Wicklow Way - Ultimativer Guide mit Unterkünfte, Etappen und Route
- 30. Juli 2025
- 28 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 2. Apr.
Der Wicklow Way ist ein legendärer Fernwanderweg durch das grüne Herz Irlands. Er führt von Dublin (Marlay Park) bis nach Clonegal und begeistert mit sanften Hügeln, mystischen Wäldern, klaren Bächen und dem ruhigen Zauber der Wicklow Mountains. In diesem Guide findest du alle Informationen, die du für eine sorgfältige Planung und eine Begehung des Wicklow Way benötigst. Ich führe dich durch jede Etappe im Detail und zeige dir zusätzlich spannende Highlights entlang der Route sowie Unterkünfte und mögliche Zeltplätze.

Inhaltsverzeichnis
Hinweis: Über das Inhaltsverzeichnis kannst du direkt zu allen relevanten Abschnitten dieses Guides springen.
Der Wicklow Way auf einen Blick
Länge: rund 130 km
Dauer: 7 Tage, je nach Etappenplanung
Höhenmeter: rund 3.200–3.500 hm insgesamt
Schwierigkeit: Technisch überwiegend leicht. Bei schlechtem Wetter anspruchsvoll
Highlights: Powerscourt Gardens, Poulanass Waterfall, Mullacor, Huntington Castle, Glendalough Roundtower
Unterkunft: Shelter, Hotels, Pensionen, Gästehäuser, B&B und Campingplätze
Typischer Startpunkt: Findest du hier!
Wegmarkierung: Der Wicklow Way ist durchgehend markiert
Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst.
Zielgruppe: Der Wicklow Way richtet sich vor allem an Wanderer, die eine mehrtägige Tour durch die abwechslungsreiche irische Gebirgslandschaft suchen.
Autor & Verantwortung: Dieser Guide wurde von Christian Sommer auf HikingFex.com erstellt und basiert auf einer eigenen Begehung des Wicklow Way sowie auf sorgfältig aufbereiteten Erfahrungswerten. Die beschriebenen Eindrücke, Einschätzungen und Hinweise sollen dich bei deiner Tourenplanung unterstützen. Der Guide wird regelmäßig überprüft und aktualisiert.
Werbung: Einige Links in diesem Guide sind Affiliate-Links. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Die Auswahl aller Inhalte erfolgt unabhängig und ohne Einfluss durch Partner.

Wicklow Way Anreise
Die Anreise zum Wicklow Way ist sehr unkompliziert. Am besten buchst du einen Flug nach Dublin – ein internationaler Flughafen mit zahlreichen Verbindungen aus ganz Europa. Der Wicklow Way (Wikipedia) beginnt klassischerweise in Marlay Park im Süden von Dublin. Der Startpunkt ist hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden, sodass du deine Anreise ganz flexibel gestalten kannst. Die Nähe zur Hauptstadt macht die Anreise besonders unkompliziert. Den offiziellen Startpunkt des Wicklow Way findest du an dieser Stelle. Tipp: Verbringe deine erste Nacht entweder im Stadtzentrum von Dublin oder in der Nähe des Marlay Parks. So kannst du am nächsten Morgen entspannt starten – idealerweise mit einem reichhaltigen irischen Frühstück mit Porridge, Eiern und Soda Bread, wie ich es selbst erlebt habe.
Mit dem Flugzeug
Der nächstgelegene Flughafen ist der Dublin Airport – von hier erreichst du Marlay Park in etwa 1 Stunde mit Bus und Tram oder Taxi. Für die Suche nach günstigen Flügen kann ich dir Skyscanner sehr empfehlen – eine erstklassige App, die dir einen schnellen Überblick über die besten Flugangebote bietet.
Weiterreise mit dem Bus
Nach deiner Ankunft in Dublin kannst du bei dieser Bushaltestelle mit dem Bus 750 (fährt mehrmals täglich) in etwa 60 Minuten zum Marlay Park fahren – dem offiziellen Startpunkt des Trails. Für die Suche nach einen Bus kann ich dir die OMIO-App sehr empfehlen. Alternative Anreise ab dem Flughafen: Du kannst den Airport-Bus (z. B. Aircoach oder Dublin Express) ins Stadtzentrum nehmen, dann weiter mit Bus oder LUAS (Straßenbahn) zur Haltestelle Ballinteer, Dundrum oder Rathfarnham fahren – je nach Verbindung bist du in ca. 50–60 Minuten im Marlay Park. Vom Dublin Zentrum erreichst du den Startpunkt bequem mit verschiedenen Buslinien (z. B. Linie 14, 16 oder 75) oder der LUAS Green Line Richtung Süden. Vom Stadtzentrum dauert es je nach Verkehr etwa 30–45 Minuten.
Weiterreise mit dem Taxi
Vom Flughafen oder vom Stadtzentrum kommst du auch bequem mit dem Taxi zum Startpunkt.
Rückreise nach Dublin
Ab dem Endpunkt Clonegall wanderst du weiter bis nach Bunclody zu dieser Bushaltestelle. Von dort kannst du mit der Buslinie 132 direkt nach Dublin zurückfahren. Prüfe deine beste Verbindung am besten vorab mit der OMIO-App, da dir mehrere Optionen zur Verfügung stehen.
Wie immer empfehle ich dir ein Video zu Tour:
Wicklow Way Route
Der Wicklow Way erstreckt sich über rund 130 Kilometer durch einige der reizvollsten Landschaften im Osten Irlands. Dich erwarten sanfte, aber teils lange Anstiege, und in der Regel benötigst du etwa 7 Tage, um den gesamten Weg zu bewältigen.
Er wurde 1980 als erster offizieller Fernwanderweg Irlands eröffnet und zählt heute zu den beliebtesten Weitwanderwegen der Grünen Insel. Ziel der Gründer war es, Wandernden einen durchgehend markierten Pfad durch die malerischen Wicklow Mountains zu bieten und gleichzeitig das Natur- und Kulturerbe der Region behutsam zugänglich zu machen.
Wegmarkierung
Der Wicklow Way ist mit gelben Pfeilen und einem Wanderersymbol auf schwarzem Grund markiert. Du findest die Zeichen auf Pfosten, Holztafeln oder Baumstämmen entlang der gesamten Route.

Schwierigkeit
Die Route des Wicklow Way ist insgesamt leicht bis mittelschwer zu begehen und ideal für genussvolles Fernwandern – auch wenn einzelne Abschnitte, wie die Passage über den White Hill oder der Abstieg ins Glenmalure Valley, bei Nässe oder Wind fordernder sein können. Der Weg verläuft größtenteils auf gut markierten Pfaden, Forststraßen und alten Handelswegen – durch stille Wälder, offene Hochlagen und sanfte Hügelketten der Wicklow Mountains. Du kannst dich also ganz auf die grüne Schönheit Irlands einlassen. Es gibt keine ausgesetzten Passagen, jedoch abschüssiges Gelände! Trotz seiner Nähe zu Dublin überrascht der Wicklow Way vielerorts mit Abgeschiedenheit und stiller Natur. Trotz der soliden Ausschilderung ist ein GPS-Gerät oder eine Offline-Karte mitzuführen – besonders bei Nebel, in abgelegenen Abschnitten oder wenn du außerhalb der Hauptsaison wanderst. So bleibst du sicher auf Kurs, auch wenn einmal eine Markierung fehlt oder der Weg unübersichtlich wird.
Hinweis: Dieser Guide dient der Orientierung und Inspiration für deine Tourenplanung. Detaillierte Informationen zu Sicherheit, Risiken und Eigenverantwortung findest du in diesem 👉 Abschnitt (Sicherheitshinweise).
Denk daran, deine Reise gut abzusichern – denn bei einem Sturz oder einer anderen typischen Wanderverletzung können schnell hohe Bergungskosten entstehen.
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Wicklow Way Etappen
Der Wicklow Way führt dich in etwa 7 Etappen durch die abwechslungsreiche Landschaft der Wicklow Mountains im Osten Irlands. Die Schwierigkeit variiert nur geringfügig zwischen den Etappen und hängt vor allem von der Tageslänge, den Höhenmetern und dem Wetter ab – besonders auf den freien, windanfälligen Höhenzügen.
Ich habe den Weg insgesamt als gut machbar, du solltest ihn aber nicht unterschätzen. Gerade auf den offenen Abschnitten über die Hügeln kann der Wind schnell anstrengend werden, und bei wechselhaftem Wetter fühlen sich einzelne Etappen deutlich länger an, als sie auf dem Papier wirken. Bei Nässe kann der Boden zudem stark aufgeweicht sein, was das Gehen zusätzlich erschwert.
Wicklow Way klassisch in 7 Etappen:
Etappe 1: Marlay Park (Dublin) - Knockree (20 km | 620 hm | 7 h)
Etappe 2: Knockree – Roundwood (20 km | 610 hm | 7 h)
Etappe 3: Roundwood – Glendalough (11 km | 300 hm | 5 h)
Etappe 4: Glendalough – Glenmalure (14 km | 480 hm | 6 h)
Etappe 5: Glenmalure – Moyne (21 km | 700 hm | 8 h)
Etappe 6: Moyne – Shillelagh (24 km | 500 hm | 8 h)
Etappe 7: Shillelagh – Clonegall (21 km | 390 hm | 7 h)
GPX-Outdooractive: https://out.ac/3wrVii
Wicklow Way in 11 Etappen:
Etappe 1: Marlay Park (Dublin) - Glencullen (10 km | 430 hm | 4 h)
Etappe 2: Glencullen - Glencree (12 km | 290 hm | 4 h)
Etappe 3: Glencree - Lough Tay (12 km | 450 hm | 4 h)
Etappe 4: Lough Tay - Oldbridge (6 km | 90 hm | 2 h)
Etappe 5: Oldbridge - Glendalough (10 km | 350 hm | 4 h)
Etappe 6: Glendalough - Glenmalure (13 km | 460 hm | 5 h)
Etappe 7: Glenmalure - Aughavannagh (12 km | 390 hm | 4 h)
Etappe 8: Aughavannagh - Moyne (10 km | 230 hm | 3 h)
Etappe 9: Moyne - Tinahely (11 km | 250 hm | 3 h)
Etappe 10: Tinahely - Boley (12 km | 270 hm | 3 h)
Etappe 11: Boley - Clonegal (20 km | 380 hm | 6 h)
Interaktive Karte mit allen Etappen
Damit du den Überblick behältst, findest du hier eine interaktive Karte mit allen Etappen des Wicklow Way – inklusive Start- und Zielpunkten sowie den wichtigsten Orten entlang der Route.

Wicklow Way Unterkünfte
Entlang des Wicklow Way gibt es einige Unterkünfte, von charmanten Gästehäusern und Hotels bis hin zu B&Bs. Über die nachstehenden Links kannst du direkt hier über meine Partnerplattform Booking.com und Expedia.com deine Unterkünfte buchen. Alle anderen Unterkünfte und auch Zeltplätze habe ich dir ebenso zusammengetragen. Tipp: Ich habe die Auswahl an Unterkünften auf der klassischen 7-Etappen-Variante als besonders angenehm empfunden. Die Etappen sind hier so gelegt, dass du regelmäßig auf gute Übernachtungsmöglichkeiten triffst und deine Tage entspannt planen kannst. Für mich hat das die Tour deutlich stressfreier gemacht, da ich mich unterwegs weniger um die Organisation kümmern musste. Buche jedoch unbedingt frühzeitig, da viele Unterkünfte aufgrund der Beliebtheit des Trails schnell ausgebucht sind.
Achtung: Ein Mix aus Zelt, Unterkünften und Sheltern ist empfehlenswert. Die Shelter bieten jedoch meist nur Platz für maximal vier Personen. Du solltest daher zur Sicherheit immer ein Zelt dabeihaben oder alternativ konsequent auf feste Unterkünfte setzen.
Unterkünfte nach Etappen
Die Unterkünfte sind nach Etappen gegliedert und dienen als Orientierung für die Planung der Tagesabschnitte auf dem Wicklow Way. Aufgeführt sind Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe des jeweiligen Etappenendes. Beachte bei deiner Planung, dass sich Weglängen und Höhenmeter je nach gewählter Unterkunft verändern können.
Hinweis: Die Kennzeichnung in Budget ($), Mittelklasse ($$) und Komfort ($$$) stellt eine Orientierung dar und kann je nach Saison und Verfügbarkeit variieren. Gegen einen kleinen Aufpreis kannst du bei Booking.com viele Unterkünfte mit einer kostenlosen Stornierungsmöglichkeit buchen. Du kannst direkt hier über diese Links buchen, ohne dass es dich einen Cent mehr kostet. Vielen herzlichen Dank!
Startpunkt: Dublin (Marley Park)
Etappe 1: Knockree
Etappe 2: Roundwood
Etappe 3: Glendalough/Laragh
Etappe 4: Glenmalure
Etappe 5: Moyne/Tinahely
Etappe 6: Shillelagh
Hunter's Lodge -
Tel: +353 (087) 416 0134
Email: thehunterlodge@hotmail.com
Address: Deerpark, Shillelagh, County Wicklow.
Etappe 7: Clonegal/Bunclody

Wicklow Way Guide
In diesem Guide stelle ich dir jede Etappe des Wicklow Way im Detail vor. Meine Erfahrungen sind dabei so vielfältig wie die Wanderung selbst. Da heute ohnehin fast ausschließlich mit dem Smartphone navigiert wird, erspare ich dir ausführliche technische Wegbeschreibungen. Stattdessen lege ich den Fokus auf Wegbeschaffenheit, Versorgungsmöglichkeiten, Schlüsselstellen, Geheimtipps sowie besondere Highlights entlang der Route und am Ende jeder Etappe.
Etappe 1: Marley Park (Dublin) - Knockree
(20 km | 620 hm | 7 h)
Der Wicklow Way beginnt klassisch am Startpunkt neben dem Marlay House. Von hier schlängelt sich der Weg durch die idyllischen, waldreichen Anlagen des beliebten Stadtparks und nimmt schon bald Kurs auf die sanften Höhen der Dublin Mountains.
Beim Kilmashogue Forest kannst du einen kleinen Abstecher zum Kilmashogue Wedge Tomb machen. Anschließend umrundest du den 408 m hohen Kilmashogue, den du optional auch besteigen kannst, bis zu einem Aussichtspunkt mit weitem Blick über die Stadt und das Umland. Vom Tír na Shíoge Pfad erreichst du zudem die Ruine von Calbeck Castle, von der heute nur noch die Grundmauern übrig sind.
Kurz darauf folgt ein stetiges Auf und Ab – ein stimmungsvolles Wechselspiel aus schmalen Pfaden, weiten Ausblicken und tiefgrünen Waldpassagen. Über einen kurzen Abstecher kannst du den 536 m hohen Two Rock Mountain erreichen. Danach gelangst du in das Gebiet von Ballybrack und steigst zur Ballybrack Road ab, der du ein Stück folgen musst.
Wenn dir nach einer Pause mit Guinness und Live-Musik ist, lohnt sich ein Abstecher zum legendären Johnny Fox’s Pub – einem der höchstgelegenen Pubs in Irland. In der Nähe befinden sich auch die St. Patrick's Church sowie der kleine, etwas geheimnisvolle St. Patrick's Friedhof. Ich habe diese Orte in Irland immer als besonders stimmungsvoll erlebt – gerade bei Nebel oder schlechtem Wetter wirken sie fast mystisch und geben dir einen spannenden Einblick in die Geschichte der Region.
Nach einem weiteren Anstieg kannst du über einen Pfad den 553 m hohen Prince William's Seat erreichen. Bei mir war es dort oben sehr windig – du bist den Winden auf den offenen Abschnitten komplett ausgesetzt. Anschließend folgt ein längerer Zickzack-Abstieg bis zu deinem Etappenziel. Unterwegs kannst du allerdings noch an diesem Punkt einen kleinen Abstecher zur versteckten und verfallenen alten Kirche machen. Dein Tag endet schließlich in Knockree, wo dich gemütliche Unterkünfte erwarten – ideal zum Ausruhen nach dem ersten Wandertag. Besonders empfehlen kann ich dir das Knockree Youth Hostel.
Tipp: Wenn du Lust auf irisches Kleinstadtflair hast, lohnt sich ein Umweg ins etwa 4 km östlich gelegene Enniskerry. Dort erwarten dich charmante Cafés, eine entspannte Atmosphäre und mit den Powerscourt Gardens eine der schönsten Gartenanlagen Irlands.
Verpflegung: Am Ende der ersten Etappe gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten. Im Knockree Youth Hostel werden Abendessen und Frühstück angeboten – die Verfügbarkeit solltest du jedoch unbedingt vorab abklären.

Etappe 2: Knockree – Roundwood
(20 km | 610 hm | 7 h)
Nach einem herzhaften irischen Frühstück startete ich die zweite Etappe bei gutem Wetter. Starte am besten früh, damit du genügend Zeit für optionale Abstecher hast – es gibt viel zu entdecken, und gleichzeitig hast du einige Kilometer vor dir. Wenn du einen Sonnenaufgang erleben möchtest, kann ich dir den nahegelegenen 342 m hohen Knocktree sehr empfehlen.
Der Wicklow Way führt dich zunächst in das idyllische Glencree Tal entlang des Glencree River. Ab dem Parkplatz von Crone Wood beginnt ein stetiger Anstieg, begleitet von beeindruckenden Ausblicken – unter anderem auf den mächtigen Powerscourt-Wasserfall und den Deer Park. Von dieser Abzweigung hast du die Möglichkeit, einen Abstecher auf den 570 m hohen Maulin zu machen.
Schon bald öffnet sich die Landschaft und du erreichst offenes, weites Gelände. Hier überquerst du den wilden Dargle River, bevor der Weg östlich des Djouce (775 m) weiter ansteigt. Der höchste Punkt der Tagesetappe liegt bei etwa 650 Metern. Auf einen optionalen Abstecher kannst du auch den Gipfel des Djouce selbst erreichen.
Ganz in der Nähe befindet sich ein Ort, der in der irischen Folklore immer wieder erwähnt wird: 1946 stürzte ungefähr hier ein Flugzeug am Djouce Mountain ab – ein tragisches Ereignis, dessen Spuren teilweise noch sichtbar sind.
Hinter dem White Hill (631 m) beginnt ein langer Holzbohlenweg, der dich durch ein weitläufiges Hochmoor führt. Anschließend folgt ein längerer Abstieg durch die ruhigen Wälder von Ballinastoe, immer wieder unterbrochen von beeindruckenden Ausblicken auf den Lough Tay. Nach der Straßenquerung erreichst du über einen kleinen kleinen Pfad einen Aussichtspunkt, bei dem ich selbst lange stehen geblieben bin. Der Blick hinunter ins Tal ist einfach beeindruckend – einer dieser Momente, die den Wicklow Way für mich besonders gemacht haben. Der Aussichtspunkt liegt etwas abseits und ist nur über einen kurzen Abstecher erreichbar.
Der weitere Weg verläuft teils auf Forstwegen, teils auf kleinen Straßen durch bewaldete Hügel und offene Wiesenlandschaften. Mit kleinen Abstechern erreichst du hier unterwegs weitere Aussichtspunkte. Schließlich erreichst du dein Tagesziel Roundwood – einen einladenden Ort mit Einkaufsmöglichkeiten, gemütlichen Pubs und verschiedenen Unterkünften für eine erholsame Nacht.
Achtung: Roundwood liegt nicht direkt am Wicklow Way – du musst einen kurzen Abstecher dorthin einplanen.
Verpflegung: In Roundwood gibt es eine gute Versorgungsmöglichkeiten. Neben einigen Restaurants gibt es dort einen Supermarkt.
Tipps für Roundwood
Abendessen im Roundwood Inn
Besuch der Derrylossary Church
Spaziergang am Vartry Reservoir
Vergiss bitte nicht einen Notfall-Biwak mitzunehmen. Er besteht aus einer Notfalldecke die kälteabweisend ist, einer Pfeife und einem Minikompass. Er sollte ohnehin bei jeder Wanderung im Rucksack sein.
Wie das alte schottische Sprichwort sagt: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!"


Etappe 3: Roundwood – Glendalough
(11 km | 300 hm | 5 h)
Die heutige Etappe ist mit nur 11 Kilometern und 300 hm deutlich kürzer als an den beiden Vortagen – ideal, um das Herzstück der Wicklow Mountains rund um Laragh intensiver zu erkunden. Hier treffen vier große eiszeitliche Täler aufeinander: Avonmore, Glenmacnass, Glendasan und Glendalough. Diese Region hat landschaftlich wie historisch unglaublich viel zu bieten – wenn du einen zusätzlichen Tag einplanen kannst, wirst du es definitiv nicht bereuen.
Ich bin an diesem Tag wieder sehr früh gestartet und habe den Morgen mit einem herzhaften Frühstück in meiner Unterkunft begonnen. So hatte ich nach der Etappe noch ausreichend Zeit, die Umgebung in Ruhe zu erkunden.
Deine Wanderung beginnt in oder nahe Roundwood. Zunächst folgst du einer kleinen Landstraße für rund 3 Kilometer über den Hügel von Drumray. Zu deiner rechten Seite eröffnet sich dabei ein schöner Blick auf den Lough Dan. Anschließend biegst du auf einen schmalen Pfad ab, der dich über den nächsten Hügel – den Paddock Hill – führt. Von hier wanderst du weiter in Richtung deines Tagesziels nach Laragh oder Glendalough.
Wenn du dich für Laragh entscheidest – ein lebendiges Dorf mit guten Unterkünften, Pubs, Restaurants und kleinen Läden – musst du nach dem offiziellen Wegverlauf noch etwa einen zusätzlichen Kilometer auf der Straße einplanen.
Glendalough (Wikipedia) gehört für mich zu den beeindruckendsten historischen Klosteranlagen und Friedhöfen die ich bei meiner Reise gesehen habe. Der markante Rundturm, die alten Hochkreuze und die verwitterten Grabstätten haben mich besonders fasziniert. Beim Durchgehen hatte ich das Gefühl, tief in die vergangenen Jahrhunderte einzutauchen .
Verpflegung: In Laragh gibt es gute Versorgungsmöglichkeiten. Neben Restaurants findest du dort auch einen Gemischtwarenladen, in dem du dich mit Proviant eindecken kannst.
Tipps für Laragh
Tipps für Glendalough
Optionale Bergtouren


Etappe 4: Glendalough – Glenmalure
(14 km | 480 hm | 6 h)
Der Wicklow Way führt dich auf der vierten Etappe zunächst durch ein ruhiges Tal und über eine kleine Fußbrücke über den Glendasan River. Ich habe diese Etappe als besonders abwechslungsreich und landschaftlich sehr schön empfunden. Die Hügel werden hier zunehmend sanfter und verlieren allmählich an Höhe, was den Einstieg angenehm macht. Am Ende der Etappe stehen nur wenige Unterkünfte zur Verfügung. Besonders gut hat mir das Coolalingo B&B gefallen, das nach dem nahegelegenen Wasserfall benannt ist.
Im weiteren Verlauf des Tals erreichst du den Poulanass-Wasserfall. Von hier zweigt der Weg ins Lugduff-Tal ab, und es beginnt ein rund 4–5 Kilometer langer Anstieg mit etwa 400 Höhenmetern hinauf in Richtung Mullacor (657 m). Beim Wasserfall kannst du zudem einen kurzen Abstecher zu einem Aussichtspunkt machen. Entlang des Weges gibt es weitere Aussichtspunkte, darunter auch einen schönen Blick auf den Upper Lake – hier lohnt es sich, etwas Zeit einzuplanen.
Am höchsten Punkt querst du auf einem Holzbohlenpfad ein weitläufiges Moor. Anschließend folgt ein ebenso langer Abstieg in das beeindruckende Glenmalure Valley. Beim Hinunterwandern öffnen sich dir immer wieder weite Ausblicke entlang des Lugduff-Rückens.
An einer Weggabelung hast du die Möglichkeit, optional den 660 m hohen Mullacor oder den 653 m hohen Lugduff zu besteigen. Bei klarem Wetter kannst du von hier sogar den höchsten Gipfel der Wicklow Mountains erkennen – den markanten Lugnaquillia (924 m). Ich habe die Aussicht als grandios erlebt – ein stiller Ort, an dem du wunderbar abschalten kannst. Allerdings bist du hier oben oft starkem Wind ausgesetzt. Bei schlechtem Wetter oder Nebel können die offenen Hochmoorbereiche zudem deutlich anspruchsvoller werden.
Tipp: Mit einem zusätzlichen Tag kannst du den höchsten Berg der Wicklow Mountains, den Lugnaquillia, besteigen. Auf Plattformen wie Outdooractive findest du verschiedene Touren zwischen 15 und 25 Kilometern. Für mich hat die Zeit leider nicht gereicht – der Abstecher wäre aber definitiv lohnend gewesen.
Im weiteren Verlauf erreichst du den Parkplatz an der Military Road. Von hier kannst du die Coolalingo-Wasserfälle besuchen und optional über einen kleinen Pfad den versteckten Dwyer's Rock erreichen – ein spektakulärer Aussichtspunkt im Glenmalure Forest auf steilen Klippen. Der letzte Abschnitt dorthin ist jedoch anspruchsvoll: Der Anstieg ist steil und rutschig, und die Stelle ist nicht gesichert. Hier solltest du besonders vorsichtig sein. Die Aussicht ist dafür umso beeindruckender.
Deine Etappe endet schließlich im ruhigen Tal von Glenmalure. Der kleine Ort ist idyllisch in die Wicklow Mountains eingebettet und strahlt eine besondere Ruhe aus.
Verpflegung: In Glenmalure gibt es nur eingeschränkte Versorgungsmöglichkeiten, meist direkt in den Unterkünften. Das Essen in der Glenmalure Lodge habe ich als ausgezeichnet erlebt.
Irland ist nicht gerade für viel Sonnenschein bekannt – ich hatte manchmal trotzdem den ganzen Tag welchen. Deshalb möchte ich dir, wie immer, meine geliebte Piz Buin Mountain Sonnencreme empfehlen!
„Die Sonne scheint auch hinter den Wolken." Zitat von Karl Friedrich Wilhelm Wander

Etappe 5: Glenmalure – Moyne
(21 km | 700 hm | 8 h)
Die fünfte Etappe des Wicklow Way ist etwas länger und führt dich durch den südlichen Teil des Wicklow-Hochlands bis in die sanfteren Hügel im Südwesten. Aufgrund der längeren Strecke bin ich wieder früh gestartet – nach einem herzhaften Frühstück im B&B. Da ich ausreichend Proviant dabeihatte, musste ich mir um das Mittagessen keine Gedanken machen.
Kurz nach Glenmalure erreichst du den Wicklow Way Half Way Point, der durch einen markanten Stein gekennzeichnet ist – ein schöner Orientierungspunkt und gleichzeitig ein kleines Zwischenziel.
Anschließend folgt ein stetiger Anstieg durch die angenehm bewaldeten Hänge des Slieve Maan. Nach rund 6 Kilometern und etwa 400 Höhenmetern erreichst du erneut die Military Road, der du für ein kurzes Stück folgst. Kurz darauf umrundest du den 508 Meter hohen Carrickashane.
Nach einem längeren Abstieg gelangst du zur historischen Iron Bridge bei Aughavannagh – ein weiterer markanter Punkt entlang der Route. Von hier ist dein Etappenziel nicht mehr weit entfernt.
Die Etappe endet mit einem ruhigen Straßenabschnitt, der dich südwärts in das kleine, einst georgianisch geprägte Dorf Moyne führt.
Verpflegung: In der Umgebung findest du einige Unterkünfte. Im etwa 2 Kilometer westlich gelegenen Knockananna gibt es zudem einen kleinen Gemischtwarenladen sowie das O'Keeffe's Pub – eine gute Möglichkeit, dich mit Proviant zu versorgen oder den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Aufgrund der langen Wegstrecken und der schweißtreibenden Höhenmeter möchte ich dir an dieser Stelle mein ultra leichtes Wanderzeug empfehlen:
Weiters möchte ich dir noch aufgrund der Gebirgs- und Moorlandschaft und der eventuell vorhandenen Bodennässe, meine geliebten Salewa-Trekkingschuhe ans Herz legen:
• Salewa MS Raven 3 GTX (Verfügbar für Damen und Herren)
„Gib deiner Frau die richtigen Schuhe und sie kann die ganze Welt erobern." Zitat von Marilyn Monroe

Etappe 6: Moyne – Shillelagh
(24 km | 500 hm | 8 h)
Auf der sechsten Etappe folgst du zunächst einem angenehmen, leicht zu gehenden Pfad entlang der Hänge von Ballycumber Hill und Muskeagh Hill. Die Strecke ist gut begehbar und lässt dich entspannt in den Tag starten.
Irgendwann erreichst du die vielbefahrene Straße von Hacketstown nach Tinahely – hier ist Aufmerksamkeit aufgrund des starken Verkehrs gefragt. Nach der Querung wirst du, je nach Jahreszeit, von farbenfrohen Wildblumen entlang der Hecken begleitet, die dieser Etappe einen besonders lebendigen Charakter verleihen.
Über die ruhige Cookoo Lane erreichst du den kleinen Ort Crossbridge. Versorgungsmöglichkeiten gibt es hier zwar keine, dafür bietet sich die St Peter & Paul’s Church für eine kurze Pause an. Direkt davor findest du Bänke unter schattenspendenden Bäumen – ein idealer Platz, um dein mitgebrachtes Essen in Ruhe zu genießen.
Ein grüner, von Bäumen gesäumter Weg führt dich weiter entlang der unteren Hänge des Muskeagh Hill in Richtung Mullinacuff und zur Kreuzung bei Stranakelly. Etwa 300 Meter nach der Mullinacuffe Church erreichst du den Stranakelly shelter, eine einfache, aber praktische Unterstellmöglichkeit.
Kurz darauf kommst du nach Stranakelly, wo dich mit dem „The Dying Cow“ eine echte Wanderlegende erwartet. Die urige Lokalität ist Treffpunkt für Wanderer, Radfahrer und Reisende – perfekt für eine Pause und ein wohlverdientes Bier. Gleichzeitig markierst du hier die 100-Kilometer-Marke deiner Tour, was sich definitiv nach einem kleinen Moment zum Innehalten anfühlt.
Tipp: Von Stranakelly lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Tomnafinoge Wood und dem gleichnamigen Tomnafinoge Wood Walk. Der alte Eichenwald zählt zu den schönsten Naturabschnitten entlang der Route und bringt nochmals eine ganz andere Stimmung in diese Etappe. Beachte allerdings, dass sich die ohnehin schon lange Wegstrecke mit diesem optionalen Abstecher nochmals deutlich erhöht.
Von Stranakelly sind es noch rund 6 Kilometer bis zu deinem Etappenziel nach Shillelagh. Der Weg führt dich vorbei am 357 Meter hohen Lakeen und durch ruhige, offene Landschaften. Du erreichst Shillelagh am besten über die weniger stark befahrene Straße L3232.
Shillelagh selbst ist ein kleiner, unscheinbarer Ort – genau das macht aber seinen Charme aus. Ich habe die Menschen hier als besonders freundlich erlebt. Trotz der langen Etappe war ich abends noch unterwegs und habe den Tag in der lokalen Bar ausklingen lassen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Stickmaker – ein faszinierender Mensch mit spannenden Geschichten aus der Region.
Verpflegung: In Shillelagh gibt es einen Supermarkt eine Bar und ein Fast Food Lokal – eine gute Möglichkeit, dich mit Proviant zu versorgen oder den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Tipps für Shillelagh
Besuch des Stickmakers
Besuch der Shillelagh Church
Spaziergang am River Derry

Etappe 7: Shillelagh – Clonegall
(21 km | 390 hm | 7 h)
Nach der langen Etappe habe ich sensationell gut geschlafen und gleich früh ein herzhaftes Frühstück im Ort eingenommen. Ich bin sehr früh losgestartet, weil es auf der letzten Etappe noch einmal viel zu sehen gibt.
Die letzte Etappe des Wicklow Way lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen: Zuerst wanderst du durch einen Wald bis zur Wicklow Bridge – der Grenze zwischen den Grafschaften Wicklow und Carlow. Dann führt dich der Weg durch das breite Tal des Derry River bis in das hübsche Dörfchen Clonegall.
Von Shillelagh nimmst du am besten wieder die weniger stark befahrene Straße L3232 zurück zum Wicklow Way. Anschließend wanderst du durch die bewaldeten Hänge des 420 Meter hohen Stookeen. Gleich danach hast du an dieser Kreuzung die Möglichkeit, die verfallene Aghowle Church zu besuchen. Auf einer Tafel vor der Ruine findest du Hintergrundinformationen zur Geschichte der Kirche. Dafür folgst du etwa 1,5 Kilometer der Straße nach Norden.
Der Weg führt dich weiter entlang der bewaldeten Hügel des 332 Meter hohen Moylisha Hill und des 339 Meter hohen Urelands Hill. Am Moylisha Hill kannst du das Wedge Tomb besuchen – ein geheimnisvoller Ort mit mystisch wirkenden, kreisförmig angeordneten Steinen. Auch hier informiert eine Tafel über die Geschichte dieses besonderen Platzes.
Weiter geht es bis zur County Wicklow Bridge, wo du die Gemeindegrenze überschreitest. Von dort ist es nicht mehr weit bis zu deinem Tagesziel, dem Dorf Clonegall. Du folgst der Straße parallel zum Derry River bis nach Clonegall oder optional weiter bis nach Bunclody, wo deutlich mehr Unterkünfte zur Verfügung stehen.
Wenn du es geschafft hast: herzlichen Glückwunsch. Zur Feier deiner rund 130 Kilometer langen Wanderung kehrst du am besten in Sean O’Duinn’s oder im Osborne’s Pub ein – beides perfekte Orte, um mit einem letzten Bier auf dein Abenteuer anzustoßen.
Tipps für Clonegall
Tipp zur Rückreise
Die Rückreise ist am einfachsten über Bunclody. Die Busstationen findest du direkt am Hauptplatz.


Wicklow Way beste Reisezeit
Die beste Zeit für den Wicklow Way liegt zwischen Mai und Oktober – mit den stabilsten Wetterbedingungen meist in den Monaten Juni bis August. In dieser Zeit erwarten dich lange Tage, milde Temperaturen und die besten Chancen auf klare Sicht in den offenen Moorlandschaften und sanften Hügeln der Wicklow Mountains.
Irland ist für Touristen grundsätzlich ein ganzjähriges Reiseziel. Bei meiner Recherche habe ich auf einigen Seiten gelesen, dass der Wicklow Way grundsätzlich das ganze Jahr über begangen werden kann. Durch den Golfstrom soll ein vergleichsweise mildes Klima herrschen. Ich habe das Wetter in Irland jedoch als deutlich wechselhafter erlebt, als man es vielleicht erwartet. Besonders in den Wicklow Mountains kann es schnell umschlagen – selbst an eigentlich stabilen Tagen im Sommer. Deshalb möchte ich für eine Wanderung im Winter keine Empfehlung abgeben, zumal die Versorgung in den Wintermonaten oft eingeschränkter ist.
Die Monate Mai und Juni sind ideal für alle, die die Route mit etwas mehr Ruhe genießen möchten. Die Natur zeigt sich dann von ihrer frischen Seite: hellgrünes Laub, blühende Ginsterbüsche und das Zwitschern von Singdrosseln und Rotkehlchen begleiten dich auf deinem Weg.
Wicklow Way im September
Der September ist eine wunderbare Reisezeit für den Wicklow Way: Die meisten Wanderer sind bereits unterwegs gewesen, das Wetter zeigt sich oft noch von seiner milden Seite, und die herbstliche Stimmung taucht Wälder, Moore und Hügel in ein warmes Licht. Allerdings werden die Tage spürbar kürzer, und in den Nächten kann es bereits frisch werden – eine gute Ausrüstung ist jetzt besonders wichtig.
Regen
Regen fällt historisch betrachtet relativ gleichmäßig über das gesamte Jahr hinweg. Eine gezielte Planung ist daher nur eingeschränkt möglich – du brauchst also bei deiner Buchung auch etwas Glück mit dem Wetter.
Klimadiagramm: Temperaturen und Niederschlag
Das folgende Klimadiagramm zeigt die durchschnittlichen Temperaturen und Niederschläge entlang des Wicklow Way. Die rote Linie stellt die mittleren Tageshöchsttemperaturen dar, während die blaue Linie die durchschnittlichen Nachttemperaturen zeigt. Die Balken geben Auskunft über die monatliche Niederschlagsmenge. Typisch für die Region sind angenehme Sommer und deutlich kühlere Temperaturen in den frühen Morgenstunden oder bei Schlechtwetter. Selbst im Hochsommer können Regen und Wind schnell auftreten – warme Kleidung und zuverlässiger Wetterschutz sollten daher immer Teil deiner Ausrüstung sein.

Weitere Informationen für den Wicklow Way
Hier findest du ergänzende praktische Informationen über den Wicklow Way, die unterwegs relevant sein können – etwa zu Zahlungsmitteln, kleinen Alltagsfragen und anderen Details, die bei der Tourenplanung oft übersehen werden, unterwegs aber einen Unterschied machen.
Gaskartusche
Du findest eine im Mountain Warehouse in Glasgow.
Geld
Bargeldloses Bezahlen ist an vielen Orten möglich, dennoch solltest du sicherheitshalber immer etwas Bargeld dabeihaben.
Notrufnummer
Unter der Nummer 112 (europaweiter Notruf) können Menschen in Notsituationen in allen EU-Mitgliedsstaaten gebührenfrei die Notrufzentralen von Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei erreichen. Auch alle Bergsportlerinnen und Bergsportler wählen unterwegs diese Nummer.
Gepäcktransfer
Du möchtest ohne schweres Gepäck unterwegs sein und die Etappen entspannter genießen? Dann nutze einen Gepäcktransfer – so wird dein Rucksack deutlich leichter.
Buche hier deinen Gepäcktransfer!
Wicklow Way schönste Etappen
Die schönsten Etappen des Wicklow Way waren für mich die rauen Berghänge ab Glendalough. Dich erwartet zunächst ein märchenhafter Weg durch das historische Klostertal, bevor der Anstieg zum Mullacor mit beeindruckenden Blicken tief ins Glenmalure Valley folgt. Besonders lohnend ist die Passage über den Slieve Maan und entlang des Lugduff-Rückens – mit Aussicht bis zum höchsten Gipfel der Wicklow Mountains, dem markanten Lugnaquilla.
Kurz gesagt: Die Etappen 3 und 4 haben mir am besten gefallen.
Versorgung am Wicklow Way
Die Verpflegung entlang des Wicklow Way ist insgesamt gut, erfordert aber etwas Planung – vor allem auf längeren Etappen durch die Wicklow Mountains. Manchmal ist auch ein Umweg erforderlich, um einen Supermarkt oder eine Bar zu erreichen. Auf den letzten rund 30 Kilometern des Weges (Tinahely – Clonegal) gibt es, mit Ausnahme von Shillelagh, keine Verpflegungsmöglichkeiten mehr. Am Ende des Wicklow Way, in Clonegal, ist die Versorgung dann wieder ausreichend.
Marlay Park / Startbereich → Supermärkte & Cafés in Dublin
Enniskerry → sehr gute Versorgung (Supermarkt, Restaurants, Cafés)
Roundwood → gute Versorgung (Supermarkt, Pub, Bäckerei)
Laragh / Glendalough → gute Versorgung (Café, Shop, Restaurant)
Glenmalure → eingeschränkte Versorgung (Lodge / Bar, je nach Saison)
Moyne / Umgebung → keine direkte Versorgung → Proviant mitnehmen
Tinahely → sehr gute Versorgung (Supermarkt, Cafés, Restaurants)
Shillelagh → solide Versorgung (kleiner Supermarkt, Bar, Fast Food)
Clonegal / Bunclody → gute Versorgung (Supermärkte, Pubs, Restaurants)
Wichtige Hinweise zur Verpflegung
Längere Abschnitte ohne Einkaufsmöglichkeiten
Besonders zwischen Glenmalure und Tinahely sowie teilweise rund um Moyne solltest du ausreichend Verpflegung dabei haben.
Öffnungszeiten beachten
Gerade kleinere Shops und Pubs haben teilweise eingeschränkte Öffnungszeiten – insbesondere außerhalb der Hauptsaison.
Wasser
Wasser bekommst du regelmäßig in Orten und Unterkünften. In abgelegenen Abschnitten empfiehlt sich eine Reserve oder ein Filter.
Wasser
Unterwegs gibt es an manchen Stellen zwar Wasserquellen, aber nicht immer zuverlässig. Ich empfehle dir daher, deinen Wasservorrat vor Beginn jeder Tagesetappe in der Unterkunft aufzufüllen. Wenn du unterwegs Wasser nachfüllen möchtest, solltest du es unbedingt filtern oder abkochen, um auf Nummer sicher zu gehen.
Wicklow Way mit dem Zelt
Im Bereich des Wicklow Mountains National Park (mit Ausnahme von Glendalough) ist Wildcamping erlaubt. Wichtig ist dabei, dass du dich unbedingt an die Camping-Regeln des Nationalparks hältst und generell die Prinzipien von Leave No Trace beachtest. Bedenke außerdem, dass sich diese Regelungen jederzeit ändern können – achte daher immer auch auf aktuelle Hinweise und Beschilderungen vor Ort.
Alternativ findest du entlang des Wicklow Way auch einige Campingplätze, die ich im Abschnitt Unterkünfte aufgeführt habe.
Zudem gibt es entlang des Wicklow Way einfache, zu drei Seiten geschlossene Shelter, die einen guten Schutz vor Wind und Wetter bieten:
Mucklagh shelter (nahe Aughavannagh)
Mullacor shelter (Glenmalure)
Brushers Gap shelter (Paddock Hill)
Weitere Infrastruktur wie Wasser oder Toiletten ist bei diesen Sheltern nicht vorhanden. Es gibt jedoch teilweise Feuerstellen, die von Wanderern genutzt werden. Ob dies rechtlich erlaubt ist, solltest du im Vorfeld selbst prüfen. Im Abschnitt Unterkünfte findest du, zu welcher Etappe welcher Shelter am besten passt.
Achtung: Du solltest immer ein Zelt dabeihaben. Ich habe selbst erlebt, dass ein Shelter komplett überfüllt war – sie bieten meist nur Platz für maximal vier Personen. Die Chance ist also durchaus hoch, dass du keinen freien Platz vorfindest. In diesem Fall musst du neben dem Shelter dein Zelt aufschlagen oder auf eine feste Unterkunft ausweichen. Beachte aber das feste Unterkünfte nicht immer spontan verfügbar sind.

Wicklow Way Packliste
Hier stelle ich dir die wichtigste Wanderausrüstung vor, die ich persönlich besitze, ausgiebig getestet habe und auch selbst gekauft habe. Bei meiner Ausrüstung lege ich großen Wert auf das Gewicht, die Qualität und den Preis. Sie sollte sich bei längeren Touren komfortabel anfühlen und gleichzeitig leicht sein. Die Ausrüstung für Damen kann ich ebenfalls empfehlen, da meine Frau diese verwendet, und sie ist im Wesentlichen die gleiche wie die für Männer.
Achtung: Bitte beachte, dass die Wanderausrüstung allgemein gehalten ist und je nach Jahreszeit sowie individuellen Bedürfnissen angepasst werden sollte!
Kleidung
Wanderschuhe
Kurze Wanderhose
Lange Wanderhose
Funktionsshirt
Hybridjacke
Fleece-Jacke
Regenjacke
Funktionsunterwäsche
Wandersocken
Weitere Wanderausrüstung
• Isomatte
Wanderrucksack (ca. 60 Liter oder je nach Bedarf)
von EXPED - leider nicht auf Amazon verfügbar.
• Rucksack - Ospray (War mein alter und ist auch gut)
Technik und Orientierung
• Kompass
• ggfs. GPS-Gerät oder GPS-Uhr
• ggfs. Fernglas
Verpflegung
• Nahrung nach Bedarf
• Süßigkeiten zur Aufrechterhaltung der Moral :)
Gesundheit & Erste Hilfe
• Tape
• Klopapier
Sonstiges
• Pass/Versicherungsausweis
• Bargeld/Kreditkarte
• Gaskartusche
Filmische Ausrüstung
• Kamera
• Drohne
• Stativ

Zur optimalen Vorbereitung auf deine Wanderungen empfehle ich dir die Workouts auf meinem YouTube-Kanal.

Wicklow Way GPX
Für die Planung und Navigation auf dem Wicklow Way stelle ich eigene GPX-Tracks und Kartenmaterial zur Verfügung, die auf meiner eigenen Begehung der Route, ergänzender Recherche und Planung basieren. Diese GPX-Tracks habe ich auf mehreren etablierten Outdoor-Plattformen veröffentlicht und werden laufend überprüft.
Die folgenden Anbieter stellen meine GPX-Dateien und interaktive Karten zum Wicklow Way bereit:
Outdooractive: https://out.ac/3wrVii
GPX-Download – Wicklow Way Gesamtstrecke
Der bereitgestellte GPX-Track zeigt den typischen Routenverlauf des Wicklow Way und kann direkt über den nachfolgenden Download-Button heruntergeladen werden.
Alle 52 Weitwanderwege von Irland auf einen Blick:

Sicherheit, Risiken & Eigenverantwortung am Wicklow Way
Der Wicklow Way ist ein offiziell ausgewiesener und durchgehend markierter Fernwanderweg. Dennoch ist eigenständige Navigation im Gelände jederzeit erforderlich. Wechselhafte Wetterbedingungen wie Regen, Nebel, Sturm, Matsch oder Schneereste können die Orientierung erheblich erschweren und den Anspruch einzelner Etappen deutlich erhöhen.
Für wen ist der Wicklow Way geeignet?
Der Wicklow Way richtet sich vor allem an Wanderer mit guter Grundkondition, die mehrere Tage hintereinander unterwegs sein möchten. Technisch ist der Weitwanderweg meist nicht besonders schwierig, da er überwiegend auf gut ausgebauten Wanderwegen, Forstwegen, Straßen und Talwegen verläuft. Bei schlechtem Wetter kann der Wicklow Way jedoch anspruchsvoll werden. Es gibt auch versorgungsärmere Abschnitte die eine zusätzliche beachtung bzw. Planung benötigen.
Je nach Etappenplanung erwarten dich täglich mehrere Stunden Gehzeit sowie einzelne Anstiege und Abstiege. Nach meiner Einschätzung gab es kiene ausgesetzten Abschnitte jedoch abschüssiges Gelände. Ich habe die Tour insgesamt als sehr angenehmen Weitwanderweg erlebt, der sich bei schlechtem Wetter jedoch schnell auch konditionell fordernd anfühlen kann. Bei anhaltendem Regen wird trotz guter Ausrüstung vieles nass – damit solltest du auf dieser Tour rechnen und entsprechend vorbereitet sein. Mit einer guten Grundkondition, passender Ausrüstung und etwas Vorbereitung ist der Wicklow Way für viele Wanderer geeignet.
Internationaler Notruf
Wenn du in den Bergen oder beim wandern unterwegs bist, solltest du die wichtigste Notrufnummer kennen.
112 – Europaweiter Notruf (funktioniert in den meisten Ländern)
Navigation & Orientierung
Viele Pfade sind zwar ausgetreten und bei gutem Wetter erkennbar, eine eigenständige offline Navigation mit GPS-Track, Karte und Kompass sind trotzdem wie bei jeder Wanderung unerlässlich. Es wird darauf hingewiesen das Markierungen fehlen oder beschädigt sein können.
Verletzungen durch Stürze
Auf Wanderwegen wie dem Wicklow Way können unebenes Gelände, lose Steine oder nasse Passagen schnell zu Ausrutschern führen. Besonders bei steilen Abstiegen oder auf Bergpfaden ist daher erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Trittsicherheit, geeignetes Schuhwerk und ein angepasstes Tempo helfen, das Risiko von Stürzen deutlich zu reduzieren. Eine Wander- und Trekkingversicherung ist daher empfohlen.
Sicherheitshinweis
Fernwanderwege und Trekkingtouren bergen grundsätzlich Risiken, insbesondere in abgelegenem, unübersichtlichem oder anspruchsvollem Gelände. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung, keine geführte Tour und keine professionelle Einschätzung durch zertifizierte Wanderführer. Dieser Guide dient als Planungshilfe. Jede Begehung erfolgt auf eigene Verantwortung.
Bitte beachte für mehr Informationen die Haftungshinweise, die Sicherheitshinweise, die FAQ-Nutzungshinweise zu den Guides, sowie die redaktionellen Richtlinien auf HikingFex.com.

FAQ – Häufige Fragen zum Wicklow Way
Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Wicklow Way – kompakt, hilfreich und aus eigener Erfahrung zusammengestellt:
Wie schwierig ist der Wicklow Way?
Der Wicklow Way ist technisch meist einfach, erfordert aber eine gute Grundkondition. Die Etappen können lang sein und führen teilweise durch abgelegene, hügelige Landschaften.
Wie viele Tage solltest du für den Wicklow Way einplanen?
Die klassische Durchquerung dauert etwa 6–7 Tage, abhängig von deiner Etappenplanung und deinem Tempo.
Ist der Wicklow Way gut ausgeschildert?
Ja, der Weg ist durchgehend gut markiert. Trotzdem solltest du eine Karte oder ein GPS-Gerät dabeihaben, besonders bei schlechtem Wetter.
Wie ist die Verpflegung entlang des Wicklow Way?
Die Versorgung ist insgesamt gut, aber nicht durchgehend. In größeren Orten findest du Supermärkte und Pubs, dazwischen gibt es längere Abschnitte ohne Einkaufsmöglichkeiten.
Kannst du den Wicklow Way ohne Gepäck gehen?
Ja, ein Gepäcktransfer ist problemlos möglich und macht die Tour deutlich angenehmer, besonders bei längeren Etappen.
Wie ist das Wetter am Wicklow Way?
Das Wetter ist wechselhaft und Regen kann ganzjährig auftreten. Plane flexibel und rechne jederzeit mit nassen Bedingungen.
Ist Wildcampen am Wicklow Way erlaubt?
Wildcampen ist offiziell nicht erlaubt, wird aber in abgelegenen Bereichen teilweise toleriert. Achte auf respektvolles Verhalten und Leave-No-Trace.
Wie anspruchsvoll sind die Etappen?
Die Etappen sind konditionell teilweise fordernd, vor allem durch Länge und Höhenmeter. Technisch bleiben sie aber meist einfach.
Wo endet der Wicklow Way?
Der klassische Endpunkt ist Clonegal. Viele Wanderer gehen noch weiter bis Bunclody, da dort die Rückreise einfacher ist.
Wie funktioniert die Rückreise vom Wicklow Way?
Am einfachsten reist du von Bunclody zurück. Dort findest du Busverbindungen direkt am Hauptplatz.
Was sind die Highlights des Wicklow Way?
Zu den Highlights zählen die Wicklow Mountains, Glendalough, ruhige Waldabschnitte, weite Täler sowie kulturelle Orte entlang der Route.

Fernwanderwege
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Weitere Fernwanderwege
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Kerry Way in Irland
Lofoten Durchquerung in Norwegen
Madeira Inselüberquerung in Portugal
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Weitere Küstenwanderwege
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Weitere Hüttentouren
Hüttentouren sind eine der schönsten Möglichkeiten, mehrere Tage in den Bergen unterwegs zu sein. Du wanderst von Hütte zu Hütte, erlebst beeindruckende Berglandschaften und übernachtest in gemütlichen Berghütten mitten in der Natur.
Weitere Flusswanderwege
Flusswanderwege gehören zu den abwechslungsreichsten Fernwanderungen. Die Routen führen entlang von Flusstälern, durch Auenlandschaften, historische Städte und oft auch durch beeindruckende Schluchten oder Weinregionen.

Autor & Verantwortung
Dieser Guide wurde von HikingFex.com verfasst, basierend auf persönlicher Erfahrung, umfangreicher Recherche und regelmäßiger Aktualisierung. Alle Empfehlungen beruhen auf eigener Einschätzung.
Fazit zum Wicklow Way
Der Wicklow Way ist ein rund 130 km langer Fernwanderweg, der dich durch einige der vielfältigsten und stimmungsvollsten Landschaften Irlands führt. Dich erwartet eine eindrucksvolle Mischung aus alten Wäldern, offenen Landschaften, tief eingeschnittenen Tälern und sanften Hügelketten – durchzogen von einsamen Wegen, geschichtsträchtigen Orten und weiten Ausblicken über die Wicklow Mountains.
Ich habe den Wicklow Way als angenehm abwechslungsreichen, aber teilweise auch unterschätzten Fernwanderweg erlebt. Vor allem die längeren Etappen und das oft wechselhafte Wetter können fordernd sein, besonders tief in den Wicklow Mountains.
Meiner Meinung nach ist der Wicklow Way für alle geeignet, die mit dem Fernwandern beginnen und bereits etwas Erfahrung im Wandern mitbringen. Er birgt die ein oder andere Herausforderung in Form von Höhenmetern oder rutschigem Gelände, blieb bei meiner tour jedoch kaum zu anspruchsvoll. Nach meiner Einschätzung gab es keine ausgesetzten Abschnitte, jedoch teilweise abschüssiges Gelände, was für mich mit Höhenangst sehr angenehm war.
Wandern in Irland ist grundsätzlich etwas eigen, aber du kannst dich gut darauf vorbereiten. Es gibt viel offizielle Literatur über das Wandern in dieser Region. Ergänzend dazu kannst du natürlich auch meinen Guide für deine eigene Planung heranziehen. Ich wünsche dir viel Erfolg und eine unvergessliche Zeit auf deiner Tour.
Mehr entdecken auf HikingFex.com
HikingFex ist deine Plattform für Fernwanderwege und Trekkingtouren mit detaillierten Guides, Etappenbeschreibungen, Unterkünften, Highlights, Karten, GPX-Tracks und Planungstipps aus der Praxis. Ziel ist es, nicht nur zu inspirieren, sondern deine Touren wirklich planbar zu machen.
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Bitte beachte für mehr Informationen die Haftungshinweise, die Sicherheitshinweise, die FAQ-Nutzungshinweise zu den Guides, sowie die redaktionellen Richtlinien auf HikingFex.com.














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SUNWIN hôm trước mình vào thử cho biết thôi, kiểu nghe mọi người nhắc nhiều quá nên tò mò. Ấn tượng đầu là giao diện nhìn hiện đại mà không bị “lòe loẹt”, chữ dễ đọc nên lướt nhanh vẫn nắm được ý. Mình để ý họ nói khá nhiều về chuyện vận hành ổn định với minh bạch, đọc thấy nhẹ đầu hơn so với mấy trang hay nói quá. Có đoạn nhắc bảo mật nhiều lớp nữa, ít nhất là họ chạm đúng cái người dùng hay ngại khi đăng nhập để thông tin. Mình không ngồi lâu, chủ yếu kéo xuống xem bố cục thôi, nhưng cảm giác điều hướng ổn, không bị lạc. Cuộn xuống là…