Madeira Inselüberquerung - Guide zum Madeira Fernwanderweg mit Route, Unterkünfte & Etappen
- 13. Juli 2022
- 29 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 11 Stunden
Die Madeira-Inselüberquerung begeistert mit spektakulären Ausblicken, abwechslungsreichen Etappen und einer hervorragenden Infrastruktur. Dich erwartet auf Madeira ein wahres Eldorado für Wanderer – ein immergrünes Paradies von außergewöhnlicher Schönheit. Auf dieser Inselüberquerung erlebst du die eindrucksvollsten Landschaften Madeiras und wanderst durch eine von Nebelschwaden umhüllte Bergwelt mitten in unberührter Natur. In diesem Artikel findest du alle Informationen, die du für eine sorgfältige Planung benötigst. Ich stelle dir jede Etappe im Detail vor und zeige dir alle Highlights, damit du nichts verpasst.

Inhaltsverzeichnis
Madeira Inselüberquerung auf einen Blick
Länge: 109 km (68 Meilen)
Dauer: 5–7 Tage, abhängig von Fitness und Etappenplanung
Höhenmeter: etwa 6.000 hm
Schwierigkeit: mittel-anspruchsvoll, je nach Bedingungen
Startpunkt: Kreisverkehr in Ponta de São Lourenço
Endpunkt: Porto Moniz
Varianten: findest du im Abschnitt "Etappen" beschrieben
Beste Reisezeit: April–Juni und September–Oktober
Navigation: Der Trail ist nicht markiert, sichere Navigation erforderlich
Anforderungen: Sehr gute Kondition, Schwindelfreiheit, Erfahrung im Bergwandern, sichere Navigation und robuste Ausrüstung
Highlights: Pico do Arieiro, Pico Ruivo, Wasserfälle, Lorbeerwald von Fanal, Steilküsten bei Caniçal
Übernachtung: Zeltplätze sowie Unterkünfte auf jeder Etappe verfügbar
Beste Richtung: Ost → West empfohlen
Wetter: Sehr wechselhaft und oft Nebel vorhanden
Zielgruppe: Geeignet für erfahrene Wanderer mit solider Navigationserfahrung
Autor & Verantwortung: Dieser Guide wurde von Christian Sommer auf HikingFex.com erstellt und basiert auf einer eigenen Begehung der Madeira-Inselüberquerung sowie auf sorgfältig aufbereiteten Erfahrungswerten. Die beschriebenen Eindrücke, Einschätzungen und Hinweise sollen deine Tourenplanung unterstützen. Der Guide wird regelmäßig überprüft und aktualisiert.
Werbung: Einige Links in diesem Guide sind Affiliate-Links. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Die Auswahl aller Inhalte erfolgt unabhängig und ohne Einfluss durch Partner.

Madeira-Inselüberquerung Anreise
Die Anreise zur Madeira Inselüberquerung ist unkompliziert und gut planbar. Am einfachsten erreichst du Madeira per Flugzeug und setzt deine Reise anschließend bequem mit dem Bus fort. Der Startpunkt befindet sich beim kleinen Kreisverkehr in Ponta de São Lourenço. Ich zeige dir alle Optionen.
Der offizielle Startpunkt für die Madeira Inselüberquerung
Der offizielle Startpunkt befindet sich beim kleinen Kreisverkehr in Ponta de São Lourenço. Bevor es losgeht, musst du dich entscheiden, in welche Richtung du die Madeira Inselüberquerung gehen möchtest:
Optionen:
Osten → Westen (empfohlen):
(Start beim Kreisverkehr in Ponta de São Lourenço mit Ziel: Port Moniz)
Westen → Osten:
(Start in Porto Moniz)
Mit dem Flugzeug
Am besten nimmst du einen Flug nach Funchal, zum internationalen Flughafen Madeira Cristiano Ronaldo (FNC). Für die Suche nach günstigen Flügen kann ich dir Skyscanner sehr empfehlen – eine erstklassige App, die dir einen schnellen Überblick über die besten Flugangebote bietet. Hier findest du eine Übersicht aller relevanten Flughäfen für deine Anreise.
Weiterreise mit dem Bus
Der Linienbus 113 bringt dich vom Flughafen bei der Bus Station direkt vor dem Flughafen direkt zur Busstation am kleinen Kreisverkehr in Ponta de São Lourenço. Die Fahrt benötigt ca. 30 Minuten. Für die Buchung von Bus- und Zugtickets kann ich dir die OMIO-App sehr empfehlen. Für die Rückreise kannst du ebenso den Bus verwenden. Die Fahrt ist direkt möglich und dauert 4 Stunden.
Weiterreise mit dem Taxi
Direkt vom Flughafen aus kannst du dich mit einem Taxi zum Startpunkt, dem kleinen Kreisverkehr in Ponta de São Lourenço (Baía d'Abra), bringen lassen. Die Fahrt hat mit einem Bold-Taxi war äußerst günstig. Ich hab mich diesmal für das Taxi entschieden.
Fußweg zum Startpunkt
Du kannst auch zu Fuß zum Kreisverkehr gehen. Verlasse den Flughafen über die Treppen und folge dem Gehsteig neben der Schnellstraße bis zum Kreisverkehr Caminho da Fonte do Seixo und weiter bis nach Machico bzw. Caniçal. Plane hierfür einen zusätzlichen Tag ein. Den Weg kannst du dir hier im Google-Streetview ansehen.
Tipp: Solltest du noch Nahrungsmittel oder eine Gaskartusche brauchen, empfehle ich den Supermarkt "Modelo Continente Machico" in Sitio da Queimada de Baixo, 9200-017 Machico, Portugal. Der freundliche Bold-Fahrer hat mit mir dort einen Einkaufsstopp gemacht. Bitte kläre vor dem Start deiner Tour selbst ab, ob eine Gaskartusche vorrätig ist. Es gibt auch einige Outdoor-Shops in Funchal.
Nachfolgend findest du mein Video zur Tour mit Eindrücken vom Weg, den Etappen und den Bedingungen vor Ort.
Madeira Inselquerung Route
Die Madeira-Inselüberquerung ist rund 109 Kilometer lang und umfasst etwa 6.000 Höhenmeter. Ich habe die Route in fünf Tagen begangen, was ein sportliches Tempo erfordert. Für eine entspanntere Tour mit Zeit für Pausen und Wetterreserven empfiehlt sich eine Etappenplanung von 7 Tagen. Mit einem Zwischenstopp in Porto da Cruz verlängert sich die Route auf etwa 125 Kilometer, wodurch sich zusätzliche Etappenoptionen und mehr Flexibilität in der Planung ergeben.
Navigation & Schwierigkeit
Die Madeira-Inselüberquerung folgt häufig bekannten Wanderwegen, ist jedoch nicht durchgehend einheitlich markiert. Auch auf gut begangenen Pfaden können Abschnitte schwach erkennbar oder bei eingeschränkter Sicht unübersichtlich sein. Eine zuverlässige Navigation mit GPS-Track und Karte, ergänzt durch eigenes Orientierungsvermögen, ist daher unerlässlich. Abschnitte auf offiziellen PR-Wanderwegen sind in der Regel als mittelschwere einzustufen. Levadas und Tunnelpassagen sind hingegen technisch anders einzuordnen: schmal, teils ungesichert, bei Nässe rutschig und bei Dunkelheit oder Gegenverkehr zusätzlich anspruchsvoll. Besonders der rund 1 Kilometer lange Tunnel nach Boca da Encumeada empfand ich als herausfordernd. Menschen mit Klaustrophobie würde ich diesen Abschnitt nicht empfehlen – in diesem Fall ist eine alternative Route die bessere Wahl. Die Route beinhaltet allgemein abschüssige Passagen, schmale Wege und exponierte Abschnitte, die Trittsicherheit und eine gute Kondition erfordern. Bei Regen, Nässe oder Nebel steigen die Anforderungen deutlich, insbesondere entlang schmaler Levadas und in höher gelegenen Passagen.
Hinweis: Dieser Guide dient der Orientierung und Inspiration für deine Tourenplanung. Detaillierte Informationen zu Sicherheit, Risiken und Eigenverantwortung findest du im Abschnitt 👉 Sicherheit, Risiken & Eigenverantwortung.
Gebühren für die Wanderwege
Für einige offiziell klassifizierte PR-Wanderwege auf Madeira gelten seit 01.01.2026 neue Regelungen (Gebühren/Reservierung je nach Strecke). Prüfe das vor der Tour für die von dir geplanten PR-Abschnitte unter
Mögliche Wegsperren abklären
Auf Madeira kann es kurzfristig zu Wegsperren kommen, etwa durch Steinschlag, Instandhaltungsarbeiten oder wetterbedingte Schäden. Zur aktuellen Lage empfiehlt sich die ProCic Madeira App, über die offizielle Warnungen zu Wegsperren, Wetterereignissen und sicherheitsrelevanten Hinweisen veröffentlicht werden. Zusätzlich lohnt sich vor jeder Etappe ein Blick auf die offiziellen Hinweise zu geöffneten oder gesperrten Wegen von Visit Madeira bzw. dem IFCN, um den aktuellen Status der geplanten Route zu überprüfen.

Madeira Inselüberquerung Etappen
Die Madeira-Inselüberquerung lässt sich je nach Zeit, Kondition und gewünschtem Tempo unterschiedlich einteilen. Bewährt haben sich zwei Varianten: eine sportliche 5-Tage-Variante sowie die klassische 7-Etappen-Variante mit zusätzlichem Zwischenstopp in Porto da Cruz. Möchtest du zusätzliche Highlights einbauen – etwa Abstecher zu Wasserfällen wie dem Risco-Wasserfall – ist ein weiterer zusätzlicher Tag sinnvoll, um die Tour entspannter zu gestalten. Ich habe die gesamte Inselüberquerung in fünf Tagen absolviert – konditionell ist das jedoch sehr herausfordernd.
Madeira Inselüberquerung für sportliche (109km)
Etappe 1: Kreisverkehr Ponta de São Lourenço - Canical (13 km | 250 hm | 4–5 h)
Etappe 2: Canical - Ribeiro Frio (23 km | 1060 hm | 8–10 h)
Etappe 3: Ribeiro Frio - Pico Ruivo (21 km | 1500 hm | 9–11 h)
Etappe 4: Pico Ruivo - Seixal (29km | 1200 hm | 10–13 h)
Hinweis: Diese Etappe sollte nur bei stabilen Bedingungen gegangen werden. Eine Aufteilung mit Übernachtung in Boca da Encumeada oder an den Zeltplätzen Chão dos Louros bzw. Bica da Cana ist sehr sinnvoll.
Etappe 5: Seixal - Port Moniz (23 km | 1580 hm | 9–11 h)
Madeira Inselüberquerung klassisch (125km)
Etappe 1: Kreisverkehr Ponta de São Lourenço - Canical (13 km | 250 hm | 4–5 h)
Etappe 2: Canical - Porto da Cruz (13 km | 580 hm | 5–6 h)
Etappe 3: Porto da Cruz - Ribeiro Frio (20 km | 1060 hm | 7–9 h)
Etappe 4: Ribeiro Frio - Pico Ruivo (21 km | 1500 hm | 9–11 h)
Etappe 5: Pico Ruivo - Boca da Encumeada (21 km | 1080 hm | 7–9 h)
Etappe 6: Boca da Encumeada - Seixal (15 km | 160 hm | 4–5 h)
Etappe 7: Seixal - Porto Moniz (23 km | 1580 hm | 9–11 h)
Verlängerung der klassischen Route
Wenn du nach der klassischen Madeira-Inselüberquerung noch Zeit und Energie hast, kannst du die Tour sinnvoll verlängern:
Etappe 8: Porto Moniz – Fajã da Ovelha (27 km | 1200 hm | 9–11 h)
(optionale Verlängerung der Route, anspruchsvoll und landschaftlich reizvoll)
Diese zusätzliche Etappe eignet sich für erfahrene Wanderer, die die Inselüberquerung bewusst verlängern und weitere Küsten- und Dschungelandschaften erleben möchten.
Weitere Varianten der Madeira Inselüberquerung
Es gibt weitere mögliche Routenführungen:
MIUT Ultra Trail: Der Madeira Island Ultra Trail (MIUT) verläuft abschnittsweise über Teile der Inselüberquerung. Einzelne Sektionen können als Alternative oder Ergänzung genutzt werden, erfordern jedoch aufgrund von Länge, Höhenmetern und Streckenführung eine sehr gute Kondition und sorgfältige Planung.
Diese Varianten richten sich an sehr erfahrene Wanderer.
Interaktive Karte mit allen Etappen
Damit du den Überblick behältst, findest du hier eine interaktive Karte mit allen Etappen der Madeira Inselüberquerung – inklusive Start- und Zielpunkten sowie den wichtigsten Orten entlang der Route.

Madeira Inselüberquerung Unterkunft
Entlang der Madeira-Inselüberquerung gibt es eine Vielzahl an Unterkünften, von charmanten Gästehäusern und Hotels bis hin zu gemütlichen Campingplätzen. Viele dieser Unterkünfte bieten zudem einen spektakulären Blick auf das Meer oder die Berge. In Ribero Frio, Boca du Encumeada und Seixal ist es nicht so einfach eine Unterkunft zu bekommen, deshalb empfehle ich für die gesamte Tour einen Mix aus Zelt und Unterkunft. Tipp: Reserviere dein Hotel oder Hostel frühzeitig, da wie ich es selbst erlebt habe, Unterkünfte auf Madeira oft schnell ausgebucht sind.
Unterkünfte nach Etappen
Die Unterkünfte sind nach Etappen gegliedert und dienen als Orientierung für die Planung der Tagesabschnitte auf der Madeira Inselüberquerung. Aufgeführt sind Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe des jeweiligen Etappenendes. Beachte bei deiner Planung, dass sich Weglängen und Höhenmeter je nach gewählter Unterkunft verändern können.
Hinweis: Die Kennzeichnung in Budget ($), Mittelklasse ($$) und Komfort ($$$) stellt eine unverbindliche Orientierung dar und kann je nach Saison und Verfügbarkeit variieren. Gegen einen kleinen Aufpreis kannst du bei Booking.com viele Unterkünfte mit kostenloser Stornierung buchen. Du kannst direkt hier über diese Links buchen, ohne dass es dich einen Cent mehr kostet. Vielen herzlichen Dank! Die Zeltplätze findest du im nächsten Abschnitt des Artikels!
Etappe 1: Canical
Campsite – Ponta de São Lourenço - (Map click here)
Etappe 2: Porto da Cruz
Etappe 3: Ribeiro Frio
Campsite - Ribeiro Frio - (Map click here)
Etappe 4: Pico Ruivo
Berghütte - $
Campsite - Pico Ruivo - (Map click here)
Etappe 5: Boca du Encumeada
Campsite - Chão dos Louros - (Map click here)
Etappe 6: Seixal
Campsite - Fanal - (Map click here)
Etappe 7: Port Moniz
Campsite - Port Moniz - (Map click here)
Madeira Trekkingcamps
Auf der nachstehenden Karte habe ich dir alle Zeltplätze, die Berghütte am Pico Ruivo und sonstige buchbare Unterkünfte eingezeichnet. Alternativ kannst du auch die offizielle Seite HIER besuchen.
Empfohlene Trekkingcamps für die Inselüberquerung
Etappe 1: Casa do Sardinha – Ponta de São Lourenço
Etappe 2: Ribeiro Frio – Santana
Etappe 3: Pico Ruivo
Etappe 4: Chão dos Louros – São Vicente oder Bica da Cana
Etappe 5: Fanal
Etappe 6: Port Moniz Campsite
Weitere Trekkingcamps:
Fonte do Bispo – Calheta

Registrierung für die Zeltplätze
Die Insel bietet dir eine Reihe von Campingplätzen, die von Abenteuerlustigen kostenlos genutzt werden können. Die Trekking- Zeltplätze auf Madeira sind bis auf ganz wenige alle kostenlos. Für dein Trekkingabenteuer musst du dich jedoch einmalig unter dem nachstenden Link anmelden und einen Platz reservieren. Für deine Reservierung erhält du im Anschluss ein PDF-Dokument. In seltenen Fällen kommen Ranger vorbei und kontrollieren die Trekkingcamper.
Ausstattung der Trekkingcamps
Die Plätze sind alle unterschiedlich ausgestattet. Auf der offiziellen Homepage findest du Zeichen und Hinweise darüber was auf den Plätzen bzw. in deren Umgebung vorhanden ist.

Berghütte am Pico Ruivo
Am "Pico Ruivo" steht dir zur Übernachtung eine Berghütte und ein kleiner Zeltplatz zur Verfügung. Die Hütte heißt „Casa de Abrigo Pico Ruivo“ und ist unter folgendem Link zu finden: https://picoruivo.com/pt/
Denk daran, deine Reise gut abzusichern – denn bei einem Sturz oder einer anderen typischen Wanderverletzung können schnell hohe Bergungskosten entstehen.
Auras Insurance bietet dir eine weltweit gültige Wander- und Trekkingversicherung, speziell für aktive Reisende.
Mit dem Rabattcode HIKINGFEX erhältst du über diesen Link 10 % Ermäßigung auf deine Versicherung.

Madeira Inselüberquerung Guide
In diesem Guide stelle ich dir jede Etappe der Madeira-Inselüberquerung detailliert vor. Meine Erfahrungen sind dabei so abwechslungsreich wie die Landschaften der Insel selbst. Da heute die meisten Wanderer mit Smartphone oder GPS unterwegs sind, verzichte ich bewusst auf ausführliche Wegbeschreibungen. Stattdessen liegt der Fokus auf Geheimtipps, Besonderheiten am Trail, besondere Naturerlebnisse sowie auf Highlights entlang der Route und am Ende jeder Etappe.
Etappe 1: Kreisverkehr Ponta de Sao Lourenco - Canical (13km und 250hm)
Als ich am frühen Morgen am kleinen Kreisverkehr in Ponta de São Lourenço (Baía d’Abra) beim Startpunkt stand, war die Vorfreude riesig. Schon am Startpunkt traf ich auf andere Wanderer und Abenteurer, ein starkes Gefühl von Freiheit und Aufbruch umkam mich – der perfekte Einstieg für die Madeira Inselüberquerung. Der Weg über die Halbinsel São Lourenço ist technisch einfach, aber landschaftlich spektakulär. Du wanderst durch eine zerklüftete Vulkanlandschaft mit bizarren Felsformationen, schroffen Klippen und beeindruckenden Tiefblicken auf den Atlantik. Zahlreiche Aussichtspunkte säumen den Weg – nimm dir Zeit, sie alle auszukosten:
Ein absolutes Highlight erwartet dich am Miradouro Ponta do Furado, wo sich dir einer der schönsten Ausblicke der gesamten Halbinsel eröffnet.
In dieser kargen, vulkanischen Landschaft solltest du bewusst langsam unterwegs sein und die Etappe genießen. Beim Rückweg von der Halbinsel empfiehlt es sich, entlang der Nordküste zu wandern und weitere Aussichtspunkte mitzunehmen.
Achtung: Teilweise bewegst du dich hier abseits der markierten Wege – achte daher auf Trittsicherheit und schütze die empfindliche Vegetation.
Weitere lohnende Stopps sind:
Anschließend verlässt du den Trail und folgst kurz der Straße. Nach wenigen Minuten kannst du einen Abstecher zum Prainha do Caniçal einlegen – perfekt für eine erfrischende Pause am Meer. Wer sich eine intressante Gesteinsformation ansehen möchte kann den Vulva Rock gleich nebenan besuchen. Danach erreichst du den idyllischen Küstenort Caniçal. Hier findest du Einkaufsmöglichkeiten sowie mehrere Restaurants.
Mein Tipp: Probiere unbedingt ein Lokal mit typischer madeirischer Küche. Dazu empfehle ich ein Glas regionalen Portwein.
Tipps für Caniçal
Badepause am Beach Pedra da Eira
Spaziergang entlang der Hafenpromenade
Übernachtungstipp: Auf der ersten Etappe kannst du das Trekking-Camp in Ponta de São Lourenço nutzen. Alternativ bieten sich Unterkünfte in Caniçal oder Machico an. Über einen T2 Wanderweg erreichst du auch leicht Machico.
Schau dir die folgenden Bilder im Slider an:

Etappe 2: Canical - Porto da Cruz (13km und 580hm)
Nach einem fulminanten Sonnenaufgang begrüßte mich ein klarer, tiefblauer Himmel. Mein Wanderherz schlug höher – denn diese Etappe zählt zu einer der landschaftlich eindrucksvollsten der gesamten Madeira-Inselüberquerung. Dich erwartet ein spektakulärer Küstenwanderweg entlang der Nordküste Madeiras bis zum Aussichtspunkt Boca do Risco und weiter nach Porto da Cruz.
Tipp: Starte sehr früh und erlebe den Sonnenaufgang bei der Ponta do Bode oder beim Alice Peak. Wenn die Sonne langsam über dem Horizont aufgeht und die vulkanischen Felsformationen in warmes Licht taucht, entfaltet sich ein einzigartiges Naturschauspiel. Ich werde diesen Sonnenaufgang noch lange in Errinerung behalten.
Anschließend folgst du der Vereda Boca do Risco, einem atemberaubend schönen Küstenpfad, der sich spektakulär an steilen Klippen entlangzieht. Trotz meiner eigenen Höhenangst war der Weg gut machbar, ohne ein Gefühl von Unsicherheit. Trittsicherheit ist jedoch unbedingt erforderlich, denn die Klippen zum Meer sind teils extrem hoch.
Bei schlechtem Wetter, insbesondere starkem Regen oder kräftigem Wind, kann dieser Abschnitt gefährlich werden. In diesem Fall solltest du auf eine Route durchs Landesinnere ausweichen oder einen Pausentag einlegen.
Am Miradouro Boca do Risco erwartet dich einer der bekanntesten Ausblicke der Insel. Danach setzt du deine Wanderung auf der Vereda do Larano fort. Ein weiterer Aussichtspunkt bietet noch einmal spektakuläre Tiefblicke, bevor du schließlich die ersten Häuser von Porto da Cruz erkennst.
Kurz vor dem Etappenziel lohnen sich noch zwei zusätzliche Aussichtspunkte, die du entweder unterwegs oder am nächsten Tag beim Rückweg einplanen kannst:
Tipps für Porto da Cruz
Abendspaziergang entlang der Promenade
Besuch der Companhia dos Engenhos do Norte (traditionelle Rumdestillerie)
Übernachtungstipp: Ein Zimmer in Porto da Cruz oder die direkte Weiterreise zum Zeltplatz in Ribeiro Frio.
Aufgrund der langen Strecke und der schweißtreibenden Höhenmeter möchte ich dir an dieser Stelle gleich mein ultra leichtes Wanderzeug empfehlen:
Weiters möchte ich dir noch aufgrund der Gebirgs- und Dschungellandschaft, sowie der anspruchsvollen Bergpfade und der eventuellen Nässe, meine geliebten Salewa-Trekkingschuhe ans Herz legen:
• Salewa MS Raven 3 GTX (Verfügbar für Damen und Herren)
„Gib deiner Frau die richtigen Schuhe und sie kann die ganze Welt erobern." Zitat von Marilyn Monroe


Etappe 3: Porto da Cruz - Ribeiro Frio (20km und 1060hm)
Heute wanderst du entlang der Levadas, den traditionellen Wasserkanälen Madeiras, und tauchst dabei erstmals tief in den grünen „Dschungel“ der Insel ein.
Kehre zunächst zur Seilbahn zurück und nimm dort den Aufstieg zur Vereda das Funduras, der du bis nach Portelafolgst. Der Weg ist gut begehbar und technisch unkompliziert, ideal zum entspannten Ankommen im Landesinneren.
Hinweis: Auf dieser Etappe durchquerst du erstmals einen kurzen Tunnel.
In Portela solltest du unbedingt eine längere Pause einlegen. Dich erwartet eine schöne Aussichtsplattform mit weitem Blick über die Nordküste, ein ausgezeichnetes Steak-Restaurant sowie eine sehenswerte Gedenkskulptur direkt am Weg.
Anschließend beginnt ein echtes Highlight der Madeira-Inselüberquerung: die Wanderung entlang der Levada do Furado. Dieser Abschnitt ist landschaftlich außergewöhnlich schön und zugleich angenehm ruhig. Abgesehen vom leisen Plätschern des Wassers und dem Gesang der Vögel herrscht hier eine fast meditative Stille. Zahlreiche Aussichtspunkte liegen direkt am Weg, sodass sich immer wieder neue Perspektiven eröffnen – eine Aufzählung wäre hier kaum nötig.
Der Weg weist keine großen Schwierigkeiten auf, Trittsicherheit ist dennoch erforderlich. Die heikleren Stellen sind jedoch gut mit Geländern gesichert. Schließlich erreichst du das kleine Bergdorf Ribeiro Frio, idyllisch eingebettet in den Lorbeerwald. Vor Ort findest du einen kleinen, etwas versteckten Zeltplatz, ein Restaurant sowie feste Unterkünfte. Diese sind aufgrund der Beliebtheit der Madeira-Inselüberquerung allerdings häufig frühzeitig ausgebucht.
Tipps für Ribeiro Frio
Ausgiebiges Abendessen im Restaurant
Besichtigung des historischen Antiga Casa de Chá (Betreten nicht empfohlen)
Besuch des Ribeiro Frio Wasserfall
Viveiros de Trutas (Forellenzucht)
Besuch der kleinen Chapel im Ort
Abstecher zur Aussichtsplattform Miradouro dos Balcões bei Sonnenuntergang


Etappe 4: Ribeiro Frio - Pico Ruivo (21km und 1500hm)
Jetzt heißt es, Kraft zu sammeln für den Anstieg. Heute geht es für dich schweißtreibend stetig bergauf bis zum Pico do Arieiro und anschließend weiter entlang des Königswegs – dem wohl verrücktesten, aber auch schönsten Weg, den ich je gewandert bin – bis zum höchsten Gipfel Madeiras, dem Pico Ruivo.
Starte am besten früh nach einem ausgiebigen Frühstück und mache dann noch einen Abstecher zur Aussichtsplattform Miradouro dos Balcões. Besonders am Morgen, vor allem bei Nebel, herrscht dort eine ganz eigene, mystische Stimmung. Anschließend erwartet dich ein steiler, aber technisch nicht besonders schwieriger Anstieg.
Achtung: Bei Kilometer 41 des Treks gibt es eine kleine Wegeänderung. Der Aufstieg zur Hochebene verläuft nun auf einem zwar gleich langen, aber komplett anders geführten Weg. Dieser führt größtenteils entlang von Wildzäunen und ist gut ausgeschildert. Folge einfach den Wegmarkierungen und Hinweisen in Richtung Pico do Arieiro.
Nach einem großen, aussichtsreichen Plateau überquerst du die Straße und folgst der Vereda do Burro bis hinauf zum Pico do Arieiro auf 1.818 m. Dort kannst du neben dem Restaurant auch die Aussichtsplattformen Mirado do Juncal und Mirado do Tarm besuchen. Nimm dir hier unbedingt etwas Zeit und lege eine ausgiebige Pause ein – es gibt zahlreiche weitere spektakuläre Aussichtspunkte wie diesen Viewpoint mit beeindruckenden Blicken.
Der weitere Verlauf des Königsweg beinhaltet erneut viele Aussichtspunkte und landschaftliche Highlights, die ich nicht einzeln aufliste, da du direkt daran vorbei wanderst. Ich empfand den Königsweg technisch nicht als besonders schwierig, bei schlechtem Wetter solltest du jedoch unbedingt vorsichtig sein. Während meiner Wanderung habe ich selbst erlebt, wie rutschig die nassen Stufen sein können.
Deine Etappe endet schließlich am höchsten Berg Madeiras, dem Pico Ruivo. Dort stehen dir neben der Berghütte auch ein kleiner Campingplatz zur Verfügung.
Schutzhütte: Die Hütte trägt den Namen Casa de Abrigo do Pico Ruivo und ist unter folgendem Link zu finden: https://picoruivo.com/pt/
Tipp: Sollte der Zeltplatz voll sein, kannst du möglicherweise gegen eine kleine Gebühr dein Zelt auch direkt neben der Hütte aufschlagen. Während meiner Tour standen zahlreiche Zelte unmittelbar neben der Berghütte. Der Hüttenwirt war damals sehr entspannt, und ich vermute, dass das Zelten dort auch heute noch gegen eine kleine Gebühr möglich ist.
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Tipp: Der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang am Pico Ruivo waren einfach atemberaubend – eine wahre Sensation! Gänsehaut pur!
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Etappe 5: Pico Ruivo - Boca da Encumeada (21km und 1080hm)
Der grandiose Sonnenaufgang am Pico Ruivo hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In diesem fast schon spirituellen Moment spürte ich eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und ein Gefühl inneren Friedens. Ich hoffe, du wirst an diesem Kraftplatz ähnliche Erfahrungen machen.
Nun geht es für dich auf eine überwiegend leichtere Abstiegsroute, die jedoch immer wieder von kurzen Anstiegen und Abstiegen unterbrochen wird. Konditionell hat mich diese Etappe erneut stark gefordert. Diese Etappe ist – ähnlich wie der Königsweg – ein echtes Abenteuer. Der Weg ist charakteristisch ähnlich dem Königsweg vom Vortag und du passierst erneut zahlreiche Aussichtspunkte direkt am Trail. Zudem erwarten dich viele Stufen, die es stetig auf und ab zu bewältigen gilt – ein wirklich verrückter Weg. Am Nachmittag überraschte mich plötzlich ein heftiger Schauer, der die Wege und Stiegen extrem rutschig machte. Hier wurde mir klar, wie schnell sich die Bedingungen auf Madeira ändern können und warum Trittsicherheit essentiell ist. In Boca da Encumeada findest du neben mehreren Aussichtspunkten auch eine Snack-Bar, in der du kleine warme Speisen erhältst – der perfekte Ort für eine Pause, da er etwa auf halber Strecke liegt. Zusätzlich gibt es dort ein Restaurant mit einladender Terrasse und toller Aussicht.
Der weitere Weg folgt der Levada do Norte. Bereits nach kurzer Zeit erreichst du die ersten sehr langen Tunnel, die du durchqueren musst – ein echtes Abenteuer. Ich kenne kaum eine andere Wanderung mit derart beeindruckenden Tunnelpassagen. Wenn du jedoch unter Klaustrophobie leidest, solltest du diesen Abschnitt eventuell meiden.
Unterwegs bieten sich außerdem mehrere kleine Abstecher zu lohnenden Wasserfällen an, die du dir nicht entgehen lassen solltest.
Tipp: Wenn du am nächsten Tag in das Gebiet rund um den Risco-Wasserfall eintauchen möchtest, empfiehlt es sich, auf diesem Zeltplatz zu übernachten. Deine nächste Etappe nach Seixal fällt dann kürzer aus, und du hast genügend Zeit für ein weiteres absolutes Highlight der Insel. Mit einem zusätzlichen Tag kannst du das gesamte Gebiet rund um den Risco-Wasserfall weitläufig erkunden – sehr lohnenswert.
Da du dann bereits den Dschungel verlassen hast und es nur mehr wenig Schatten gibt und du auch dauerhaft den Bewegungen der Luft ausgesetzt bist, empfehle ich dir an dieser Stelle gleich meine geliebte Piz Buin Mountain Sonnencreme mit Lippenpflege LSF 50+, sowie meine ultra leichte Sonnenkappe und Windblocker.
„Die Sonne scheint auch hinter den Wolken." Zitat von Karl Friedrich Wilhelm Wander

Etappe 6: Boca da Encumeada - Seixal (15km und 160hm)
Heute erwarten dich, sofern du in Seixal übernachtest, nur wenige Kilometer und vergleichsweise wenige Höhenmeter. Du kannst dir daher gut überlegen, einen Abstecher zum Risco-Wasserfall und zur Lagoa das 25 Fontes einzuplanen – beides absolute Top-Highlights auf Madeira. Leider sind diese Orte auch entsprechend gut besucht, besonders zur Hauptzeit. Ich habe die Orte nach der Inselüberquerung im Anschluss besucht und sie als sehr gut besucht erlebt. Trotzdem waren sie sehenswert und einen Besuch wert.
Nutze für diesen Abstecher den Caminho dos Pessegueiros und anschließend die Verada do Fanal, die dich zu den 25 Fontes und weiter zum Risco Wasserfall führen. Danach setzt du deine Wanderung über die Verada da Terra Chã fort, bis du schließlich Seixal erreichst, wo deine Etappe endet. Dort hast du endlich wieder die Gelegenheit, deine Vorräte in einem richtigen Supermarkt aufzufüllen.
Tipps für Seixal
Tipp: Seixal besitzt einen der schönsten Strände der Insel. Der schwarze vulkanische Sand ist glänzend und außergewöhnlich weich. Das Dorf selbst ist extrem idyllisch – nimm dir Zeit, genieße die Atmosphäre und gönn dir hier bewusst eine Pause.
Vergiss bitte nicht einen Notfall-Biwak mitzunehmen. Er besteht aus einer Notfalldecke die kälteabweisend ist, einer Pfeife und einem Minikompass. Er sollte ohnehin bei jeder Wanderung im Rucksack sein.
Wie das alte schottische Sprichwort sagt: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!"

Etappe 7: Seixal - Porto Moniz (23km und 1580hm)
Jetzt heißt es erneut Zähne zusammenbeißen: Es geht wieder schweißtreibend bergauf, hinauf zu den Lorbeerbäumen am Fanal Pond – einem der nächsten großen Highlights auf Madeira. Der Aufstieg war für mich wieder konditionell fordernt, hatte aber einigermaßen gutes Wetter was es etwas leichter machte. Besonders eindrucksvoll ist dieser Ort bei Nebel, der bei mir glücklicherweise vorhanden war. Dann liegt eine geheimnisvolle, fast mystische Stimmung über der Landschaft, die du vielleicht von zahlreichen Instagram-Fotos kennst.
Am meisten begeistert hat mich der berühmte Hexenbaum. Du erreichst den Fanal-Wald über die wunderschöne Verada da Cavaca. Oben angekommen lohnt sich zunächst ein Abstecher zu einem Aussichtspunkt, bevor du in den Lorbeerwald eintauchst. Folge anschließend ein Stück der Vereda do Fanal und nimm dir Zeit, das gesamte Gebiet zu erkunden – es ist einfach traumhaft. Besonders empfehlenswert ist eine Runde um die Lagoa de Fanal.
Danach geht es weiter auf der Levada dos Cedros, die erneut mit ihrer ruhigen, ursprünglichen Atmosphäre überzeugt. Unterwegs passierst du mehrere kleine Wasserfälle. Nach einem weiteren Straßenüberqueren kannst du über einen kurzen Abstecher den Aussichtspunkt Curral Falso erreichen.
Achtung: Bei Kilometer 78 des Treks gibt es eine kleine Wegeänderung. Folge hier auf keinen Fall den niedergetrampelten Pfaden in Richtung Norden, sondern bleibe unbedingt auf dem offiziellen Weg, der nach links abknickt!
Achtung: Bei Kilometer 102 wartet eine weitere wichtige Wegeänderung. Nach dem letzten Anstieg umrundest du den Pico de Caldeiro und biegst anschließend auf einen sehr schmalen Trampelpfad nach rechts in Richtung Porto Moniz ab. Kurz darauf erreichst du eine kleine Steinhütte. Genau vor dieser Hütte biegst du nach rechts ab und folgst sofort links einem kleinen Regenlauf bis zu den Häusern.
In Ribeira da Janela solltest du dir unbedingt einen weiteren Aussichtspunkt gönnen. Auch ein kurzer Abstecher zur Küste lohnt sich sehr.
Tipps für Ribeira da Janela:
Nach einem letzten Anstieg geht es schließlich bergab in Richtung Porto Moniz. Vorher solltest du aber noch den Aussichtspunkt mit Blick auf die spektakulären Felsformationen mitnehmen. Porto Moniz ist die nordwestlichste Stadt Madeiras und vor allem für ihre beeindruckenden Naturschwimmbecken, umgeben von bizarren Lavafelsen, bekannt. Gehe zum westlichen Ende der Stadt und blicke so wie ich damals hinaus in die Weiten des Atlantiks. Du hast dann dein Ziel erreicht – herzlichen Glückwunsch! Wenn du es geschafft hast, hast du meinen vollen Respekt verdient. Es war keine leichte Reise, aber unvergesslich schön. Diese Tour ist meine absolute Lieblingstour!
Tipps für Porto Moniz:
Spaziergang bei Sonnenuntergang auf der Promenade
„Wer nicht wandert, hat die Welt noch nicht gesehen.“ Zitat von Christian Sommer, Gründer von HikingFex.com

Zur optimalen Vorbereitung auf deine Wanderungen empfehle ich dir die Workouts auf meinem YouTube-Kanal.
Beste Reisezeit für die Madeira Inselüberquerung
In Madeira gibt es oft einen Mix aus Sonne, Wind und Wolken. Die Temperaturen sind eigentlich immer so zwischen 18 und 30 Grad. Die beste Reisezeit für die Madeira-Inselüberquerung liegt in den Monaten Juni bis September.
Ganzjährig möglich
Grundsätzlich kannst du die Inselüberquerung das ganze Jahr über absolvieren. In den Wintermonaten kann jedoch in höheren Lagen Schnee liegen. Informiere dich daher vor dem Start unbedingt über die aktuellen Wetter- und Wegbedingungen.
Niederschlag und Wetter
Die niederschlagsärmsten Monate sind Juli und August. Auch der Mai und Juni sowie der September sind Regenarm und eignen sich gut zum Wandern, da die Temperaturen angenehm sind und die Wege meist gut begehbar bleiben.
Sprichwort aus Madeira. Komm in meinen Garten. Ich möchte, dass meine Rosen Dich kennen lernen. Richard B. Sheridan 1751 - 1816.
Klimadiagramm: Temperaturen und Niederschlag im Jahresverlauf
Das folgende Klimadiagramm zeigt die durchschnittlichen Temperaturen und die monatliche Niederschlagsmenge in Madeia. Die rote Linie stellt die mittleren Tageshöchsttemperaturen dar, während die blaue Linie die durchschnittlichen Nachttemperaturen zeigt. Die blauen Balken geben Auskunft über die Regenwahrscheinlichkeit bzw. die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Monat.
Gut erkennbar ist das mild-subtropische Klima Madeiras, das ganzjährig vergleichsweise stabile Temperaturen bietet. Die Sommer sind warm, aber meist nicht extrem heiß, mit angenehmen Tagestemperaturen zwischen 22 und 27 °C, während es in höheren Lagen und nachts spürbar kühler sein kann.
Niederschläge sind regional und saisonal sehr unterschiedlich verteilt: Während die Südküste oft trocken ist, treten in den Bergen und im Norden häufiger Regen, Nebel und hohe Luftfeuchtigkeit auf. Besonders im Herbst, Winter und Frühjahr kann es zu kurzfristigen Wetterumschwüngen kommen. Wetterfeste Ausrüstung ist daher auch auf Madeira empfehlenswert, insbesondere für Touren im Hochland und entlang der Levadas.

Weitere Informationen zur Madeira Inselüberquerung
In diesem Abschnitt findest du ergänzende Hinweise und praktische Details zur Madeira-Inselüberquerung. Dazu zählen kleinere, aber wichtige Informationen, die dir bei Planung, Vorbereitung und Durchführung der Tour helfen können.
Geld
Bankomat und Kreditkarte sind vielerorts möglich. Du solltest trotzdem genügend Bargeld auf deiner Reise mitnehmen. Auf der Berghütte am Pico Ruivo nehmen sie nur Bargeld.
Handyempfang
Ich hatte fast durchgehend Empfang, sogar mit LTE. Lediglich in den Bergen gibt es stellenweise einige Bereiche ohne Netzabdeckung.
Wasserversorgung
Wasser findest du entlang der Route leider nicht immer. Schau das dein Wasserbehälter immer gut gefüllt ist. Ich hatte meistens so um die 2,5 Liter mit. Das Wasser aus den Lavedas solltest du nicht trinken. Es handelt sich hier um Nutzwasser für die Landwirtschaft. Zeitweise gibt es auch Wasserfallbecken oder Brunnen am Weg. Einen Wasserfilter solltest du jedoch unbedingt verwenden. Das Wasser kann noch so klar sein, kann es trotzdem Verunreinigungen, etwa durch tierische Exkremente oder verendete Tiere enthalten. Du kannst das Wasser jedoch auch abkochen.
Wasser auf den Campingplätzen
Auf den Trekkingcamps selbst findest du kein Wasser. Auf der Route findest de es zwar auch nicht immer, dennoch gab es jedoch nie wirkliche Probleme an Wasser zu kommen. Im Gebirge war das Auffüllen an Wasserfällen möglich (Achtung: trotzdem Filter nutzen!). Ansonsten gibt es in jedem größeren Dorf einen Brunnen bzw. eine Nahversorgung. Manchmal gibt es auch bei Häusern einen Wasserhahn. Dank der freundlichen Bewohner durfte ich meinen Wasservorrat auffüllen. Trotzdem hab ich aber sicherheitshalber immer einen Wasserfilter verwendet.
Verpflegung auf der Madeira-Inselüberquerung
In den Städten Caniçal, Porto da Cruz, Machico, Seixal und Porto Moniz findest du Supermärkte, in denen du deine Vorräte auffüllen kannst. In Ribeiro Frio und Boca da Encumeada gibt es jeweils ein Restaurant, das sich ideal für eine warme Mahlzeit oder eine längere Pause eignet. Auf der Hütte am Pico Ruivo und Pico Areeiro werden kleine Snacks und Getränke angeboten – perfekt, um deine Energiereserven nach der Etappe wieder aufzufüllen.
Tiere oder Ungeziefer
Auf der Insel gibt es praktisch keine Schädlinge und sie ist frei von gefährlichen Insekten und Käfern. Beim Zeltaufbau gib jedoch acht. Ich hatte eine verdammt große Spinne im Unterholz. Es war ein kleiner Schreckmoment.

Packliste für die Madeira-Inselüberquerung
Hier stelle ich dir die wichtigste Wanderausrüstung vor, die ich persönlich besitze, ausgiebig getestet habe und auch selbst gekauft habe. Bei meiner Ausrüstung lege ich großen Wert auf das Gewicht, die Qualität und den Preis. Sie sollte sich bei längeren Touren komfortabel anfühlen und gleichzeitig leicht sein. Die Ausrüstung für Damen kann ich ebenfalls empfehlen, da meine Frau diese verwendet, und sie ist im Wesentlichen die gleiche wie die für Männer.
Achtung: Bitte beachte, dass die Wanderausrüstung allgemein gehalten ist und je nach Jahreszeit sowie individuellen Bedürfnissen angepasst werden sollte!
Kleidung
Wanderschuhe
Kurze Wanderhose
Lange Wanderhose
Funktionsshirt
Hybridjacke
Fleece-Jacke
Regenjacke
Funktionsunterwäsche
Wandersocken
Weitere Wanderausrüstung
• Isomatte
Wanderrucksack (ca. 60 Liter oder je nach Bedarf)
von EXPED - leider nicht auf Amazon verfügbar.
• Rucksack - Ospray (War mein alter und ist auch gut)
Technik und Orientierung
• Kompass
• ggfs. GPS-Gerät oder GPS-Uhr
• ggfs. Fernglas
Verpflegung
• Nahrung nach Bedarf
• Süßigkeiten zur Aufrechterhaltung der Moral :)
Gesundheit & Erste Hilfe
• Tape
• Klopapier
Sonstiges
• Pass/Versicherungsausweis
• Bargeld/Kreditkarte
• Gaskartusche
Filmische Ausrüstung
• Kamera
• Drohne
• Stativ

Madeira Inselüberquerung: GPX & Karte
Für die Planung und Navigation der Madeira-Inselüberquerung stelle ich eigene GPX-Tracks und Kartenmaterial auf bekannten Tourenportalen zur Verfügung. Die Routen basieren auf eigener Begehung und zeigen den typischen Verlauf der Inselüberquerung. Sie dienen als Orientierungshilfe bei der Tourenplanung.
GPX-Download & Karten:
Outdooractive – GPX-Track und Kartenansicht
Komoot – vollständige Route inkl. Höhenprofil https://www.komoot.de/tour/458722462?ref=wtd
Bergfex – Tourenübersicht mit GPX-Download
Die Nutzung der GPX-Tracks ersetzt keine eigenständige Navigation vor Ort. Abweichungen je nach Wetter, Wegzustand und individueller Routenwahl sind jederzeit möglich. Ich empfehle, die Daten offline zu speichern und zusätzlich Karte und eigenes Orientierungsvermögen einzuplanen.
GPX-Download – Madeira Inselüberquerung (109 km sportliche Variante)
Der bereitgestellte GPX-Track zeigt den Routenverlauf der sportlichen Variante deMadeira Inselüberquerung und kann direkt über den nachfolgenden Download-Button heruntergeladen werden.
Fernwanderwege Europa: 90 Routen, alle Länder
Zusätzlich findest du den Streckenverlauf (109 km Variante in 5 Tagen) der Madeira Inselüberquerung, der dir einen guten Überblick über die Route, die Etappenstruktur und die landschaftlichen Abschnitte gibt.

Sicherheit, Risiken & Eigenverantwortung
Die Madeira-Inselüberquerung ist kein durchgehend markierter Fernwanderweg. Einzelne Abschnitte verlaufen über schwach erkennbare Pfade, schmale Steige oder Off-Trail-Passagen, weshalb eine sichere, eigenständige Navigation im Gelände jederzeit erforderlich ist. Besonders im Inselinneren und in den Bergen können Nebel, Regen, Wind und hohe Luftfeuchtigkeit die Orientierung deutlich erschweren und den Anspruch einzelner Etappen erhöhen. Eine gute Karte, aktuelle GPS-Tracks sowie die Fähigkeit, diese Hilfsmittel sicher zu nutzen, sind daher unerlässlich. Weitere Sicherheitsbestimmungen findest du hier:
Zusätzlich führen abschüssiges Gelände, feuchte Böden, Levadas, Treppenpassagen und exponierte Wege dazu, dass sich die Wegverhältnisse kurzfristig ändern können. Langanhaltender Regen erhöht das Risiko von rutschigem Untergrund, eingeschränkter Sicht und schwierigen Querungen. Auch Tunnel, Abschnitte mit Steinschlaggefahr sowie schmale Levada-Passagen erfordern erhöhte Aufmerksamkeit. Beim Zelten ist zu beachten, dass geeignete Plätze stark wetterabhängig sind.
Internationaler Notruf
Wenn du in den Bergen oder beim wandern unterwegs bist, solltest du die wichtigste Notrufnummer kennen.
112 – Europaweiter Notruf (funktioniert in den meisten Ländern)
Für wen ist die Madeira Inselüberquerung geeignet?
Die Madeira-Inselüberquerung eignet sich in erster Linie für erfahrene Wanderer, die mit wechselnden Bedingungen, nicht vorhandenen Wegmarkierungen, längeren Etappen und selbstständiger Tourenentscheidung vertraut sind.
Sicherheitshinweis
Fernwanderwege und mehrtägige Trekkingtouren bergen grundsätzlich Risiken, insbesondere in gebirgigem, abgelegenem oder unübersichtlichem Gelände. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung, keine geführte Tour und keine professionelle Einschätzung durch zertifizierte Wanderführer. Jede Begehung erfolgt auf eigene Verantwortung.
Hinweis
Bitte beachte auch die Haftungshinweise, die Sicherheitshinweise, die FAQ-Nutzungshinweise zu den Guides, sowie die redaktionellen Richtlinien auf HikingFex.com.

FAQ – Madeira Inselüberquerung: Häufig gestellte Fragen
In diesem Abschnitt findest du Antworten auf die häufigsten Fragen zur Madeira-Inselüberquerung. Die FAQs helfen dir bei der Planung und klären wichtige Punkte rund um Route, Vorbereitung, Sicherheit und praktische Details.
Was ist die Madeira-Inselüberquerung?
Die Madeira-Inselüberquerung ist ein spektakulärer Fernwanderweg quer über Madeira. Auf rund 109 und rund 6.000 Höhenmetern erlebst du die gesamte Vielfalt der Insel: zerklüftete Vulkanlandschaften, Lorbeerwälder (UNESCO-Welterbe), schmale Levadas, imposante Wasserfälle, hohe Gipfel wie Pico Ruivo und Pico do Arieiro und traumhafte Küstenblicke. Die Tour kann in 5–7 Tagen absolviert werden, je nach Fitness und Etappenplanung.
Wie lang ist der Wanderweg und wie schwierig ist er?
Länge: 109 (68 Meilen)
Höhenmeter: 6.000 hm
Schwierigkeit: mittel - anspruchsvoll, je nach Bedingungen und Wetter
Anforderungen: Sehr gute Kondition, Schwindelfreiheit, Erfahrung im Bergwandern, sichere Navigation, robuste Ausrüstung
Wegbeschaffenheit: Wanderwege, Tunnel, schmale Pfade, Stiegen, Forststraßen, wenige weglosen Passagen, Straßen
Navigation: Offiziell nicht ausgeschildert, GPS oder Karte unbedingt erforderlich
Wie ist die beste Route / Etappenplanung?
Sportlich (5 Tage, 109 km):
Diese Einteilung eignet sich für sehr fitte und erfahrene Wanderer, die lange Tagesetappen gewohnt sind.
Etappe 1: Ponta de São Lourenço – Caniçal (13 km | 250 hm)
Etappe 2: Caniçal – Ribeiro Frio (25 km | 580 hm)
Etappe 3: Ribeiro Frio – Pico Ruivo (21 km | 1.500 hm)
Etappe 4: Pico Ruivo – Seixal (35 km | 1.200 hm)
Sehr lange Etappe, optional kürzbar über Boca da Encumeada
Etappe 5: Seixal – Porto Moniz (23 km | 1.580 hm)
Klassisch (7 Tage, 125 km):
Diese Variante ist ausgewogener, bietet mehr Flexibilität und ist für die meisten Wanderer die sinnvollere Wahl.
Etappe 1: Ponta de São Lourenço – Caniçal (13 km | 250 hm)
Etappe 2: Caniçal – Porto da Cruz (13 km | 580 hm)
Etappe 3: Porto da Cruz – Ribeiro Frio (20 km | 1.060 hm)
Etappe 4: Ribeiro Frio – Pico Ruivo (21 km | 1.500 hm)
Etappe 5: Pico Ruivo – Boca da Encumeada (21 km | 1.080 hm)
Etappe 6: Boca da Encumeada – Seixal (15 km | 160 hm)
Etappe 7: Seixal – Porto Moniz (23 km | 1.580 hm)
Anreise für die Madeira Inselüberquerung
Flug:
Zielflughafen: Funchal (Madeira Cristiano Ronaldo, FNC)
Skyscanner für günstige Flüge empfohlen
Bus:
Linienbus 113 bringt dich vom Flughafen direkt zum Kreisverkehr Ponta de São Lourenço (~30 Min)
OMIO-App zur Buchung von Tickets
Taxi:
Vom Flughafen direkt zum Startpunkt möglich, meist günstig
Zu Fuß:
Möglich, ca. 1 Tag extra einplanen
Route: Gehsteig neben Schnellstraße bis Kreisverkehr Caminho da Fonte do Seixo → Machico/Caniçal
Einkauf vor Start:
Supermarkt „Modelo Continente Machico“
Outdoor-Shops in Funchal
Wie gelange ich zum Startpunkt der Inselüberquerung?
Start empfohlen: Ponta de São Lourenço (Osten → Westen)
Alternative Richtung: Porto Moniz (Westen → Osten)
Flug: Funchal, Flughafen Madeira Cristiano Ronaldo (FNC)
Bus: Linie 113 vom Flughafen zum Kreisverkehr Ponta de São Lourenço (~30 min)
Taxi: Direkt vom Flughafen möglich
Fußweg: ca. 1–2 Stunden vom Flughafen zum Kreisverkehr
Verpflegung für die Madeira Inselüberquerung
Supermärkte: Caniçal, Porto da Cruz, Machico, Seixal, Porto Moniz
Restaurants: Ribeiro Frio, Boca da Encumeada, Pico Ruivo Berghütte & Restaurant am Pico do Arieiro
Selbstversorgung: Trekkingnahrung (Travellunch), Snacks, Energie-Gels
Wasser: Nicht aus Levadas trinken, Filter empfohlen, Wasser auffüllen an Brunnen, Wasserfallbecken oder freundlichen Bewohnern
Welche Unterkünfte gibt es entlang der Route?
Zeltplätze: Kostenlos oder kleine Gebühr, Anmeldung unter madeiracamping.com
Berghütte: Casa de Abrigo Pico Ruivo (Website)
Hotels/Gästehäuser: In Caniçal, Porto da Cruz, Ribeiro Frio, Seixal, Porto Moniz
Tipp: Mix aus Zelt und Unterkunft empfohlen, frühzeitig buchen
Wo kann ich unterwegs Verpflegung bekommen?
Supermärkte: Caniçal, Porto da Cruz, Machico, Seixal, Porto Moniz
Restaurants: Ribeiro Frio, Boca da Encumeada
Berghütte Pico Ruivo: Snacks und Getränke
Tipp: Immer Wasser dabei haben und ggf. Wasserfilter nutzen, da Wasser aus Levadas nicht trinkbar ist
Welche Ausrüstung sollte ich mitnehmen?
Kleidung:
Wanderschuhe (z. B. Salewa MS Raven 3 GTX)
Kurze und lange Wanderhosen
Funktionsshirts
Hybrid- und Fleecejacke
Regenjacke
Funktionsunterwäsche, Wandersocken
Ausrüstung:
Zelt (ultraleicht, z. B. Nemo 900 g)
Schlafsack, Isomatte, Hütten-Schlafsack
Notfall-Biwak (Decke, Pfeife, Mini-Kompass)
Wanderstöcke, Sonnenkappe, Sonnencreme, Sonnenbrille
Rucksack (ca. 60 l), Regenhülle
GPS-Gerät/Kartenmaterial/Kompass, Powerbank, Kopflampe
Verpflegung:
Trinksystem mind. 3 l, Snacks, Energie-Gel, Gaskocher
Erste Hilfe & Sicherheit:
Kleine Reiseapotheke, Blasenpflaster, Tape, Zeckenzange
Mini-Satellitentelefon (optional)
Wie ist das Wetter und die beste Reisezeit?
Temperaturen: 18–30 °C
Trockenste Monate: Juli & August
Beste Wanderzeit: April–Juni oder September–Oktober
Achtung: Wetter kann sehr schnell umschlagen, auch leichte Abschnitte können bei Nebel oder Regen gefährlich werden
Tipp: App wie Windy zur Wetterbeobachtung nutzen
Welche Highlights darf ich auf der Inselüberquerung nicht verpassen?
Pico Ruivo & Pico do Arieiro (höchster und zweithöchster Berg)
Lorbeerwald Fanal, Hexenbaum
Wasserfälle Risco & 25 Fontes
Levada do Furado und Levada dos Cedros
Steilküsten bei Caniçal und Porto da Cruz
Naturschwimmbecken in Porto Moniz
Aussichtspunkte: Miradouro dos Balcões, Miradouro Boca do Risco, Curral Falso, Ribeira da Janela
Wie finde ich mich auf der Route zurecht?
Ich stelle eigene GPX-Tracks zur Verfügung, die auf Basis eigener Begehung erstellt und auf Outdooractive, Komoot und Bergfex veröffentlicht sind.
Offiziell nicht markiert, GPS oder Karte Pflicht
Wander-Apps: Komoot, Outdooractive, Bergfex
Lokale Hinweise und Wegänderungen beachten (z. B. km 78 & 102)
Gibt es besondere Sicherheitshinweise?
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
Vorsicht bei Nebel, Regen oder Wind
Notfall-Biwak immer dabei haben
Wasser nicht direkt aus Levadas trinken
Bei Klaustrophobie: Tunnels auf der Levada do Norte vermeiden
Wie sind Handyempfang und Internet?
Meist LTE verfügbar, in Bergen stellenweise Funklöcher
GPS/Offline-Karten daher empfehlenswert
Welche Tiere oder Ungeziefer gibt es?
Kaum Schädlinge, keine gefährlichen Insekten
Im Unterholz gelegentlich Spinnen
Geld und Zahlungsmöglichkeiten
Viele Orte akzeptieren Kreditkarte oder Bankomat
Bargeld immer dabei haben (insbesondere Berghütte Pico Ruivo)
Wie viel Zeit sollte ich für die Madeira Inselüberquerung einplanen?
Sportlich: 5 Tage (ca. 109 km)
Genusswandern: 7 Tage (ca. 125 km)
Zusätzliche Zeit für Highlights wie Risco-Wasserfall einplanen
Gibt es Versicherungen für die Madeira Inselüberquerung?
Weltweit gültige Wander- & Trekkingversicherung empfohlen
Beispiel: Auras Insurance – 10 % Rabatt mit Code: HIKINGFEX
Was macht die Madeira-Inselüberquerung besonders?
Einzigartige Mischung aus Vulkanlandschaft, Levadas, Lorbeerwald, Küstenwegen und Bergpfaden
Atemberaubende Aussichtspunkte und Wasserfälle
Kombination aus Natur, Kultur, Komfort (Unterkünfte) und Abenteuer
Die Insel zeigt sich von ihrer ursprünglichsten Seite, mit Nebelstimmungen, Dschungelfeeling und traumhaften Sonnenauf- und -untergänge.

Die Entstehung der Madeira Inselüberquerung
Die Inselüberquerung wurde von HikingFex.com aus bestehenden Wander- und Levada-Pfaden zusammengestellt. Ziel war es, eine durchgehende Überquerung der gesamten Insel zu ermöglichen und dabei möglichst viele der landschaftlichen und kulturellen Highlights Madeiras zu erleben.
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Autor & Verantwortung
Dieser Guide wurde von HikingFex.com verfasst, basierend auf persönlicher Erfahrung, umfangreicher Recherche und regelmäßiger Aktualisierung. Alle Empfehlungen beruhen auf eigener Einschätzung.
Madeira-Inselüberquerung: Mein Fazit zum Fernwanderweg
Die Inselüberquerung mit einer Länge von rund 109 km (sportliche Variante) bzw. 125 km (klassisch mit Porto da Cruz) ist ein außergewöhnlicher Fernwanderweg, der unglaublich viel Abwechslung bietet. Er zeigt einen beeindruckenden Querschnitt der vielfältigen Landschaften Madeiras. Ich habe diese Tour selbst sehr genossen – für mich ist sie eine meiner absoluten Lieblingstouren. Die zerklüftete Vulkanlandschaft, durchzogen von Levadas, jahrhundertealten Bewässerungskanälen mit schmalen Pfaden, macht diese Inselüberquerung einzigartig. Ich wünsche dir eine schöne Zeit und viel Erfolg bei deiner Tour.
Mehr entdecken auf HikingFex.com
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Tour ist wie hier beschrieben nicht durchführbar!
Die wichtigsten Wanderwege dieser Tour PR 10, PR 1, PR 1.3 sind seit August 2024 (wegen Waldbränden) temporär oder teilweise sogar dauerhaft gesperrt!
Also Etappen 3, 4 und 5 sind offiziell gesperrt. Der PR 1 wird eventuell im April 2026 wieder geöffnet. Aber ohne PR 10 und 1.3 ist die Tour trotzdem nicht machbar.
https://ifcn.madeira.gov.pt/pt/atividades-de-natureza/percursos-pedestres-recomendados/percursos-pedestres-recomendados.html
Leider habe ich das erst jetzt mitbekommen, als ich mich mit der genauen Routenplanung beschäftigt habe. Nun habe ich die Unterkünfte aber keine Wege um dort hin zu kommen. :(
Ohne diese drei wichtigen Wege ist eine typische Inseldurchquerung zu Fuß fast unmöglich. Ich finde keine sinnvolle alternative Route.
Hallo! Ich finde die Beschreibung der Wanderung super!!!
Wir wollen jetzt mit einer Gruppe die Wanderung machen, haben jetzt aber zum einem gesehen dass die Zeltplätze und jetzt neu ab 2025, für ALLE Wanderwege 3€ genommen wird und man dementsprechend reservieren muss. Hatte da jemand Dieses Jahr schon erfahrungen gemacht dass es kurzfristig zu voll ist? Wir wissen ja nicht wie schnell wir vorankommen und dementsprechend wann was buchen.
Gibt es außerdem eine Beschreibung an welchem Tag welche Trails (PR1 Areeiro Trail, PR2,...) genommen werden, das würde ggf. das frühzeitige Buchen helfen.
Danke im Vorraus und Viele Grüße
Max
Hallo! Ich hab mich an dieser Beschreibung orientiert. Bin aber anders gegangen (zb direkt von Machico nach Ribeiro Frio und vpn dort direkt nach Achada do Teixeira.) Da man aber vom Pico Ruivo aus nicht nach Westen gehen kann (PR 1.3 gesperrt) bin ich dort nach Ilha abgestiegen und habe meine Weitwanderung beendet.
Ich bin von Ribeiro Frio direkt nach Achada do Teixeira am Fuße des Pico Ruivo gegangen, bin aber viel weiter südlichen nach Westen gegangen, als in dieser Alternativroute gezeigt. (Südlich vom Redondo vorbei. Vom CR24 über die Levada do Caldeirão verde - PR Joel Caminho para todos direkt nach Queimadas) Es waren knapp 20km und 7h Gehzeit. In Queimadas eine lange Pause machen, um für den letzten…
Super Tipps, Danke. Ergänzung zur Gas Besorgung: wir haben ein Gasaufsatz zum schrauben. Fündig geworden sind wir bei Leroy Merlin in Funchal (Baumarkt). Decathlon hat sie auch, aber war ausverkauft. Die Verkäuferinnen meinten die sind immer innerhalb weniger Tage weg weil die nur wenige bekommen. Sie haben auch Campingaz Flaschen, aber keine kleinen Aufsätze dafür. Bei Continente (Supermarkt) gab es kein Gas. Spart dem ein oder anderen hoffentlich viel Recherche die wir betreiben mussten.
Noch eine Info: von Porto Moniz kann man mit dem Bus nach Funchal fahren (2h, 2,60Euro) oder man laedt sich die Bolt-App herunter, mit der man guenstiger Taxis bcuhen kann.