.


Ist der Laugavegur Trail markiert?

Ja. Der Trail ist durchgehend mit blauen Markierungsstäben markiert. Trotzdem sind GPS-Track, Karte und eigenständige Orientierung wichtig, insbesondere bei Nebel oder Schnee.


Wie ist die Wegbeschaffenheit?

  • überwiegend Wanderwege

  • teils breit ausgetreten

  • Abschnitte auf Schotter, Sand, Lava

  • in höheren Lagen Schneefelder auch im Hochsommer

  • eine kurze seilversicherte Stelle am Laugavegur

  • eine weitere seilversicherte Passage am Fimmvörðuháls

Bei Nässe können Wege rutschig werden.


Gibt es Flussquerungen?

Ja. Mehrere Flüsse müssen ohne Brücke gefurtet werden. Bei hohem Schmelzwasser oder starkem Regen können diese kurzfristig unpassierbar werden.

➡️ Wasserschuhe werden dringend empfohlen.


Ist Wildcampen am Laugavegur erlaubt?

Nein. Der gesamte Laugavegur verläuft durch geschützte Hochlandgebiete. Übernachtungen sind ausschließlich auf den offiziellen Zeltplätzen bei den Hütten erlaubt.


Wo kann man unterwegs übernachten?

  • Hütten (reservierungspflichtig)

  • Zeltplätze direkt bei den Hütten

Hütten entlang der Route:

  • Landmannalaugar

  • Hrafntinnusker

  • Álftavatn / Hvanngil

  • Emstrur

  • Þórsmörk

  • Fimmvörðuskáli / Baldvinsskáli (bei Verlängerung)


Ist Zelten oder Hütte besser?

Hütten sind oft lange im Voraus ausgebucht. Mit Zelt bist du flexibler, musst aber wind- und wetterfest ausgerüstet sein. Zelten ist nur auf offiziellen Plätzen neben den Hütten erlaubt.


Gibt es Verpflegung unterwegs?

In den Hütten werden warme Mahlzeiten angeboten, die sehr teuer sind. Am Fimmvörðuháls gibt es meist nur Snacks.

➡️ Eigene Verpflegung reduziert Kosten deutlich.➡️ Vor Tourstart offizielle Hüttenseiten prüfen (Angebot kann sich ändern).


Gibt es Trinkwasser?

Flusswasser ist aufgrund von vulkanischem Sediment nicht trinkbar. Trinkwasser kannst du an den Hütten auffüllen (gefiltert).


Wie ist das Wetter am Laugavegur Trail?

Sehr wechselhaft.Auch im Sommer sind normal:

  • Regen

  • Wind

  • Nebel

  • Temperaturschwankungen

  • Schneefälle in höheren Lagen

Wetterfeste Ausrüstung ist zwingend erforderlich.


Wann ist die beste Reisezeit für den Laugavegur Trail?

  • Beste Zeit: Juli – August

  • Möglich: Mitte Juni – Mitte September

  • September: ruhiger, aber deutlich höhere Wetterrisiken

  • Nach Mitte September: nicht empfehlenswert


Laugavegur Trail im September – sinnvoll?

Nur eingeschränkt. Viele Hütten schließen ab Mitte September, Wetter und Schneefallrisiko nehmen stark zu. Eine Begehung setzt sehr gute Ausrüstung, Erfahrung und flexible Planung voraus.


Gibt es besondere Gefahren?

  • stark ansteigende Flüsse

  • Schneefelder mit unterhöhlten Spalten

  • Sturm, Nebel, Kälte

  • vulkanische & geothermale Bereiche

➡️ Markierte Wege nicht verlassen.


Wo finde ich aktuelle Warnhinweise?

  • vedur.is – Wetter & Warnstufen

  • safetravel.is – Sicherheit & Hochlandinfos

  • Hinweise an den Hütten vor Ort

  • Warnschilder beachten


Kann man den Laugavegur Trail alleine wandern?

Offiziell wird davon abgeraten (Hinweisschilder am Startpunkt weisen darauf hin).

Wenn du trotzdem alleine gehst:

  • informiere eine Vertrauensperson

  • melde dich regelmäßig

  • Satellitenkommunikation wird dringend empfohlen


Gibt es Veranstaltungen, die ich meiden sollte?

Ja. Plane deine Tour nicht während des Laugavegur Ultra Marathons – der Trail ist dann stark frequentiert und verliert seinen ruhigen Charakter.


Wo kann ich GPX-Daten herunterladen?

Ich stelle eigene, von mir erstellte GPX-Tracks zur Verfügung:

  • Outdooractive

  • Komoot

  • Bergfex

  • Direktdownload über den Button im Guide

Die Tracks dienen als Orientierungshilfe, ersetzen aber keine eigene Navigation.


Ist der Laugavegur Trail auch für Anfänger geeignet?

Nein. Der Trail erfordert Kondition, Erfahrung, Trittsicherheit und eigenverantwortliche Entscheidungen.


Welche Ausrüstung ist besonders wichtig?

  • wetterfestes Zelt

  • Regen- & Kälteschutz

  • GPS + Karte

  • Wasserschuhe

  • Erste-Hilfe-Set

  • Notfallausrüstung

  • ggf. Satellitengerät

Landmannerlaugar

Laugavegur Trail Packliste

Hier stelle ich dir die wichtigste Wanderausrüstung vor, die ich persönlich besitze, ausgiebig getestet habe und auch selbst gekauft habe. Bei meiner Ausrüstung lege ich großen Wert auf das Gewicht, die Qualität und den Preis. Sie sollte sich bei längeren Touren komfortabel anfühlen und gleichzeitig leicht sein. Die Ausrüstung für Damen kann ich ebenfalls empfehlen, da meine Frau diese verwendet, und sie ist im Wesentlichen die gleiche wie die für Männer.


Achtung: Bitte beachte, dass die Wanderausrüstung allgemein gehalten ist und je nach Jahreszeit sowie individuellen Bedürfnissen angepasst werden sollte!


Kleidung

Wanderschuhe

 

Kurze Wanderhose


Lange Wanderhose


Funktionsshirt


Hybridjacke


Fleece-Jacke


Regenjacke


Funktionsunterwäsche


Wandersocken


Weitere Wanderausrüstung:

Isomatte 


Wanderrucksack (ca. 60 Liter oder je nach Bedarf)

von EXPED - leider nicht auf Amazon verfügbar.

Rucksack - Ospray (War mein alter und ist auch gut)


Technik und Orientierung:

Kompass 

Kopflampe 

• ggfs. GPS-Gerät oder GPS-Uhr

• ggfs. Fernglas


Verpflegung:

• Nahrung nach Bedarf

• Süßigkeiten zur Aufrechterhaltung der Moral :)


Gesundheit & Erste Hilfe:

Tape 

• Klopapier


Sonstiges:

• Pass/Versicherungsausweis

• Bargeld/Kreditkarte

• Gaskartusche


Filmische Ausrüstung:

Kamera

14mm Lens 

Drohne 

Stativ

Foto von Christian Sommer dem Ersteller des Guides für den laugavegur trail an einem Wasserfall in Skogar

Autor & Verantwortung

Dieser Guide wurde von HikingFex.com verfasst, basierend auf persönlicher Erfahrung, umfangreicher Recherche und regelmäßiger Aktualisierung. Alle Empfehlungen beruhen auf eigener Einschätzung.


Laugavegur Trail Fazit

Der Laugavegur Trail führt dich durch eine außergewöhnlich vielfältige Landschaft vulkanischen Ursprungs. Die Wanderung beginnt in Landmannalaugar, einem geothermal geprägten Gebiet mit farbigen Rhyolithbergen, und verläuft weiter durch karge Hochlandwüsten, grüne Birkenwälder und entlang markanter Flussläufe. Lavafelder, schwarzer Sand, leuchtende Gesteinsformationen und der Blick auf Gletscher wie den Eyjafjallajökull begleiten dich bis zur Südküste Islands.

Mit einer Gesamtlänge von rund 55 km (bzw. etwa 80 km inklusive Fimmvörðuháls) bietet der Laugavegur Trail einen eindrucksvollen Querschnitt durch die isländische Hochlandlandschaft. Die Tour ist landschaftlich außergewöhnlich abwechslungsreich und fordert zugleich eine gute Vorbereitung sowie Respekt vor Wetter und Gelände.

Ich habe diese Wanderung sehr bewusst und intensiv erlebt. Für mich zählt der Laugavegur Trail zu den eindrucksvollsten Fernwanderwegen, die ich bisher gegangen bin. Wenn du gut vorbereitet startest und den Bedingungen mit Umsicht begegnest, erwartet dich hier ein unvergessliches Trekkingerlebnis im Herzen Islands.

Ich wünsche dir eine sichere Tour und viele besondere Momente unterwegs.


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1 Kommentar


Gast
11. Jan. 2024

Danken für die ausführliche Tourenbeschreibung und den hilfreichen Tipps!

lG Roman

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