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Tour du Mont Blanc – Ultimativer Guide mit Etappen, Hütten & Planungstipps

  • 20. Jan. 2023
  • 30 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Stunden

Die Tour du Mont Blanc ist ein beliebter Fernwanderweg, der das Mont Blanc-Massiv umrundet und durch Frankreich, Italien und die Schweiz führt. Mit einer Länge von etwa 170 Kilometern dauert die Wanderung in der Regel 7 bis 11 Tage. Erlebe einige der beeindruckendsten Landschaften der französischen, italienischen und schweizerischen Alpen und bestaune Europas "König der Berge" aus verschiedenen Perspektiven. In diesem umfassenden Guide findest du alle Informationen, die du für eine sorgfältige Planung benötigst. Ich stelle dir jede Etappe im Detail vor und zeige dir alle Hütten und Highlights, damit du nichts verpasst.

Tour du Mont Blanc

Inhaltsverzeichnis


Hinweis: Über das Inhaltsverzeichnis kannst du direkt zu allen relevanten Abschnitten dieses Guides springen.


Tour du Mont Blanc auf einen Blick

Länge: 165–170 km (102–106 Meilen)

Dauer: 7–11 Tage (klassisch 9–10 Tage)

Höhenmeter: rund 11.000 hm

Schwierigkeit: mittelschwer, je nach Bedingungen

Startpunkt: Les Houches oder Chamonix

Beste Reisezeit: Mitte Juni bis Mitte September

Wegmarkierung: Weitgehend gut markiert

Übernachtung: Hütten, Hotels, Pensionen, Campingplätze

Beste Richtung: gegen den Uhrzeigersinn wird häufig bevorzugt

Zielgruppe: Geeignet für konditionell gut vorbereitete Wanderer, die mehrtägige alpine Touren mit längeren Tagesetappen, vielen Höhenmetern und wechselnden Wetterbedingungen bewältigen können


Autor & Verantwortung: Dieser Guide wurde von Christian Sommer auf HikingFex.com erstellt und basiert auf einer eigenen Begehung der Tour du Mont Blanc sowie auf sorgfältig aufbereiteten Erfahrungswerten. Die beschriebenen Eindrücke, Einschätzungen und Hinweise sollen dich bei deiner Tourenplanung unterstützen.

Der Guide wird regelmäßig überprüft und aktualisiert.


Affiliate: Einige Links in diesem Guide sind Affiliate-Links. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Die Auswahl aller Inhalte erfolgt unabhängig und ohne Einfluss durch Partner.

Tour du Mont Blanc

Tour du Mont Blanc Anreise

Die Anreise zur Tour du Mont Blanc ist unkompliziert und gut planbar. Am einfachsten erreichst du den Trail per Flugzeug und setzt deine Reise zum Startpunkt anschließend bequem mit dem Bus oder Shuttleservice fort.


Typische Startpunkte auf der Tour du Mont Blanc

Bevor es losgeht, musst du dich entscheiden, in welche Richtung du die Tour du Mont Blanc wandern und wo du starten möchtest:

Optionen:

Meine Empfehlung: Starte in Les Houches beim offiziellen Startpunkt und wandere gegen den Uhrzeigersinn.


Mit dem Flugzeug

Am besten nimmst du einen Flug zu einem der Flughäfen, die in der Nähe des Ausgangspunktes liegen, wie z. B. dem Flughafen Genf (Schweiz), dem Flughafen Lyon-Saint Exupéry (Frankreich) oder dem Flughafen Turin (Italien). Meine Erfahrungen beziehen sich auf den Flughafen in Genf. Für die Suche nach günstigen Flügen kann ich dir Skyscanner sehr empfehlen – eine erstklassige App, die dir einen schnellen Überblick über die besten Flugangebote bietet. Hier findest du eine Übersicht aller relevanten Flughäfen für deine Anreise.


Mit dem Shuttlebus

Vom Genfer Flughafen fährt regelmäßig ein Shuttlebus nach Les Houches, dem offiziellen Startpunkt der Tour du Mont Blanc. Einige Verbindungen führen auch direkt nach Chamonix. Les Houches ist von Chamonix aus problemlos zu Fuß erreichbar.

Tickets kannst du entweder im Voraus online oder direkt im Flughafenfoyer an den zahlreichen Schaltern der Shuttledienste kaufen. Achte dabei auf Abfahrtszeiten und Feiertage, da der Fahrplan variieren kann. Die Fahrt dauert rund eine Stunde und ist in der Regel preiswert. Ich selbst habe mich bei meiner Anreise für den Shuttlebus entschieden – unkompliziert, zuverlässig und stressfrei nach einem Flug. Tickets erhältst du an den Verkaufsschaltern direkt beim Ausgang des Flughafens.


Mit dem Linienbus

Vom Flughafen Genf verkehren mehrmals täglich direkte Linienbusse nach Chamonix. Die Fahrt dauert rund zwei Stunden, dafür ist kein Umsteigen erforderlich. Zudem ist diese Verbindung in der Regel sehr günstig und besonders einfach für Selbstplaner. Für die Buchung von Bustickets kann ich dir die OMIO-App sehr empfehlen.



Ergänzend findest du hier mein Video zur Tour mit Eindrücken vom Weg, den Etappen und den Bedingungen vor Ort.


Tour du Mont Blanc Route

Bei der Tour du Mont Blanc musst du etwa 170 km und rund 11.000 Höhenmeter bewältigen. Der Route ist gut markiert und führt durch charmante Bergdörfer wie Les Houches, Courmayeur und Champex. Zu den Highlights der Route zählen der Grand Col Ferret, das Val Veny und der Blick vom Col de Balme auf den Mont Blanc. Ich habe die Tour in 7 Tagen abgeschlossen, was allerdings sehr sportlich ist. Für Genießer empfehle ich 9-10 Tage. Alle Varianten findest du im Unterpunkt "Etappen".


Wegmarkierung

Der Tour du Mont Blanc ist durchgehend sehr gut markiert. In Frankreich folgen die Markierungen meist den rot-weißen GR-Wegzeichen, in Italien und der Schweiz findest du zusätzlich gelbe Wanderwegweiser mit TMB-Hinweisen. An wichtigen Abzweigungen stehen häufig Schilder mit Entfernungs- oder Zeitangaben. Trotzdem empfiehlt es sich, eine GPX-Route oder eine Wanderkarte zur Navigation mitzunehmen, da Nebel oder schlechtes Wetter die Orientierung erschweren können.


Infrastruktur 

Dank der guten Infrastruktur, der Einkaufsmöglichkeiten und der Unterkünfte entlang des Weges lässt sich die Durchquerung dennoch flexibel planen und an deine individuellen Bedürfnisse anpassen. Im Notfall können Etappen fast immer mit dem Bus übersprungen werden. Das gibt dir zusätzliche Flexibilität, und du musst bei schlechtem Wetter nicht gleich die ganze Tour hinschmeißen.


Straßen 

Um den Trail zu absolvieren, sind unvermeidliche Strecken entlang von Straßen erforderlich, diese können jedoch durch Busfahrten umgangen werden. Im weiteren Verlauf des Artikels gehe ich darauf im Detail ein.


Tour du Mont Blanc Schwierigkeit

Der Weg verläuft größtenteils auf gut markierten Bergwegen und Pfaden – meist im Schwierigkeitsgrad T1 bis T2 und manchmal in T3 – mit alpinem Charakter und erfordert eine gute körperliche Verfassung sowie ausreichend Wandererfahrung. Trittsicherheit ist auf vielen Abschnitten erforderlich, da es stellenweise steilere, abschüssige oder schmale Passagen gibt. Es gibt einen kurzen ausgesetzten Abschnitt, der für mich – trotz meiner Höhenangst – gut machbar war. Daher kann ich das einigermaßen gut einschätzen. Den besagten Abschnitt findest du im Verlauf meines Artikels näher beschrieben, dort findest du auch ein Foto davon.

Das Wetter kann in dieser hochalpinen Region schnell umschlagen – Regen, Wind, Nebel oder auch Schnee in höheren Lagen sind selbst im Sommer möglich. Besonders an Pässen und Scharten können die Bedingungen rau sein.

Die Route führt zwar regelmäßig durch Dörfer, Berghütten und bewirtschaftete Almen, dennoch solltest du deine Etappen gut planen und ausreichend Wasser sowie Verpflegung mitnehmen. Einzelne Abschnitte können bei Nässe oder Restschnee deutlich anspruchsvoller werden.


Hinweis: Dieser Guide dient der Orientierung und Inspiration für deine Tourenplanung. Detaillierte Informationen zu Sicherheit, Risiken und Eigenverantwortung findest du im Abschnitt 👉 Sicherheit, Risiken & Eigenverantwortung.


Vergiss bitte nicht einen Notfall-Biwak mitzunehmen. Er besteht aus einer Notfalldecke die kälteabweisend ist, einer Pfeife und einem Minikompass. Er sollte ohnehin bei jeder Wanderung im Rucksack sein.

Wie das alte schottische Sprichwort sagt: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!"
Tour du mont blanc route

Tour du Mont Blanc Etappen

Die Tour du Mont Blanc Etappen sind flexibel gestaltbar und bieten eine abwechslungsreiche Streckenführung. Die Tagesdistanzen variieren zwischen 15 und 30 km, sodass du das Tempo an deine Kondition anpassen kannst. Bei einer 7-Etappen-Variante musst du täglich mit mindestens 20–30 km und 1.500–1.700 Höhenmetern rechnen. Für genussvolles Wandern empfehle ich die klassische 9-Etappen-Variante.


Tour du Mont Blanc in 7 tagen

Etappe 1: Les Houches / Chamonix – Chalet de Miage / Chalets du Truc

(18 km | 1400 hm | 7–8 h)

Etappe 2: Chalet de Miage / Chalets du Truc – Refuge Col du Bonhomme

(19 km | 1450 hm | 8–9 h)

Etappe 3: Refuge Col du Bonhomme – Rifugio Bertone / Rifugio Bonatti

(28 km | 1700 hm | 11–12 h)

Etappe 4: Rifugio Bertone / Rifugio Bonatti – Relais d’Arpette

(27 km | 1300 hm | 10–11 h)

Etappe 5: Relais d’Arpette – Refuge du Col de Balme

(21 km | 1900 hm | 9–10 h)

Etappe 6: Refuge du Col de Balme – Refuge du Lac Blanc / Refuge de la Flégère

(19 km | 1200 hm | 7–8 h)

Etappe 7: Refuge du Lac Blanc / Refuge de la Flégère – Les Houches / Chamonix

(24 km | 900 hm | 8–9 h)


Tour du Mont Blanc in 9 tagen

Etappe 1: Les Houches – Chalets du Truc

(16 km | 1350 hm | 6–7 h)

Etappe 2: Chalets du Truc – Refuge Bonhomme

(17 km | 1300 hm | 7–8 h)

Etappe 3: Refuge Bonhomme – Rifugio Elisabetta

(16 km | 920 hm | 6–7 h)

Etappe 4: Rifugio Elisabetta – Rifugio Bertone

(23 km | 1500 hm | 8–9 h)

Etappe 5: Rifugio Bertone – Refuge de la Peule

(21 km | 1020 hm | 7–8 h)

Etappe 6: Refuge de la Peule – Relais d’Arpette

(23 km | 620 hm | 6–7 h)

Etappe 7: Relais d’Arpette – Refuge du Col de Balme

(15 km | 1630 hm | 7–8 h)

Etappe 8: Refuge du Col de Balme – Refuge de la Flégère

(17 km | 1040 hm | 6–7 h)

Etappe 9: Refuge de la Flégère – Les Houches

(19 km | 720 hm | 6–7 h)


Tour du Mont Blanc in 10 tagen

Etappe 1: Les Houches – Chalets de Miage

(14 km | 1200 hm | 5-6 h)

Etappe 2: Chalets de Miage – Refuge Bonhomme

(17 km | 1300 hm | 7-8 h)

Etappe 3: Refuge Bonhomme – Rifugio Elisabetta

(16 km | 920 hm | 6–7 h)

Etappe 4: Rifugio Elisabetta – Rifugio Bertone

(23 km | 1500 hm | 8–9 h)

Etappe 5: Rifugio Bertone – Rifugio Elena

(18 km | 1150 hm | 7 h)

Etappe 6: Rifugio Elena – Cabane de la Léchère

(11 km | 400 hm | 4 h)

Etappe 7: Cabane de la Léchère – Relais d’Arpette

(16 km | 700 hm | 6 h)

Etappe 8: Relais d’Arpette – Refuge du Col de Balme

(18 km | 1000 hm | 7 h)

Etappe 9: Refuge du Col de Balme – Châlet de la Flégère

(17 km | 1350 hm | 8 h)

Etappe 10: Châlet de la Flégère – Les Houches

(16 km | 650 hm | 6 h)


Interaktive Karte mit allen Etappen

Damit du den Überblick behältst, findest du hier eine interaktive Karte mit allen Etappen der Tour du Mont Blanc – inklusive Start- und Zielpunkten sowie den wichtigsten Orten entlang der Route.

tour du mont blanc 7 tage

Tour du Mont Blanc Hütten

Die Tour du Mont Blanc bietet zahlreiche Hütten und Unterkünfte entlang der Route, die von einfachen Berghütten und Gaststätten bis hin zu komfortablen Hotels und charmanten Gästehäusern reichen. Du kannst zwischen rustikalen, aber gemütlichen Übernachtungen in Berghütten oder luxuriöseren Optionen wählen. Auch Zeltplätze bieten eine flexible und naturnahe Alternative. Nachfolgend findest du eine Liste mit allen mir bekannten Hütten, Unterkünften und Zeltplätzen auf der Tour du Mont Blanc. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass eine frühzeitige Buchung der Unterkünfte sehr empfehlenswert ist, da diese auf meiner Tour durchgehend restlos ausgebucht waren.


Hütten nach Etappen

Die Unterkünfte sind nach Etappen gegliedert und dienen als Orientierung für die Planung der Tagesabschnitte auf der Tour du Mont Blanc. Aufgeführt sind Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe des jeweiligen Etappenendes. Beachte bei deiner Planung, dass sich Weglängen und Höhenmeter je nach gewählter Unterkunft verändern können.


Hinweis: Die Kennzeichnung in Budget ($), Mittelklasse ($$) und Komfort ($$$) stellt eine Orientierung dar und kann je nach Saison und Verfügbarkeit variieren.


Startpunkt: Les Houches/Charmonix


Etappe 1:


Etappe 2:

Refuge Bonhomme + Campsite 


Etappe 3:

Cabane du Combal + Campsite


Etappe 4: Courmayor


Etappe 5:


Etappe 6: Champex-Lac

Relais d'Arpette + Campsite


Etappe 7:


Etappe 8:


Etappe 9: Les Houches/Charmonix

Tour du Mont blanc Unterkünfte
Tour du mont blanc hütten

Tour du Mont Blanc Guide

Der Winter hat begonnen, und damit startet vielleicht auch für dich gerade die jährliche Urlaubsplanung für die nächste Wandersaison. Für dich also die perfekte Gelegenheit, eine der schönsten Wanderungen Europas zu planen. Ein Abenteuer, das gleichzeitig vollsten Berggenuss und kulinarische Highlights aus drei Ländern vereint – von Baguette über Pizza bis hin zu Schweizer Käsefondue. Ich habe die Wanderung in 9 Tagen mit einem Mix aus Zelt, Hütte und Hotel absolviert. Ich werde diese Tour noch lange in Errinerung haben, sie ist einer der scönsten die ich je gelaufen bin. In diesem Guide stelle ich dir jede Etappe der Tour du Mont Blanc anhand meiner gewonnenen Eindrücke und Erfahrung im Detail vor. Meine Erfahrungen sind dabei so vielfältig wie die Wanderung selbst. Da heutzutage ohnehin die meisten nurmehr mit dem Smartphone navigieren, erspare ich dir ausführliche technische Wegbeschreibungen. Stattdessen lege ich den Fokus auf Geheimtipps, Schlüsselstellen sowie auf besondere Highlights unterwegs und am Ende jeder Etappe.


Etappe 1: Les Houches – Chalets du Truc

(16 km | 1350 hm | 6–7 h)

Die Aufbruchsstimmung im kleinen Ort Les Houches war sehr ergreifend. Überall begegnete ich Sportlern, Wanderern und Bergsteigern – oder besser gesagt einfach outdoorbegeisterten Menschen jeglicher Art. Ein großartiges Gefühl! Solltest du in Chamonix starten, ist es sogar noch lebhafter: Dort herrscht ein richtiger Trubel, immerhin gilt die Stadt als eine der Top-Wanderstädte weltweit. Ein wahres Eldorado für Wanderer und Bergsteiger. Der offizielle Startpunkt befindet sich jedoch in Les Houches, genau an jenem Punkt, den ich dir hier in der Karte verzeichnet habe.

Gekennzeichnet ist der Start auf einem kleinen Platz mit einem Torbogen, unter dem du hindurch gehen kannst. Er ist entsprechend beschildert und nicht zu übersehen. Nach einem kurzen Straßenstück durch Les Houches beginnt dein Abenteuer mit einer schweißtreibenden Wanderung bergauf durch den Wald bis zum Col de Voza und weiter Richtung Tête aux Vents. Wenn du Höhenmeter sparen möchtest, kannst du die Prarion Seilbahn nutzen, die auch im Sommer geöffnet ist. Ich habe mich natürlich für den Wanderweg entschieden.

Unterwegs nach oben genießt du einen ersten herrlichen Blick auf den Mont Blanc  und die umliegende Bergwelt. Außerdem kam ich an zwei Berghütten vorbei und habe dort mein erstes französisches Bier getrunken. Weiter geht es zum 1801 m hohen Bellevue, wo du die Möglichkeit für einen optionalen Abstecher zum 2115 m hohen Mont Lachat über einen T2-Bergweg hast. Folge anschließend der TMB weiter zum 2120 m hohen Col de Tricot, den du am höchsten Punkt überquerst. Optional kannst du vom Col de Tricot auch noch den 2299 m hohen Mont Vorassay über einen T2-Bergweg besuchen. Am Col de Tricot eröffnet sich dir erneut ein wunderschönes Panorama.

Anschließend geht es bergab – entweder zum Chalet de Miage oder ein Stück weiter zum Chalet du Truc. Neben dem Chalet de Miage steht zudem ein Campingplatz zur Verfügung.


Tipp für den Nachmittag

Spaziergang zur Cascade (Wasserfall)

Wanderung zum Mont Truc über einen T2-Bergweg.

Genieße einen wundervollen Abend in den Bergen mit netten Menschen, guten Geschichten und französischer Kulinarik.


Denk daran, deine Reise gut abzusichern – denn bei einem Sturz oder einer anderen typischen Wanderverletzung können schnell hohe Bergungskosten entstehen.

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Etappe 2: Chalets du Truc – Refuge Bonhomme

(17 km | 1300 hm | 6–7 h)

Nach einer anstrengenden ersten Etappe mit etlichen Abstechern und vielen Höhenmetern ging ich früh ins Bett und erholte mich überraschend gut. In der Nacht weckte mich jedoch einmal ein heftiges Gewitter auf. Nach einem herzhaften Frühstück startete für mich anschließend der zweite Tag auf der Tour du Mont Blanc.

Du beginnst mit einem Abstieg nach Les Contamines-Montjoie, wo es neben ein paar Restaurants auch einige Supermärkte gibt. Die Versorgung ist dort gut – neben Lebensmitteln bekommst du auch Alltagsartikel wie Sonnencreme und andere Kleinigkeiten. Am Hauptplatz kannst du zudem die Église de la Sainte-Trinité besuchen.

Von dort geht es weiter am Ufer des „Bon Nant“ auf einem sehr schönen Weg durch das Tal. Entlang des Weges erwarten dich zahlreiche Aussichtspunkte und Wasserfälle, sobald du tiefer in das Wandergebiet eintauchst. Dort kannst du auch die Notre Dame de la Gorge besuchen, welche fast direkt am Weg liegt. Von dort führt ein Weg zur versteckten Sainte-Kapelle, die zwar klein ist, aber aufgrund ihrer Lage (am Felsen erbaut) durchaus sehenswert ist. Hier kannst du Kraft sammeln für den nächsten Anstieg.

Vorher kommst du noch an einem großen Highlight direkt vorbei – der Brücke über den „Bon Nant“. Gleich darauf folgt ein Refuge und eine Berghütte, wo sich etwa auf der halben Wegstrecke eine Mittagspause anbietet. Von dort kannst du einen kleinen optionalen Abstecher zur Cascade de la combe noire unternehmen.

Auf dem weiteren Anstieg gibt es einen Zeltplatz, ein weiteres Refuge sowie einige Wasserstellen zum Auffüllen deiner Wasserbehälter. Schließlich erreichst du auf dem höchsten Punkt, auf 2329 m, den Col du Bonhomme – eine Scharte mit tollen Ausblicken. Bei mir ist kurz nach dem Erreichen Hochnebel aufgezogen, doch mit etwas Glück konnte ich die Aussicht vorher noch genießen. Der weitere Weg durch den intensiven Nebel war anspruchsvoll, allerdings ist der Weg gut markiert, was vieles erleichtert.

Nach einem schroffen, sehr steinigen Bergweg erreichst du schließlich die abenteuerlich gelegene Berghütte Refuge du Col de la Croix du Bonhomme. Die Hütte ist schön, aber einfach ausgestattet, und es gab dort sehr gutes Essen. Ein WC steht außen zur Verfügung. In der Nähe des Refuges, auf 2.479 Metern, markieren im Halbkreis angeordnete Steine die Plätze für Zelte.

Eine letzte Nacht in Frankreich geht hier zu Ende, ehe es dich morgen weiter nach Italien zieht.


Tipp: Mutige können noch ein Stück der Crête des Gittes erkunden – eine Gradwanderung im Schwierigkeitsgrad T3. Am besten jedoch ohne schweres Gepäck und nur bei stabilem Wetter.


Tipp: Der Sonnenuntergang an dieser Stelle ist eine wahre Sensation – Gänsehaut garantiert!


Da es fast auf der gesamten "Tour du Mont Blanc" praktisch keinen Schatten gibt und du zudem den ganzen Tag den Bewegungen der Luft ausgesetzt bist, möchte ich dir an dieser Stelle gleich meine geliebte Piz Buin Mountain Sonnencreme, meine ultra leichte Sonnenkappe und meinen leichten Windblocker empfehlen.

„Die Sonne scheint auch hinter den Wolken." Zitat von Karl Friedrich Wilhelm Wander
Tour du mont blanc

Etappe 3: Refuge Bonhomme – Rifugio Elisabetta

(16 km | 920 hm | 6–7 h)

Wenn du – so wie ich – einen fulminanten Sonnenaufgang erleben möchtest, mache dich frühzeitig auf den Weg zum Col des Fours auf etwa 2650 hm. Natürlich nur, wenn das Wetter es zulässt. Es handelt sich hier um die Überquerung einer hochgelegenen Scharte, in der auch im Sommer noch Schnee liegen kann. Ausgewiesen ist der gesamte Weg mit der Schwierigkeit T2.

Die Scharte ist am Morgen oft vereist, also sei beim Wandern besonders vorsichtig. Oben angekommen eröffnet sich dir eine schöne Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Vom Refuge steht auch ein alternativer Weg der TMB zur Verfügung, den ich dir hier in der Karte eingezeichnet habe. Für mein Empfinden ist der Weg über die Scharte jedoch deutlich schöner.

Von der Scharte führt die Route hinab zum Chalet-Refuge des Mottets. Für mein subjektives Empfinden war der Weg hinab nicht schwer und hatte keine ausgesetzten Abschnitte. Es waren jedoch viele Kühe unterwegs, auf die du achten musst. Insbesondere wenn Kühe ihre Kälber beschützen möchten, können sie aggressiv reagieren. Unterwegs passierst du ein kleines Drei-Häuser-Dorf und einen Bauernhof. Ein besonderes Highlight ist dort die Kulinarik – der hausgemachte Käse und die Salami sind sehr zu empfehlen. Ein Stück weiter befindet sich das Refuge des Mottets, wo du vor dem letzten Anstieg noch eine Pause einlegen kannst. Die Verpflegung dort ist sehr gut. Danach folgt ein etwa 600 hm langer Anstieg bis zum Col de la Seigne, einer Scharte, an der ein Grenzstein steht und du zum ersten Mal die Grenze nach Italien überquerst. Ich kann mich noch genau erinnern, welch tolles Gefühl das war, diesen Punkt zu erreichen. Dann öffnet sich der Blick über den Pass nach Italien: eine karge Berglandschaft mit grünen Hängen, die dennoch unglaublich schön ist.

Nach einem kurzen Abstieg kommst du am La Casermetta, einem kleinen Museum, vorbei. Ein wenig später erreichst du das Refugio Elisabetta. Alternativ kannst du auch noch ein kleines Stück weiter zum Cabane du Combal wandern und dort deine Nacht verbringen.

Anmerkung: Der Hüttenwirt informierte mich, dass Zelten hier nicht möglich sei – Italien ist in dieser Hinsicht leider sehr streng. Schade!


Weiters möchte ich dir noch aufgrund der anspruchsvollen Wanderwege (bei schlechtem Wetter) meine geliebten Salewa-Trekkingschuhe ans Herz legen:

Salewa MS Raven 3 GTX (Verfügbar für Damen und Herren)

„Gib deiner Frau die richtigen Schuhe und sie kann die ganze Welt erobern." Zitat von Marilyn Monroe
Tour du mont blanc in 7 tagen

Etappe 4: Rifugio Elisabetta – Rifugio Bertone

(23 km | 1500 hm | 8–9 h)

Starte am besten wieder früh in den Tag – idealerweise nach einem herzhaften italienischen Frühstück mit einem typischen italienischen Espresso, der auf der Berghütte im Rifugio Elisabetta angeboten wird. Vor dem ersten Anstieg bei der Cabane du Combal hast du die Möglichkeit, einen kurzen Abstecher zum Lago del Miage zu machen. Von dort bietet sich ein beeindruckender Aussichtspunkt auf den Miage Glacier. Ansonsten erwartet dich bereits nach kurzer Gehzeit ein Aufstieg zu einem sehr schönen 360-Grad-Panoramaweg. Bei schlechtem Wetter kannst du auch im Tal weiter wandern. Auf dem Panoramaweg erwarten dich zahlreiche Aussichtpunkte. Besonders schön fand ich den Bergsee Lago di Vesses.

Ein wenig später tauchst du dann in ein Skigebiet ein, wo du mehrere Seilbahnen vorfindest. Optional kannst du den kleinen Lago Chécrouit umrunden. Im Anschluss kommst du am Refuge Maison Vieille vorbei, wo sich eine Mittagspause anbietet. Ein kleines Stück weiter befindet sich auch schon das nächste Refuge. Danach folgt der Abstieg ins idyllische Courmayeur, eingebettet in die umliegende Bergwelt.

Courmayeur (Wikipedia) hat einen besonderen Charme: kleine Gassen, alte Steinhäuser und eine Mischung aus bäuerlicher Tradition und alpinem Bergsteigerflair. Beim Durchgehen des Ortes hatte ich sofort das Gefühl, in einer klassischen italienischen Bergstadt angekommen zu sein. Dort stehen dir unglaublich viele Unterkünfte zur Verfügung. Viele Wanderer auf meinem Weg nutzten Courmayeur für zwei bis drei zusätzliche Tage, um zu entspannen und die umliegende Bergwelt weiter zu erkunden, bevor sie die TMB fortführten.


Tipps für Courmayeur


Im idyllischen Dorf Courmayeur kannst du deine Vorräte auffüllen und dir eine echte, original italienische Pizza gönnen. Nimm dir auch Zeit, um Courmayeur zu erkunden und Kraft für den nächsten Anstieg zu sammeln.

Der weitere Weg führt dich durch einen Zickzack-Weg im Wald stetig bergauf, auf dem du zahlreiche Aussichtspunkte vorfindest, bis du das auf etwa 2000 Höhenmetern gelegene Rifugio Bertone erreichst. Achte darauf, genügend Wasser mitzunehmen, denn mir wurde mitgeteilt, dass im Sommer auf den Berghütten in Italien oft Wasserknappheit besteht.

Dein Weg führt anschließend weiter zum Rifugio Walter Bonatti, wo deine Etappe schließlich endet.


Hinweis: Über den kleinen Ort Trappa und den 2435 m hohen Col Sapin verläuft eine alternative Route der TMB. Diese Variante ist ebenfalls sehr reizvoll, bietet jedoch weniger beeindruckende Ausblicke auf das Mont-Blanc-Massiv.


Etappe 5: Rifugio Bertone – Refuge de la Peule

(21 km | 1020 hm | 7–8 h)

Schon früh am Morgen begrüßte mich der blaue Himmel und ich freute mich auf den bevorstehenden Wandertag – zum letzten Mal in Italien, denn meine nächste Nacht verbrachte ich bereits in der Schweiz. Ich hoffe, du hast auf deiner Tour ebenfalls so viel Glück mit dem Wetter.

Es erwartet dich ein angenehmer Höhenweg mit mehreren Anstiegen. Unterwegs kommst du am Refugio Walter Bonatti vorbei, das nach dem berühmten Bergsteiger Walter Bonatti (einer der bekanntesten überhaupt) benannt ist, der heute auf einem Friedhof in Porto Venere an der Cinque Terre begraben liegt. Nach einem Abstieg erreichst du das Chalet Val Ferret, wo sich etwa auf halber Strecke eine gemütliche Mittagspause anbietet.

Als Nächstes führt dich der Weg wieder über einen Höhenweg am Rifugio Elena vorbei. Gleich anschließend folgt ein steiler Anstieg mit schönem Ausblick hinauf bis zur Schweizer Grenze am Grand Col Ferret Pass, wo wieder ein Grenzstein auf dich wartet. Als ich ihn erreicht hatte, war das wieder ein ganz besonderes Gefühl. Der erste Blick hinüber in die Schweiz war überwältigend.

Nun heißt es: Grazie Italia, è stato molto bello (Danke Italien, es war sehr schön).

Optional kannst du vorher noch über einen T2-Bergweg auf den 2714 m hohen Tête de Ferret aufsteigen. Anschließend folgt der Abstieg bis zum Alpage de la Peule.

Genieße am Abend die besondere Schweizer Kulinarik, mit extra viel Käse, in dieser von Bergen umgebenen Berghütte – ein perfekter Ort, um den langen Wandertag gemütlich ausklingen zu lassen.


Hinweis: Auf halbem Weg hatte mich ein Gewitter überrascht. Eine Sekunde lag zwischen Blitz und Donner. Zum Glück wurde der Abstand zwischen Blitz und Donner jedoch wieder größer – das Gewitter drehte also ab. Gewitter können vor allem in den Bergen gefährlich werden. Beachte daher unbedingt die Grundregeln für das richtige Verhalten bei Gewitter.

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Etappe 6: Refuge de la Peule – Relais d’Arpette

(23 km | 620 hm | 6–7 h)

Gleich zu Beginn stehen direkt beim Refuge de la Peule zwei Wegvarianten zur Verfügung. Der Normalweg, der einem Höhenweg gleicht, führt dich bis kurz vor La Fouly. Die alternative Variante, die besonders bei schlechtem Wetter empfehlenswert ist, führt direkt hinunter auf die Straße.

In La Fouly gibt es wieder einen kleinen Supermarkt. Danach folgst du einem sehr langen Weg entlang der Dranse de Ferret. Auf dem Weg durchquerst du kleine Orte wie Praz-de-Fort. Kurz nach dem kleinen Ort Issert folgt ein Aufstieg zum Champex-Lac, wo ich damals eine längere Pause eingelegt und den See umrundet habe. Sehr zu empfehlen für eine ausgedehnte Pause, da der Ort wirklich schön ist. Außerdem gibt es dort mehrere Einkehrmöglichkeiten.


Tipps für Champex

Anschließend geht es weiter am Campingplatz vorbei und hinauf zum Relais d’Arpette, wo neben der Berghütte auch ein Zeltplatz zur Verfügung steht. Die Berghütte ist sehr gut ausgestattet und gleicht fast einem kleinen Hotel, hat ihren ursprünglichen Charme jedoch nicht verloren.


Tipp: Der Tour du Mont Blanc gehört zu den schönsten Fernwanderwegen Europas.

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Etappe 7: Relais d’Arpette – Refuge du Col de Balme

(15 km | 1630 hm | 7–8 h)

Bei gutem Wetter ist eine Überschreitung des Gebirgspasses Fenêtre d'Arpette über einen T3-Bergweg sehr empfehlenswert. Du tauchst dabei in das Wandergebiet Val d'Arpette ein. Die Überquerung ist jedoch nur bei wirklich gutem Wetter zu empfehlen, da du beim Aufstieg große Felsen überqueren musst und dabei auch etwas deine Hände einsetzen musst. Ich empfand den Weg bei gutem Wetter für mein Empfinden nicht allzu schwer, er ist jedoch konditionell – vor allem mit schwerem Gepäck – fordernd.

Bei schlechtem Wetter und vor allem bei Nässe können die großen Felsbrocken, über die du aufsteigen musst, sehr rutschig werden. Gerade mit schwerem Gepäck kann das lebensgefährlich sein. Am Fenêtre d'Arpette hast du eine schöne Aussicht auf die umliegende Bergwelt sowie auf den Glacier du Trient und die Aiguille du Tour.

Ansonsten empfehle ich daher ausdrücklich, besser die alternative Route über das Alpage de Plan zu wählen. Beachte allerdings, dass auch diese Route den Charakter eines Höhenwegs auf etwa 1900 m aufweist. Bei schlechtem Wetter kannst du auch den Bus über Martigny nehmen und die Etappe überspringen.

Die Wege führen anschließend wieder bei La Buvette du Glacier zusammen. Danach folgt ein massiver Anstieg über einen abenteuerlichen Weg hinauf zur französischen Grenze. Der Weg ist stellenweise recht spannend und du begegnest dort einer der wenigen ausgesetzten Stellen auf dem TMB in diesem Bereich. Ein Foto davon findest du unterhalb dieses Absatzes.

Ich leide selbst unter Höhenangst, konnte mit dieser Stelle jedoch einigermaßen gut umgehen, da auch ein Seil zur Sicherung vorhanden war.

Danach folgt wieder ein schöner Höhenweg bis zum Refuge du Col de Balme, das direkt an der Grenze liegt. Die Aussicht dort ist atemberaubend. Ich hatte die Stelle jedoch auch als äußerst windig in Erinnerung. Der Hüttenwirt wies mich darauf hin, dass Zelten nicht direkt neben der Hütte möglich ist, jedoch auf einem schönen Platz etwa 50 m von der Hütte entfernt problemlos und ohne weitere Kosten möglich sei. In der Schweiz ist man da deutlich entspannter als in Italien.


Tipp: Absolut empfehlenswert ist eine Tour zum nahegelegenen Croix de Fer über einen T3-Bergweg (nur ohne schwere Ausrüstung empfohlen). Du wanderst entlang eines Grats mit unglaublichen Ausblicken auf die umliegende Bergwelt. Der Weg ist ausgesetzt, weshalb es mir sehr schwerfiel, ihn zu gehen – ich habe mich letztlich unter großem Stress trotzdem überwunden.


Deutlich einfacher ist ein Aufstieg zum nahegelegenen L'Arolette, welcher über einen T2-Bergweg erreichbar ist.


Genieße einen letzten Abend in der Schweiz, bevor du am nächsten Morgen die Grenze direkt vor der Haustüre der Berghütte überquerst.

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Etappe 8: Refuge du Col de Balme – Refuge de la Flégère

(17 km | 1040 hm | 6–7 h)

Der Spruch „Das Beste kommt zum Schluss“ trifft hier für mich voll und ganz zu. Dieser Abschnitt war für mich der schönste der gesamten Tour. Ich hoffe, du hast genauso gutes Wetter wie ich.

Der heutige Weg führt abenteuerlich über einen Grat entlang bis ins Tal. Ich hoffe, du hast dabei – so wie ich damals – gutes Wetter, denn die Ausblicke sind gigantisch. Neben zahlreichen Gipfeln siehst du endlich wieder den Mont Blanc und die umliegenden Gletscher. Durchquere das kleine Skigebiet kurz nach der Berghütte und folge dem Weg bis zum Aussichtspunkt Aiguillette des Posettes und anschließend weiter hinunter ins Tal zum Dorf Argentière, wo eine gute Versorgung sowie ein Supermarkt zur Verfügung stehen. Ich habe dort damals eine Mittagspause eingelegt, da das Dorf ungefähr auf der halben Wegstrecke liegt.

Danach teilt sich der TMB wieder in zwei Varianten auf. Der Normalweg führt an der bekannten Felsnadel Aiguillette de Argentiere (1.893 m) vorbei, wo du auch einige Leitern überwinden musst. Die zweite Variante führt deutlich höher am kleinen See Étang du Golliet vorbei.

Beide Wege sind mit der Schwierigkeit T2 versehen.

Ich habe mich bei meiner Tour für den Normalweg an der Felsnadel vorbei entschieden, da ich diese unbedingt sehen wollte. Im Anschluss folgt wahrscheinlich eines der größten Highlights der gesamten Route: die Lacs de Chéserys, die du sicher von vielen Instagram-Fotos kennst und die ein echter Hotspot für Fotografen sind.


Tipp: Ich empfehle bei gutem Wetter den Sonnenaufgang bei den Lacs de Chéserys.

Deine Etappe endet schließlich im Refuge du Lac Blanc oder im Refuge de la Flégère – klassische Berghütten mit guter Verpflegung und beeindruckender Aussicht.


Tipp: Bevor der Abend anbricht, kann ich eine Wanderung am Lac Blanc T3 und in der Umgebung sehr empfehlen.

Panorama am Lacs de Chéserys auf der Tour du mont blanc

Etappe 9: Refuge de la Flégère – Les Houches

(19 km | 720 hm | 6–7 h)

Ich habe einen unglaublichen Sonnenaufgang bei den Lacs de Chéserys erlebt und dabei tolle Drohnenaufnahmen gemacht. Allerdings war selbst beim Sonnenaufgang schon einiges los. Auch andere Fotografen und Drohnenpiloten waren unterwegs und verrichteten ihre Arbeit. Ich habe jedoch im Refuge du Lac Blanc übernachtet. Von dort aus war mein Weg in der Dunkelheit zu den Lacs de Chéserys nicht sehr weit.

Anschließend freute ich mich auf die letzte Etappe der legendären TMB. Du folgst dem Weg ohne viele Möglichkeiten für Abstecher oder weitere Highlights bis zum hoch gelegenen Col du Brevent, einer Scharte auf 2368 m, die du über einen T2-Bergweg erreichst und wo dich ein wunderschönes Panorama erwartet. Kurz danach erreichst du den Gipfel des Le Brevent auf 2525 m, wo ein Restaurant mit Panoramablick auf dich wartet. Dort würde ich dir eine ausgiebige Mittagspause empfehlen, bevor du den Abstieg ins Tal in Angriff nimmst.

Anschließend folgst du dem Weg talwärts bis zum Refuge de Bellachat und weiter bis nach Les Houches zum Zielpunkt, wo du vor exakt 9 Tagen unter dem Torbogen hindurchgegangen bist und deine Tour du Mont Blanc begonnen hat.

Wenn du es geschafft hast: Herzlichen Glückwunsch – du hast meinen vollen Respekt! Diese Tour ist konditionell fordernd, dafür aber unglaublich schön. Ich werde die Tour mein Leben lang nicht vergessen und vielleicht in ein paar Jahren nochmal gemeinsam mit meinem Sohn erleben.

„Wer nicht wandert, hat die Welt noch nicht gesehen." Zitat von Christian Sommer, Gründer von HikingFex.com
tour du mont blanc Erfahrungsberichte

Tour du Mont Blanc Zelten

Auf der Tour du Mont Blanc kannst du in ausgewiesenen Campingplätzen zelten, die entlang der Route verteilt sind. Zelten ist jedoch nur bei Hütten in der Schweiz und Frankreich nach Absprache mit dem Hüttenwirt möglich. Informiere dich vorab über die lokalen Regelungen.


Campingplätze auf der TMB:

Camping Les Arolles (Chamonix, Frankreich)

Camping de la Mer de Glace (Les Houches, Frankreich) Camping des Glaciers (Les Contamines-Montjoie, Frankreich)

Camping La Fouly (La Fouly, Schweiz)

Camping Le Grand Champ (Courmayeur, Italien)


Wildcampen: Gelegentlich kannst du in der Nähe von Berghütten im Zelt übernachten – allerdings nur mit der Zustimmung des Hüttenwirts. In Italien ist das Wildcampen jedoch strikt verboten. In Courmayeur und Chamonix gibt es zudem luxuriöse Hotels, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Ich habe häufig nachgefragt, und es war fast immer möglich, neben der Berghütte mein Zelt aufschlagen zu dürfen.


Les Houches/Chamonix Tag 1: Die günstigste Unterkunft findest du auf dem Campingplatz in Les Houches, der sich etwa zwischen Les Houches und Chamonix befindet.

Tour du Mont blanc Zelten
Blick aus meinem 1000 Sterne Hotel!

Zur optimalen Vorbereitung auf deine Wanderungen empfehle ich dir die Workouts auf meinem YouTube-Kanal.


Tour du Mont Blanc Beste Zeit

Die beste Reisezeit für eine Tour um den Mont Blanc liegt in der Regel zwischen Juni und September. In diesen Monaten sind die Wetterbedingungen meist am stabilsten und die meisten Berghütten entlang der Route geöffnet. Auch die Schneeschmelze ist zu dieser Zeit weitgehend abgeschlossen, wodurch das Wandern auf den Pässen deutlich sicherer wird.


Wettervorhersage mit der Windy-App

Die Wettervorhersage in der Windy-App beachten.


Tour du Mont Blanc im Herbst

Der September gilt für viele als eine der schönsten Zeiten für den Tour du Mont Blanc. Die Hauptsaison klingt langsam aus, die Wege werden ruhiger und die Berglandschaft färbt sich langsam in herbstliche Töne. Ich habe diese Jahreszeit selbst als besonders angenehm erlebt, weil man die gewaltige Landschaft oft deutlich entspannter genießen kann. Das Wetter kann allerdings wechselhafter werden und die Temperaturen sinken spürbar, vor allem in höheren Lagen.


Weniger Niederschlag

Statistisch gilt der September als der stabilste Monate mit den besten Wetterbedingungen. Dennoch kann sich das Wetter im Hochgebirge jederzeit schnell ändern. Eine gute Vorbereitung sowie wetterfeste Ausrüstung sind daher für jede Jahreszeit am TMB empfehlenswert.


Klimadiagramm: Temperaturen und Niederschlag

Das folgende Klimadiagramm zeigt die durchschnittlichen Temperaturen und Niederschläge im Mont-Blanc-Gebiet. Die rote Linie stellt die mittleren Tageshöchsttemperaturen dar, während die blaue Linie die durchschnittlichen Nachttemperaturen zeigt. Die Balken geben Auskunft über die monatliche Niederschlagsmenge.

Typisch für die Region sind milde Sommer in den Tälern und deutlich kühlere Temperaturen in den höheren Passlagen. Auch im Hochsommer kann es auf über 2000 m schnell frisch werden – warme Kleidung und zuverlässiger Wetterschutz gehören daher immer ins Gepäck.

Klimadiagramm mit Temperaturen und Niederschlag auf der Tour du Mont Blanc

Tour du Mont Banc im Winter

Für eine Wintertour empfehle ich dringend, einen erfahrenen lokalen Guide Bergführer zu engagieren. Eine Begehung außerhalb der Saison ist nur für absolut erfahrene Wanderer bzw. Bergsteiger geeignet.

tour du mont blanc 7 tage


Tour du Mont Blanc: Weitere Informationen

Hier findest du ergänzende praktische Informationen, die unterwegs relevant sein können – etwa zu Zahlungsmitteln, Steinschlag, kleinen Alltagsfragen und anderen Details, die bei der Tourenplanung oft übersehen werden, unterwegs aber einen Unterschied machen.


Geld

Bargeld und Kreditkarte sind vielerorts möglich. Auf Bargeld solltest du jedoch nicht verzichten.


Handyempfang

Ich hatte nicht immer durchgehend eine Netzverbindung.


Bus

Bei schlechtwetter können Etappen gut mit dem Bus übersprungen werden.


Wasserversorgung

Auf der Tour du Mont Blanc findest du öfters Wasserstellen unterwegs. Verlasse dich aber nicht darauf und fülle deinen Wasservorrat immer bei der Unterkunft auf.


Genehmigung erforderlich?

Für die Tour du Mont Blanc ist keine spezielle Genehmigung erforderlich.


Gaskartusche

Ich habe meine Gaskartusche in einem Outdoorshop in Chamonix gekauft. In Chamonix gibt es eine große Auswahl an Outdoor-Geschäften, in denen du problemlos Gaskartuschen bekommst. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du vorher kurz anrufen und nachfragen, ob genügend auf Lager ist.

tour du mont blanc route

Sicherheit, Risiken & Eigenverantwortung

Die Tour du Mont Blanc ist ein offiziell ausgewiesener oder durchgehend markierter Fernwanderweg. Dennoch ist eigenständige Navigation im Gelände jederzeit erforderlich. Wechselhafte Wetterbedingungen wie Regen, Nebel, Sturm, Matsch oder Schneereste können die Orientierung erheblich erschweren und den Anspruch einzelner Etappen deutlich erhöhen. Eine gute Karte, aktuelle GPS-Tracks, ein Kompass sowie die Fähigkeit, diese Hilfsmittel sicher zu nutzen, sind zwingend notwendig.


Für wen ist die Tour du Mont Blanc geeignet?

Der Tour du Mont Blanc richtet sich an Wanderer mit guter Kondition und Erfahrung im alpinen Gelände. Der Weg ist zwar durchgehend markiert, dennoch solltest du trittsicher sein und längere Etappen mit vielen Höhenmetern problemlos bewältigen können.

Je nach Etappenplanung erwarten dich täglich mehrere Stunden Gehzeit sowie teilweise lange Anstiege und Abstiege. Besonders mit schwerem Gepäck kann das konditionell fordernd sein. Auch das Wetter im Hochgebirge kann schnell wechseln – Nebel, Regen oder Wind sind keine Seltenheit.

Ich selbst habe einige Abschnitte mit schwerem Rucksack als durchaus anspruchsvoll empfunden, vor allem wenn mehrere steile Anstiege hintereinander folgen. Mit guter Vorbereitung, ausreichend Kondition und der richtigen Ausrüstung ist die Tour du Mont Blanc jedoch für viele ambitionierte Wanderer möglich.


Internationaler Notruf

Wenn du in den Bergen oder beim wandern unterwegs bist, solltest du die wichtigste Notrufnummer kennen.

  • 112 – Europaweiter Notruf (funktioniert in den meisten Ländern)


Navigation

Viele Pfade sind zwar ausgetreten und bei gutem Wetter erkennbar, eine eigenständige offline Navigation mit GPS-Track, Karte und Kompass sind trotzdem wie bei jeder Wanderung unerlässlich.


Gefahren 

Die Tour du Mont Blanc (TMB) birgt einige Gefahren, die du berücksichtigen solltest. Einige der wichtigsten Gefahren findest du nachfolgend.


Steinschlag und Lawinen: In höheren Lagen besteht das Risiko von Steinschlag und Lawinen. Informiere dich stets über die aktuellen Bedingungen und befolge die Anweisungen der örtlichen Ranger sowie der Hüttenwirte.


Verletzungen durch Stürze: Auf alpinen Wanderwegen wie dem Tour du Mont Blanc können unebenes Gelände, lose Steine oder nasse Passagen schnell zu Ausrutschern führen. Besonders bei steilen Abstiegen oder auf schmalen Bergpfaden ist daher erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Trittsicherheit, geeignetes Schuhwerk und ein angepasstes Tempo helfen, das Risiko von Stürzen deutlich zu reduzieren.


Orientierung: Bereite dich gründlich auf die Tour vor. Eine Karte und ein Kompass sind immer empfehlenswert, besonders in abgelegenen Bereichen.


Wetter: Es ist ebenfalls wichtig zu betonen, dass die Wetterbedingungen auf der Tour du Mont Blanc schnell umschlagen können. Auf dieser Höhe können die Bedingungen extrem sein – sei es durch Kälte und Wind oder durch starke Sonneneinstrahlung. Daher ist es entscheidend, die richtige Kleidung mitzunehmen, ebenso wie geeignetes Schuhwerk und Sonnencreme. Diese Vorbereitungen sind unabhängig davon, in welcher Jahreszeit du die Tour angehst, von größter Bedeutung.


Windchill: Beachte, dass dich in den frühen Morgenstunden Temperaturen um die 0 Grad Celsius erwarten können. Zudem ist es oft sehr windig. Der Windchill beschreibt das Kältegefühl, das durch den Wind entsteht. Je stärker der Wind und je kälter die Luft, desto intensiver wird dieses Kälteempfinden.


Sicherheitshinweis

Fernwanderwege und Trekkingtouren bergen grundsätzlich Risiken, insbesondere in abgelegenem, unübersichtlichem oder anspruchsvollem Gelände. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung, keine geführte Tour und keine professionelle Einschätzung durch zertifizierte Wanderführer. Dieser Guide dient als Planungshilfe. Jede Begehung erfolgt auf eigene Verantwortung.


Bitte beachte für mehr Informationen die Haftungshinweise, die Sicherheitshinweise, die FAQ-Nutzungshinweise zu den Guides, sowie die redaktionellen Richtlinien auf HikingFex.com.


Tour du Mont Blanc Höhenprofil

Das Höhenprofil der Tour du Mont Blanc ist abwechslungsreich und anspruchsvoll, mit täglichen Auf- und Abstiegen zwischen 800 und 1.200 Höhenmetern. Insgesamt überwindest du rund 10.000 Höhenmeter, was gute Kondition und Trittsicherheit erfordert.

Tour du Mont Blanc Höhenprofil

Tour du Mont Blanc Anfänger

Der Tour du Mont Blanc (TMB) ist nicht für absolute Anfänger geeignet. Die Etappen sind oft lang, und tägliche Auf- und Abstiege von etwa 800 bis 1.200 Höhenmetern können eine echte Herausforderung darstellen. Gute Wanderschuhe, passende Ausrüstung und eine realistische Selbsteinschätzung sind daher essenziell. Meine Empfehlung: Wandere als Anfänger gemeinsam mit einem erfahrenen Wanderer.

tour du mont blanc 10 tage

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Tour du Mont Blanc Packliste

Hier stelle ich dir die wichtigste Wanderausrüstung vor, die ich persönlich besitze, ausgiebig getestet habe und auch selbst gekauft habe. Bei meiner Ausrüstung lege ich großen Wert auf das Gewicht, die Qualität und den Preis. Sie sollte sich bei längeren Touren komfortabel anfühlen und gleichzeitig leicht sein. Die Ausrüstung für Damen kann ich ebenfalls empfehlen, da meine Frau diese verwendet, und sie ist im Wesentlichen die gleiche wie die für Männer.


Achtung: Bitte beachte, dass die Wanderausrüstung allgemein gehalten ist und je nach Jahreszeit sowie individuellen Bedürfnissen angepasst werden sollte!


Kleidung

Wanderschuhe

 

Kurze Wanderhose


Lange Wanderhose


Funktionsshirt


Hybridjacke


Fleece-Jacke


Regenjacke


Funktionsunterwäsche


Wandersocken


Weitere Wanderausrüstung:

Isomatte 


Wanderrucksack (ca. 60 Liter oder je nach Bedarf)

von EXPED - leider nicht auf Amazon verfügbar.

Rucksack - Ospray (War mein alter und ist auch gut)


Technik und Orientierung:

Kompass 

Kopflampe 

• ggfs. GPS-Gerät oder GPS-Uhr

• ggfs. Fernglas


Verpflegung:

• Nahrung nach Bedarf

• Süßigkeiten zur Aufrechterhaltung der Moral :)


Gesundheit & Erste Hilfe:

Tape 

• Klopapier


Sonstiges:

• Pass/Versicherungsausweis

• Bargeld/Kreditkarte

• Gaskartusche


Filmische Ausrüstung:

Kamera

14mm Lens 

Drohne 

Stativ

tour du mont blanc comping

Tour du Mont Blanc GPX

Für die Planung und Navigation auf der Tour du Mont Blanc stelle ich eigene GPX-Tracks und Kartenmaterial zur Verfügung, die auf meiner eigenen Begehung der Route, ergänzender Recherche und Planung basieren. Diese GPX-Tracks habe ich auf mehreren etablierten Outdoor-Plattformen veröffentlicht und laufend überprüft.


Die folgenden Anbieter stellen GPX-Dateien und interaktive Karten zum Skye Trail bereit:


GPX-Download – Tour du Mont Blanc Gesamtstrecke

Der bereitgestellte GPX-Track zeigt den typischen Routenverlauf der Tour du Mont Blanc und kann direkt über den nachfolgenden Download-Button heruntergeladen werden.


Tour du Mont Blanc Karte (TMB)

Zusätzlich findest du den Streckenverlauf des Skye Trail auf der Karte, der dir einen guten Überblick über die Route, die Etappenstruktur und die landschaftlichen Abschnitte gibt.

tour du mont blanc Karte mit dem kompletten Streckenverlauf

FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Tour du Mont Blanc

In diesem FAQ-Bereich findest du kompakte Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Tour du Mont Blanc. Er soll dir bei der Planung helfen und offene Punkte zu Route, Vorbereitung und Besonderheiten dieses Fernwanderwegs schnell und übersichtlich klären.

Wie lang ist die Tour du Mont Blanc?

Die Tour du Mont Blanc ist etwa 170 km lang und führt einmal rund um das Mont-Blanc-Massiv durch Frankreich, Italien und die Schweiz. Insgesamt kommen dabei rund 10.000–11.000 Höhenmeter zusammen.

Wie viele Tage braucht man für die Tour du Mont Blanc?

Die meisten Wanderer planen 9–11 Tage für die komplette Runde. Sportliche Wanderer schaffen die Tour auch schneller, während Genießer oft 10–12 Tage einplanen, um mehr Zeit für Pausen und Landschaft zu haben.

Wo startet die Tour du Mont Blanc?

Der klassische Startpunkt liegt in Les Houches bei Chamonix in Frankreich. Grundsätzlich kannst du die Runde aber auch in anderen Orten entlang der Route beginnen, zum Beispiel in Courmayeur (Italien) oder Champex-Lac(Schweiz).

Wie schwierig ist der Tour du Mont Blanc?

Der TMB gilt als mittelschwere bis anspruchsvolle Fernwanderung, je nach Bedingungen. Die Wege sind meist gut markiert, dennoch sind Trittsicherheit, gute Kondition und alpine Erfahrung und Navigationskenntnisse erforderlich. Viele Etappen dauern 5–8 Stunden und beinhalten lange Anstiege und Abstiege.

Wann ist die beste Reisezeit für den Tour du Mont Blanc?

Die beste Zeit liegt meist zwischen Juni und September. In diesen Monaten sind die meisten Pässe schneefrei und die Berghütten geöffnet.

Kann man die Tour du Mont Blanc auch als Anfänger wandern?

Mit guter Vorbereitung und ausreichender Kondition ist die Tour auch für ambitionierte Einsteiger mit erfahrung im Wandern machbar. Es empfiehlt sich jedoch, mehr Tage einzuplanen, frühzeitig Unterkünfte zu reservieren und nicht alleine zu starten, wenn du noch wenig Erfahrung mit alpinen Mehrtagestouren hast.


Kann man auf dem Tour du Mont Blanc campen?

Entlang der Route gibt es Campingplätze und teilweise Möglichkeiten zum Zelten bei Berghütten. Wildcampen ist in vielen Bereichen jedoch eingeschränkt oder verboten, daher solltest du dich vorher über die lokalen Regeln informieren.


Muss man die Unterkünfte vorreservieren?

In der Hauptsaison unbedingt. Besonders im Juli und August sind viele Hütten früh ausgebucht. Eine frühzeitige Reservierung erleichtert die Planung erheblich.


Ist die Tour du Mont Blanc gut markiert?

Ja. Der Weg ist durchgehend markiert und folgt in Frankreich häufig den rot-weißen GR-Markierungen. Dennoch ist es sinnvoll, eine GPX-Route oder Karte zur Navigation mitzunehmen.

Gibt es entlang der Route Versorgungsmöglichkeiten?

Ja. Entlang der Tour du Mont Blanc gibt es regelmäßig Berghütten, kleine Dörfer und Einkehrmöglichkeiten, in denen du Essen, Getränke oder teilweise auch Lebensmittel kaufen kannst. In größeren Orten wie Courmayeur, La Fouly, Champex-Lac oder Argentière findest du außerdem Supermärkte und Restaurants. Trotzdem solltest du immer ausreichend Wasser und Verpflegung für die jeweilige Etappe mitnehmen.


Christian Sommer auf der Tour du mont blanc

Fernwanderwege

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Laugavegur Trail auf Island


Tour du Mont Blanc - TMB - Fazit

Die Tour du Mont Blanc (TMB) ist ein fantastisches Abenteuer, das unglaublich viel zu bieten hat. Sie zeigt einen beeindruckenden Querschnitt der wunderschönen Berglandschaften von Frankreich, Italien und der Schweiz. Ich habe diese Tour wirklich sehr genossen und sie zählt für mich zu den schönsten Fernwanderungen in den Alpen.

Ich wünsche dir eine großartige Zeit auf dem Trail und viel Erfolg bei deiner Tour!


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3 Kommentare


Gast
13. Feb.

Wow, super Bericht zur Tour du Mont Blanc – ich selbst habe die Strecke schon mehrmals gewandert und kann nur bestätigen, dass Vorbereitung und Ausdauer alles sind. Ich habe während meiner Touren viel ausprobiert, von Packstrategien über Ernährung unterwegs bis hin zu regenerativen Routinen nach langen Etappen, und gemerkt, dass kleine Details echt einen Unterschied machen. Besonders spannend fand ich, wie wichtig Proteine und Nährstoffe für die Gelenke und Muskeln sind – ich habe unterwegs z. B. auch veganes Kollagen genutzt, um die Belastung besser abzufedern. Solche praktischen Tipps neben den Tourbeschreibungen sind Gold wert, weil sie zeigen, dass es nicht nur um die Landschaft geht, sondern auch darum, die Tour körperlich gut zu meistern und langfristig fit zu bleiben.

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Gast
26. Juni 2023

Danke für die tolle Beschreibung und die Fotos! Bei den GPX-Links ist ein kleiner Fehler, die führen alle zur "Cinque Terre", nicht zur TMB.

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Gast
21. Apr. 2023

Danke!

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