Kerry Way: Ultimativer Guide mit Unterkünfte, Etappen und Route
- 13. Feb.
- 26 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Der Kerry Way ist ein eindrucksvoller Fernwanderweg durch die abwechslungsreichen Landschaften im Südwesten Irlands. In diesem Artikel findest du alle Informationen, die du für eine sorgfältige Planung und eine sichere Wanderung am Kerry Way benötigst. Ich führe dich durch jede Etappe im Detail und zeige dir zusätzlich spannende Highlights entlang der Route sowie Unterkünfte, Versorgungsmöglichkeiten und mögliche Zeltplätze.

Inhaltsverzeichnis
Hinweis: Über das Inhaltsverzeichnis kannst du direkt zu allen relevanten Abschnitten dieses Guides springen.
Kerry Way auf einen Blick
Länge: 214 km, je nach Varianten etwa 200 und 223 km
Dauer: 7-10 Tage
Höhenmeter: rund 4700 hm ↑
Schwierigkeit: Die Wege sind technisch meist einfach. Abschüssige Passagen vorhanden. Bei schlechtem Wetter deutlich schwerer.
Highlights: Torc Waterfall, Killarney-Nationalpark, Black Valley, Staigue Stone Fort und Sneem (eines der schönsten Dörfer Irlands).
Unterkunft: Hotels, B&Bs, Hostels, Pensionen, Gästehäuser.
Erweiterung: Es sind viele optionale Bergtouren möglich.
Typischer Startpunkt: Offizieller Startpunkt ist in Killarney beim Touristen Informationszentrum.
Wegmarkierung: Der Kerry Way ist gut markiert (schwarze Schilder mit gelbem Wanderer-Symbol und der Aufschrift „Kerry Way“).
Beste Reisezeit: Mai - September.
Autor & Verantwortung: Dieser Guide wurde von Christian Sommer auf HikingFex.com erstellt und basiert auf einer eigenen Begehung des Kerry Way sowie auf sorgfältig aufbereiteten Erfahrungswerten. Die beschriebenen Eindrücke, Einschätzungen und Hinweise sollen dich bei deiner Tourenplanung unterstützen.
Der Guide wird regelmäßig überprüft und aktualisiert.
Werbung: Einige Links in diesem Guide sind Affiliate-Links. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Die Auswahl aller Inhalte erfolgt unabhängig und ohne Einfluss durch Partner.

Kerry Way Anreise
Die Anreise zum Kerry Way ist unkompliziert und gut planbar. Dank der guten Verkehrsanbindung der Region Kerry erreichst du den Startpunkt in Killarney sowohl mit dem Flugzeug als auch bequem mit Bahn oder Bus.
Startpunkt
Der offizielle Startpunkt befindet sich in Killarney beim Touristen Informationszentrum.
Mit dem Flugzeug
Am einfachsten erreichst du den Kerry Way über den internationalen Flughafen Dublin (DUB) oder dein kleineren internationalen Flughafen in Cork (ORK). Von vielen europäischen Städten gibt es ganzjährig direkte Flugverbindungen nach Irland, oft zu sehr günstigen Preisen. Für die Suche nach günstigen Flügen empfehle ich dir Skyscanner – eine übersichtliche App, mit der du schnell die besten Flugangebote findest.
Weiterreise mit dem Zug
Direkt am Flughafen in Dublin nimm beim Airport Bus Terminal den Bus (Dublin Express) oder ein Taxi zum Dublin Heuston Bahnhof. Dort nimm den Zug der direkt bis zum Killarney Bahnhof führt. Die gesamte Fahrtzeit benötigt etwa 4,30 Stunden. Buche dein Ticket am besten vorab über die App OMIO.
Die Anreise über den Flughafen Cork funktioniert genau gleich. Nimm den Bus oder ein Taxi am Flughafen und fahr damit zum Bahnhof in Cork und dann weiter mit dem Zug bis zum Killarney Bahnhof. Die gesamte Fahrtzeit beträgt etwa 2 Stunden. Buche dein Ticket am besten vorab über die App OMIO.

Kerry Way Route
Der Kerry Way ist ein rund 214 km langer Fernwanderweg durch Irland. Offiziell ist er in 10 gut strukturierte Etappen gegliedert und lässt sich flexibel an deine Kondition anpassen – auch Varianten mit 7 oder 9 Etappen sind möglich. Insgesamt bewältigst du rund 4.700 Höhenmeter, pro Tag meist zwischen 300 und 700 hm.
Nimm dir Zeit für optionale Abstecher zu Aussichtspunkten und kulturellen Highlights – genau davon lebt dieser Trail. Es geht weniger um reines Kilometersammeln, sondern darum, in die stille, ursprüngliche Landschaft Irlands einzutauchen. Du wanderst auf alten Viehwegen und einsamen Bergpfaden rund um die Halbinsel Iveragh und erlebst Irland von seiner wilden, authentischen Seite – inklusive regionaler Irischer Küche und spannender Geschichte entlang des Weges.
Wegmarkierung am Kerry Way
Der Kerry Way ist durchgehend sehr gut markiert und gehört zu den am besten ausgeschilderten Fernwanderwegen Irlands. Du folgst dem gelben Wanderer-Symbol auf schwarzen Hintergrund, meist auf Schildern, Zäunen, Pfeilern oder Mauern oder in Ortschaften auf dem Boden- oder Laternen angebracht. Die Wegmarkierung wird für alle irischen National Waymarked Trails verwendet. Auf Hauptabschnitten reicht die Markierung meist völlig aus – ein GPS-Track ist trotzdem empfehlenswert, vor allem bei Nebel oder in Moorpassagen.

Straßenabschnitte
Um den Trail vollständig zu gehen, lassen sich kurze Straßenpassagen nicht ganz vermeiden – vor allem beim Durchqueren von Ortschaften, beim Erreichen kultureller Highlights und Aussichtspunkte, oder beim Verbinden einzelner Wegabschnitte. Der Großteil der Route verläuft jedoch abseits des Verkehrs. Auf den Straßenstücken solltest du dennoch aufmerksam bleiben.

Kerry Way Schwierigkeit
Technisch ist der Kerry Way überwiegend moderat und gut machbar. Schwieriger wird es durch Nässe und generell durch das wechselhafte Wetter. Ausgesetzte Passagen gibt es keine, abschüssiges Gelände nur selten.
Bei Regen können Moor- und Wiesenwege schnell rutschig und aufgeweicht sein, weshalb eine solide Grundkondition und wetterfeste Ausrüstung entscheidend sind, um den Trail entspannt genießen zu können. Nach mehrtägigen Regenereignissen können einzelne Wegabschnitte komplett unter Wasser stehen. Einige Wanderer berichten sogar von Passagen, die bis zur Beckenhöhe überflutet waren (Recherche).

Hinweis: Dieser Guide dient der Orientierung und Inspiration für deine Tourenplanung. Detaillierte Informationen zu Sicherheit, Risiken und Eigenverantwortung findest du in diesem 👉 Abschnitt (Sicherheitshinweise).
Denk daran, deine Reise gut abzusichern – denn bei einem Sturz oder einer anderen typischen Wanderverletzung können schnell hohe Bergungskosten entstehen.
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Kerry Way Etappen
Der Kerry Way ist klassisch in 10 Etappen unterteilt. Jede Etappe überzeugt mit eigenen landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten. Die Distanzen sind klassisch bewusst moderat gehalten, sodass ausreichend Zeit für Abstecher zu kulturellen Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Highlights entlang der Route bleibt.
Kerry Way Klassisch in 10 Etappen (Moderat):
Etappe 1: Killarney - Black Valley (23 km | 410 hm | 7–8 Stunden)
Etappe 2: Black Valley - Glencar (20 km | 610 hm | 7–8 Stunden)
Etappe 3: Glencar - Glenbeigh (16 km | 370 hm | 5–6 Stunden)
Etappe 4: Glenbeigh - Foilmore (20 km | 400 hm | 7–8 Stunden)
Etappe 5: Foilmore - Carhersiveen (21 km | 220 hm | 7–8 Stunden)
Etappe 6: Carhersiveen - Waterville (28 km | 680 hm | 10–11 Stunden)
Etappe 7: Waterville - Caherdaniel (18 km | 310 hm | 5–6 Stunden)
Etappe 8: Caherdaniel - Sneem (20 km | 410 hm | 7–8 Stunden)
Etappe 9: Sneem - Kenmare (34 km | 630 hm | 11–12 Stunden)
*Abkürzung mit Bus von Templenoe - Kenmare möglich, die Etappe hat dann 22km*
Etappe 10: Kenmare - Killarney (26 km | 620 hm | 9–10 Stunden)
Outdooractive: https://out.ac/3xHyIk
Interaktive Karte mit allen Etappen
Damit du den Überblick behältst, findest du hier eine interaktive Karte mit allen Etappen des Kerry Way – inklusive Start- und Zielpunkten sowie den wichtigsten Orten entlang der Route.
Kerry Way in 9 Etappen (Anspruchsvoll):
Etappe 1: Killarney - Black Valley (23 km | 410 hm | 7–8 Stunden)
Etappe 2: Black Valley - Glencar (20 km | 610 hm | 7–8 Stunden)
Etappe 3: Glencar - Glenbeigh (16 km | 370 hm | 5–6 Stunden)
Etappe 4: Glenbeigh - Cahersiveen (28 km | 600 hm | 10–11 Stunden)
Etappe 5: Cahersiveen - Waterville (28 km | 680 hm | 10–11 Stunden)
Etappe 6: Waterville - Caherdaniel (18 km | 310 hm | 5–6 Stunden)
Etappe 7: Caherdaniel - Sneem (20 km | 410 hm | 7–8 Stunden)
Etappe 8: Sneem - Kenmare (34 km | 630 hm | 11–12 Stunden)
Etappe 10: Kenmare - Killarney (26 km | 620 hm | 9–10 Stunden)
Etappe 1: Killarney – Bridia Valley (32km)
Etappe 2: Bridia Valley – Glenbeigh (22 bis 27 km)
Etappe 3: Glenbeigh – Foilmore (20 km)
Etappe 4: Foilmore -Waterville (22km)
Etappe 5: Waterville – Caherdaniel* (13-16 bis 28 km)
Etappe 6: Caherdaniel – Sneem (17km)
Etappe 7: Sneem – Kenmare (32km)

Kerry Way Unterkünfte
Entlang des Kerry Way findest du eine große Auswahl an Unterkünften – von gemütlichen Bed & Breakfasts und kleinen Hotels und Hostels bis hin zu Campingplätzen. Über die folgenden Links auf meiner Partnerplattform Booking.com kannst du deine Unterkunft direkt buchen, ohne dass für dich zusätzliche Kosten entstehen. Wie immer gilt: Je früher du buchst, desto günstiger sind in der Regel die Preise. Aufgrund der Beliebtheit empfehle ich eine frühe Buchung der Unterkünfte.
Unterkünfte nach Etappen
Die Unterkünfte sind nach Etappen gegliedert und dienen als Orientierung für die Planung der Tagesabschnitte auf dem Kerry Way. Aufgeführt sind Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe des jeweiligen Etappenendes. Beachte bei deiner Planung, dass sich Weglängen und Höhenmeter je nach gewählter Unterkunft verändern können.
Tipp: Solltest du im Black Valley vorab keine Unterkunft bekommen kannst du auch bei dieser Busstation starten. Den fehlenden Teil kannst du dir dann am Rückweg anschauen.
Hinweis: Die Kennzeichnung in Budget ($), Mittelklasse ($$) und Komfort ($$$) stellt eine Orientierung dar und kann je nach Saison und Verfügbarkeit variieren. Gegen einen kleinen Aufpreis kannst du bei Booking.com viele Unterkünfte mit einer kostenlosen Stornierungsmöglichkeit buchen. Du kannst direkt hier über diese Links buchen, ohne dass es dich einen Cent mehr kostet. Vielen herzlichen Dank!
Start- und Endpunkt: Killarney
Etappe 1: Black Valley
Etappe 2: Glencar
Etappe 3: Glenbeigh
Etappe 4: Foilmore
Etappe 5: Cahersiveen
Etappe 6: Waterville
The Crescent B&B - $
Seaclusion Luxury Guest B&B - $$$
Clifford's Bed and Breakfast - $
The Hogs Head Hotel - $
Golf Links View B&B - $
Etappe 7: Caherdaniel
Etappe 8: Sneem
Etappe 9: Kenmare
Kerry Way Guide
In diesem Guide stelle ich dir jede Etappe des Kerry Way im Detail vor. Da heute fast ausschließlich mit dem Smartphone navigiert wird, verzichte ich bewusst auf technische Wegbeschreibungen. Stattdessen liegt der Fokus auf Wegbeschaffenheit, Versorgungsmöglichkeiten, möglichen Schlüsselstellen, Geheimtipps sowie besonderen Highlights entlang der Route und am Ende jeder Etappe.
Tipps für Killarney
Wenn du noch etwas Zeit hast, lohnt sich in Killarney ein gemütlicher Spaziergang durch die kleine Innenstadt. Die Gassen sind charmant, die Atmosphäre entspannt – perfekt, um vor dem Start in den Kerry Way anzukommen.
Unbedingt sehenswert sind die St. Mary's Cathedral und The Friary - Franciscan Church. Ebenfalls schön ist die Mural Wall. Nur wenige Gehminuten entfernt erwartet dich mit Celtic Steps The Show eine unterhaltsame irische Tanz- und Musikshow.
Etwa 1 km außerhalb der Stadt liegt das sehenswerte Ross Castle. Von hier hast du auch die Möglichkeit, eine Bootstour zur Innisfallen Abbey zu unternehmen. Ansonsten genieße das Leben im Zentrum mit den zahlreichen einladenden irischen Pubs und entdecke dort die irische Kulinarik sowie irischen Whisky.
Tipp: Decke dich mit Lebensmitteln ein – den nächsten Supermarkt gibt es erst wieder in Glenbeigh.
Etappe 1: Killarney - Black Valley
(23 km | 410 hm | 7–8 Stunden)
Der Startpunkt deiner Wanderung befindet sich in Killarney beim Touristeninformationszentrum. Starte am besten sehr früh, denn auf der ersten Etappe gibt es viel zu sehen. Zunächst führt dich der Weg durch Killarney und anschließend ein Stück entlang der Straße bis nach Castlelough. Dort kannst du einen kurzen Abstecher zur Ruine Castlelough einplanen.
Weiter geht es am See entlang – mit der Möglichkeit, einen Abstecher zur Muckross Abbey zu machen. Nachdem du den Uferweg verlassen hast, erreichst du bald das schöne Muckross House, das heute als Museum dient. Optional kannst du hier auch den Muckros Lake umrunden.
Du überquerst anschließend die charmante Brickeen Bridge und kannst mit einem kleinen Abstecher die Old Weir Bridge besuchen. Alternativ lässt sich diese Runde auch für den Rückweg einplanen.
Auf dem weiteren Weg erreichst du mit dem Torc Waterfall das erste große Highlight. Genieße hier die Aussichtspunkte auf den eindrucksvollen Wasserfall. Ein Stück weiter kannst du optional auch den Torc Mountain auf diesem Weg besteigen.
Nach einem langen Abschnitt durch den Killarney National Park erreichst du schließlich eine Straße, die du überquerst. Kurz darauf hast du die Möglichkeit, mit einem kleinen Abstecher die Derrycunnihy Falls zu besuchen. Anschließend wanderst du am Ufer des Upper Lake durch den Derrycunnihy Wood. Dort verlässt du den Killarney National Park und tauchst ins Black Valley ein, wo deine erste Etappe schließlich endet.
Achtung: Die einzige Versorgungsmöglichkeit befindet sich in der Lord Brandon's Lodge. Den nächsten Supermarkt findest du erst wieder in Glenbeigh. Nimm daher ausreichend Vorräte mit. Im Black Valley gibt es in manchen Unterkünften ein Abendessen, bitte jedoch vorher im Buchungssystem oder telefonisch abklären.

Etappe 2: Black Valley - Glencar
(20 km | 610 hm | 7–8 Stunden)
Starte wieder früh, denn auch heute gibt es viel zu sehen. Nach einem herzhaften Frühstück im B&B wanderst du weiter durch das Black Valley in Richtung Lough Gummeenduff. Kurz darauf kommst du am verfallenen Slate House vorbei.
Wenig später erblickst du den höchsten Berg Irlands, den Carrauntoohil, an dem du direkt vorbeiwanderst. Mit einem zusätzlichen Tag kannst du von dieser Stelle am Parkplatz aus einen Gipfelaufstieg über die Caher Route in Angriff nehmen. Dabei handelt es sich um eine schwere Wanderung (T3), daher solltest du das schwere Gepäck besser zurücklassen. Vom Climbers Inn erreichst du den Parkplatz bequem über die Straße. Dein weiterer Weg führt dich ins Bridia Valley, wo du einen Bergpass (T2) auf knapp 400 hm erklimmst. Danach folgst du dem Trail bis zu einer Wegkreuzung: Auf der nördlichen Route kannst du den Lough Acoose umrunden, während dich nach Westen ein landschaftlich reizvoller Pfad nahezu direkt nach Glencar, deinem Etappenziel, bringt.
Das Climbers Inn gilt als bekannteste und besonders lohnenswerte Unterkunft auf dieser zweiten Etappe.

Etappe 3: Glencar - Glenbeigh
(16 km | 370 hm | 5–6 Stunden)
Nach einer hoffentlich erholsamen Nacht und einem herzhaften Frühstück geht es heute auf einer kürzeren Etappe bis nach Glenbeigh. Zunächst folgst du einem einfachen Forstweg, der später in das Gebiet des Licken Forest eintaucht. Ein schöner Pfad führt dich schließlich bis zu einem Straßenpunkt, von dem aus du einen kurzen Abstecher zur idyllischen Blackstones Bridge machen kannst.
Ein weiterer kleiner Abstecher ermöglicht dir den Besuch eines archäologisches Museum. Danach wird die Landschaft wieder ursprünglicher und du überquerst einen Bergpass auf etwa 300 hm. Oben angekommen genießt du einen schönen Ausblick auf das Meer und auf Glenbeigh. Dort erwarten dich wieder sehr gute Versorgungsmöglichkeiten sowie empfehlenswerte Restaurants.
Tipps für Glenbeigh
Besuch der Behy Bridge
Spaziergang im Glenbeigh Fairy Forest
Spaziergang zum Rossbeigh Strand
Sonnenuntergangswanderung auf den Rossbeigh Mountain (ca. 1,5 Stunden)
Tipp: In Foilmore auf deinem nächsten Etappenziel gibt es keine Versorgungsmöglichkeit. Alternativ kannst du bis ins größere Dorf Cahersiveen weiterreisen.

Etappe 4: Glenbeigh - Foilmore
(20 km | 400 hm | 7–8 Stunden)
Starte wieder früh und mache einen Abstecher auf den Hausberg von Glenbeigh, falls du ihn nicht schon am Vorabend besucht hast. Anschließend überquerst du die Straße des Ring of Kerry und wanderst am Fuße des 640 m hohen Drung Hill mit fantastischer Aussicht entlang.
Unweit davon erblickst du das Gleensk Viaduct. Der weitere Pfad verläuft eine Zeit lang parallel zur Straße, bevor dein Weg schließlich nach Foilmore abzweigt, wo deine Etappe endet.
Vergiss bitte nicht einen Notfall-Biwak mitzunehmen. Er besteht aus einer Notfalldecke die kälteabweisend ist, einer Pfeife und einem Minikompass. Er sollte ohnehin bei jeder Wanderung im Rucksack sein.
Wie das alte schottische Sprichwort sagt: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!"

Etappe 5: Foilmore - Carhersiveen
(21 km | 220 hm | 7–8 Stunden)
Die Etappe ist eigentlich nicht sehr lang, allerdings sind die Wege zu den Highlights bereits mit einberechnet. Du kannst auch überlegen, erneut in Foilmore zu übernachten – dann bleibt auch Etappe 6 moderat in Bezug auf Distanz und Höhenmeter. Ab Cahersiveen wird die 6. Etappe deutlich länger.
Starte nach dem Frühstück wieder sehr früh, denn auf dieser Strecke erwarten dich zahlreiche Highlights. Folge zunächst dem einfachen Weg bis nach Cahersiveen. Nach einer Mittagspause im Ortskern überquerst du die Brücke in Richtung Castlequin.
Dort kannst du folgende Sehenswürdigkeiten besuchen:
Castlequin (Loop auf den 361 m hohen Hügel)
Anschließend endet deine Etappe in Cahersiveen, wo dich wieder ein Supermarkt, zahlreiche Restaurants und weitere Highlights erwarten.
Tipps für Cahersiveen
Besuch des Old Barracks Heritage Centre
Besuch der Daniel O'Connell Memorial Church
Abendspaziergang auf der Bridge Street
Abendessen in einem Restaurant auf der Hauptstraße
Ausklang in einem irischen Pub

Etappe 6: Carhersiveen - Waterville
(28 km | 680 hm | 10–11 Stunden)
Starte heute wieder früh, denn dich erwartet eine längere Etappe. Ab Cahersiveen ist die Wanderung aufgrund von Distanz und Höhenmetern etwas anspruchsvoller. Du kannst die Etappe jedoch mit dem Bus verkürzen oder – wie bereits bei Etappe 5 beschrieben – in Foilmore übernachten. Dann ist die heutige Strecke deutlich moderater.
Folge der Straße am Friedhof vorbei über moorige Hügel bis kurz vor den 244 m hohen Coomduff. Dort teilt sich der Kerry Way: Eine Variante führt optional direkt bis nach Caherdaniel. Alternativ folgst du dem moorigen Hügelgrad mit beeindruckender Aussicht bis nach Waterville.
In Waterville findest du wieder einen Gemischtwarenladen sowie mehrere einladende Restaurants.
Tipps für Waterville
Spaziergang am Waterville Beach
Besuch der Charlie Chaplin Statue
Besuch der St Michael’s Church of Ireland

Etappe 7: Waterville - Caherdaniel
(18 km | 310 hm | 5–6 Stunden)
Verlasse Waterville über die Brücke des Currane River und folge ein kurzes Stück der Straße am Ring of Kerry. Über diese Nebenstraße gelangst du optional noch zu den Eightercua Steinriesen. Ansonsten biege am Ring of Kerry bereits nach nach kurzer Zeit rechts ab und folge dem Küstenpfad, bis du schließlich das Loher Stone Fort erreichst. Das Loher Stone Fort (irisch: An Lóthar) zählt zu den am besten erhaltenen frühmittelalterlichen Steinforts Irlands.
Ein Stück weiter bergauf erwarten dich drei Aussichtspunkte. Dort befindet sich auch das Scariff Inn, das zu einem Mittagessen mit schönem Panorama einlädt.
Auf deinem weiteren Weg kannst du mit einem kleinen Abstecher das Darrynane Stone Fort sowie das danebenliegende Derrynane House besuchen. Nimm dir hier Zeit, um die umliegende Landschaft zu erkunden. Kurz darauf wanderst du bereits am Derrynane beach entlang.
Nachdem du wieder die Straße erreichst, kannst du dir noch das Steinmonument Darrynane Beg Ogham Stone ansehen. Kurz vor deinem Etappenziel lohnt sich außerdem ein kleiner Abstecher zum Caherdaniel Stone Fort.
Schließlich erreichst du Caherdaniel, dein Etappenziel. Dort gibt es keinen Supermarkt und nur eine Kneipe.

Etappe 8: Caherdaniel - Sneem
(20 km | 410 hm | 7–8 Stunden)
Nach einem guten englischen Frühstück verlässt du Caherdaniel und überquerst gleich zu Beginn einen Hügel mit schöner Aussicht. Anschließend folgst du der Straße bis zu einer Kreuzung, von der aus du einen kleinen Abstecher zum Staigue Fort machen kannst.
Danach wanderst du auf einem einfachen Weg weiter bis nach Sneem, einem der schönsten Dörfer Irlands. Dort findest du zwei kleine Lebensmittelläden sowie mehrere Restaurants.
Beachte: Am nächsten Tag gibt es nur wenige Versorgungsmöglichkeiten und unterwegs keinen Supermarkt.
Tipps für Sneem
Besichtigung der Sneem Falls
Besuch der St. Michael's Catholic Church
Irland ist nicht bekannt für viel Sonne, dennoch bist du dauerhaft draußen und den Bewegungen der Luft ausgesetzt. Deshalb empfehle ich dir an dieser Stelle gleich meine geliebte Piz Buin Mountain Sonnencreme mit Lippenpflege LSF 50+, sowie meine ultra leichte Sonnenkappe und Windblocker.
„Die Sonne scheint auch hinter den Wolken." Zitat von Karl Friedrich Wilhelm Wander

Etappe 9: Sneem - Kenmare
*Abkürzung mit Bus von Templenoe - Kenmare möglich, die Etappe hat dann 22km*
(34 km | 630 hm | 11–12 Stunden)
Heute wartet – ohne Bus – die längste Etappe auf dich. Starte daher früh nach deinem Frühstück. Das erste Highlight lässt nicht lange auf sich warten: Nach einem sanften Anstieg erreichst du direkt am Weg die Brushwood Gallery, der du einen Besuch abstatten kannst.
Anschließend folgst du dem Pfad stets parallel zur Küste bis zum Lough Fada, an dessen Ufer du entlangwanderst. In Dromore kannst du mit einem kleinen Abstecher das Dromore Castle im neo-gothic Baustil besichtigen.
Wenig später erreichst du Templenoe, wo du bei der Busstation zusteigen kannst. Der Bus 281 oder R44 führt 4 mal pro Tag, der letzte um 18:17 Uhr. Den Fahrplan bitte jedoch immer vor der Tour selbst überprüfen. Alternativ folgst du dem Weg weiter bis nach Kenmare. Dort findest du größere Supermärkte sowie zahlreiche Restaurants und Pubs. Sehr empfehlenswert ist zudem ein Spaziergang im Reenagross Woodland Park.
Tipps für Kenmare
Besichtigung der Cromwells Bridge
Besuch der Holy Cross Catholic Church
Spaziergang im Fair Green Park
Spaziergang im Reenagross Woodland Park (Lovers Walk)

Etappe 10: Kenmare - Killarney
(26 km | 620 hm | 9–10 Stunden)
Die letzte Etappe erwartet dich. Starte wieder früh, denn es steht noch einmal eine verhältnismäßig längere Strecke an. Außerdem kannst du heute eines der Highlights nachholen, das du auf der ersten Etappe vielleicht ausgelassen hast.
Nach der Überquerung eines letzten Bergpasses zwischen dem Peakeen Mountain und dem Knockanaguish führt der Pfad wieder dieser Stelle mit der ersten Etappe zusammen. So hast du die Möglichkeit, den Aufstieg auf den Torc Mountain oder die Umrundung des Muckross Lake einzuplanen.
Schließlich endet deine Tour wieder in Killarney. Wenn du es geschafft hast: Gratulation. Es ist keine leichte Reise – vor allem nicht bei schlechtem Wetter.
Aufgrund der langen Strecke und der schweißtreibenden Höhenmeter möchte ich dir an dieser Stelle noch mein ultra leichtes Wanderzeug empfehlen:
Weiters möchte ich dir noch aufgrund der Gebirgs- und Dschungellandschaft, sowie der anspruchsvollen Bergpfade und der eventuellen Nässe, meine geliebten Salewa-Trekkingschuhe ans Herz legen:
• Salewa MS Raven 3 GTX (Verfügbar für Damen und Herren)
„Gib deiner Frau die richtigen Schuhe und sie kann die ganze Welt erobern." Zitat von Marilyn Monroe

Beste Reisezeit für den Kerry Way
Wenn du den Kerry Way erleben möchtest, eignen sich besonders die Monate Mai bis September. In diesem Zeitraum sind die Temperaturen in Südwestirland meist mild, die Tage lang und die Bedingungen für mehrtägiges Wandern am stabilsten. Die Landschaft rund um die Iveragh-Halbinsel zeigt sich sattgrün, und die Infrastruktur entlang der Route ist vollständig geöffnet.
Frühling (April–Mai)
Im späten Frühling erwacht die Natur in Kerry spürbar zum Leben. Die Hügel sind frisch grün, die Luft klar und die Besucherzahlen noch moderat. Besonders im Mai profitierst du von längeren Tagen und oft stabileren Wetterfenstern. Dennoch ist Irland bekannt für schnelle Wetterwechsel – Wind und Regenschauer können jederzeit auftreten. Eine gute Regenjacke gehört daher immer ins Gepäck.
Sommer (Juni–August)
Die Sommermonate gelten als klassische Wanderzeit. Die Temperaturen liegen meist angenehm zwischen 15 und 20 Grad, extreme Hitze ist selten. Dafür musst du in beliebten Abschnitten – etwa rund um Killarney oder Waterville – mit mehr Wanderern rechnen. Unterkünfte solltest du in dieser Zeit frühzeitig reservieren.
Durch die langen Tage kannst du die Etappen flexibel gestalten und auch längere Distanzen entspannt bewältigen.
Herbst (September–Oktober)
Der Frühherbst ist für viele die schönste Zeit am Kerry Way. Die Lichtstimmung über Atlantik, Seen und Moorlandschaften ist besonders intensiv, und es wird wieder ruhiger auf dem Trail. Die Temperaturen bleiben oft mild, allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit für kräftige Tiefdruckgebiete vom Atlantik. Wind und anhaltender Regen sind in dieser Jahreszeit keine Seltenheit.
Klimadiagramm: Temperaturen und Niederschlag
Das folgende Klimadiagramm zeigt die durchschnittlichen Temperaturen und Niederschläge entlang des Kerry Way. Die rote Linie stellt die mittleren Tageshöchsttemperaturen dar, während die blaue Linie die durchschnittlichen Nachttemperaturen zeigt. Die Balken geben Auskunft über die monatliche Niederschlagsmenge. Typisch für die Region sind angenehme Sommer und deutlich kühlere Temperaturen in den frühen Morgenstunden oder bei Schlechtwetter. Selbst im Hochsommer können Regen und Wind schnell auftreten – warme Kleidung und zuverlässiger Wetterschutz sollten daher immer Teil deiner Ausrüstung sein.

Weitere Informationen für den Kerry Way
Hier findest du ergänzende praktische Informationen über den Kerry Way, die unterwegs relevant sein können – etwa zu Zahlungsmitteln, kleinen Alltagsfragen und anderen Details, die bei der Tourenplanung oft übersehen werden, unterwegs aber einen Unterschied machen.
Geld
Bargeldloses Bezahlen ist an vielen Orten möglich, dennoch solltest du sicherheitshalber immer etwas Bargeld dabei haben.
Handyempfang
Auf den ersten 3 Etappen gibt es nicht immer einen Handyempfang. Das solltest du bei deiner Tour berücksichtigen.
Notrufnummer
Unter der Nummer 112 (europaweiter Notruf) können Menschen in Notsituationen in allen EU-Mitgliedsstaaten gebührenfrei die Notrufzentralen von Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei erreichen. Auch alle Bergsportlerinnen und Bergsportler wählen häufig im Notfall diese Nummer.
Wildcampen
Wildcampen in Irland ist grundsätzlich verboten, wird jedoch nach Rücksprache mit Grundbesitzern häufig geduldet. Anders als in Schottland gibt es kein generelles „Right to Roam“. Das Land befindet sich größtenteils in Privatbesitz – daher gilt: Respekt, Zurückhaltung und im Zweifel immer nachfragen.
Die rechtliche Situation kann sich jederzeit ändern. Informiere dich deshalb vor deiner Tour unbedingt über die aktuell geltenden Bestimmungen.
Verpflegung am Kerry Way
Hier findest du eine Übersicht der wichtigsten Orte entlang des Kerry Way, an denen du Lebensmittel einkaufen oder essen gehen kannst:
Killarney
Große Auswahl an Supermärkten, Cafés, Restaurants und Pubs. Idealer Start- oder Versorgungspunkt vor Beginn deiner Tour.
Glenbeigh
Kleiner Laden, Pub und Café. Die Auswahl dort ist begrenzt.
Cahersiveen
Mehrere Supermärkte, Cafés und Restaurants. Ein sehr guter Versorgungsort.
Waterville
Kleiner Supermarkt, Cafés und Restaurants entlang der Promenade.
Sneem
Kleiner Lebensmittelladen sowie mehrere Pubs und Restaurants.
Kenmare
Sehr gute Infrastruktur mit mehreren Supermärkten, Cafés und Restaurants.
Hinweis zu abgelegenen Abschnitten
Zwischen den einzelnen Orten liegen teils längere, abgelegene Abschnitte durch Moorlandschaften, Küstenpassagen und Bergregionen ohne Einkaufsmöglichkeiten. Plane deine Etappen daher gut und nimm immer ausreichend Wasser und Verpflegung für den Tag mit.
Gerade bei wechselhaftem Wetter oder starkem Wind können Etappen länger dauern als gedacht. Eine kleine Notration im Rucksack schadet am Kerry Way nie.
Wasser
Achte darauf, genügend Wasser mitzunehmen, da viele der kleinen Dörfer keinen Supermarkt haben und brauchbare Wasserquellen nicht immer sofort verfügbar sind.
Kerry Way Gepäcktransfer
Folgende Anbieter stehen für einen Gepäcktransfer zur Verfügung:

Packliste für den Kerry Way
Hier stelle ich dir die wichtigste Wanderausrüstung vor, die ich persönlich besitze, ausgiebig getestet habe und auch selbst gekauft habe. Bei meiner Ausrüstung lege ich großen Wert auf das Gewicht, die Qualität und den Preis. Sie sollte sich bei längeren Touren komfortabel anfühlen und gleichzeitig leicht sein. Die Ausrüstung für Damen kann ich ebenfalls empfehlen, da meine Frau diese verwendet, und sie ist im Wesentlichen die gleiche wie die für Männer.
Achtung: Bitte beachte, dass die Wanderausrüstung allgemein gehalten ist und je nach Jahreszeit sowie individuellen Bedürfnissen angepasst werden sollte!
Kleidung
Wanderschuhe
Kurze Wanderhose
Lange Wanderhose
Funktionsshirt
Hybridjacke
Fleece-Jacke
Regenjacke
Funktionsunterwäsche
Wandersocken
Weitere Wanderausrüstung:
• Isomatte
Wanderrucksack (ca. 60 Liter oder je nach Bedarf)
von EXPED - leider nicht auf Amazon verfügbar.
• Rucksack - Ospray (War mein alter und ist auch gut)
Technik und Orientierung:
• Kompass
• ggfs. GPS-Gerät oder GPS-Uhr
• ggfs. Fernglas
Verpflegung:
• Nahrung nach Bedarf
• Süßigkeiten zur Aufrechterhaltung der Moral :)
Gesundheit & Erste Hilfe:
• Tape
• Klopapier
Sonstiges:
• Pass/Versicherungsausweis
• Bargeld/Kreditkarte
• Gaskartusche
Filmische Ausrüstung:
• Kamera
• Drohne
• Stativ

Kerry Way GPX
Für die Planung und Navigation auf dem Kerry Way stelle ich eigene GPX-Tracks und Kartenmaterial zur Verfügung, die auf meiner eigenen Begehung der Route, ergänzender Recherche und Planung basieren. Diese GPX-Tracks habe ich auf mehreren etablierten Outdoor-Plattformen veröffentlicht und laufend überprüft.
Die folgenden Anbieter stellen meine GPX-Dateien und interaktive Karten zum Kerry Way bereit:
Outdooractive: https://out.ac/3xHyIk
GPX-Download – Kerry Way Gesamtstrecke
Der bereitgestellte GPX-Track zeigt den typischen Routenverlauf des Kerry Way und kann direkt über den nachfolgenden Download-Button heruntergeladen werden.
Fernwanderwege Europa: 90 Routen, alle Länder
Zur optimalen Vorbereitung auf deine Wanderungen empfehle ich dir die Workouts auf meinem YouTube-Kanal.
Sicherheit, Risiken & Eigenverantwortung am Kerry Way
Der Kerry Way ist ein offiziell ausgewiesener und durchgehend markierter Fernwanderweg. Dennoch ist eigenständige Navigation im Gelände jederzeit erforderlich. Wechselhafte Wetterbedingungen wie Regen, Nebel, Sturm, Matsch oder Schneereste können die Orientierung erheblich erschweren und den Anspruch einzelner Etappen deutlich erhöhen.
Für wen ist der Kerry Way geeignet?
Der Kerry Way richtet sich vor allem an Wanderer mit guter Grundkondition, die mehrere Tage hintereinander unterwegs sein möchten. Technisch ist der Weitwanderweg meist nicht besonders schwierig, da er überwiegend auf gut ausgebauten Wanderwegen, Forstwegen, Straßen und Talwegen verläuft. Bei schlechtem Wetter kann der Kerry Way jedoch anspruchsvoll werden.
Je nach Etappenplanung erwarten dich täglich mehrere Stunden Gehzeit sowie einzelne Anstiege und Abstiege. Ich habe die Tour insgesamt als sehr angenehmen Weitwanderweg erlebt, der sich bei schlechtem Wetter jedoch schnell auch konditionell fordernd anfühlen kann. Bei anhaltendem Regen wird trotz guter Ausrüstung vieles nass – damit solltest du auf dieser Tour rechnen und entsprechend vorbereitet sein. Mit einer guten Grundkondition, passender Ausrüstung und etwas Vorbereitung ist der Kerry Way für viele Wanderer geeignet. Besondere Vorsicht ist dennoch bei schlechtem Wetter und Gewitter geboten!
Internationaler Notruf
Wenn du in den Bergen oder beim wandern unterwegs bist, solltest du die wichtigste Notrufnummer kennen.
112 – Europaweiter Notruf (funktioniert in den meisten Ländern)
Navigation & Orientierung
Viele Pfade sind zwar ausgetreten und bei gutem Wetter erkennbar, eine eigenständige offline Navigation mit GPS-Track, Karte und Kompass sind trotzdem wie bei jeder Wanderung unerlässlich. Es wird darauf hingewiesen das Markierungen fehlen oder beschädigt sein können.
Verletzungen durch Stürze
Auf Wanderwegen wie dem Kerry Way können unebenes Gelände, lose Steine oder nasse Passagen schnell zu Ausrutschern führen. Besonders bei steilen Abstiegen oder auf Bergpfaden ist daher erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Trittsicherheit, geeignetes Schuhwerk und ein angepasstes Tempo helfen, das Risiko von Stürzen deutlich zu reduzieren. Eine Wander- und Trekkingversicherung ist daher empfohlen.
Sicherheitshinweis
Fernwanderwege und Trekkingtouren bergen grundsätzlich Risiken, insbesondere in abgelegenem, unübersichtlichem oder anspruchsvollem Gelände. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung, keine geführte Tour und keine professionelle Einschätzung durch zertifizierte Wanderführer. Dieser Guide dient als Planungshilfe. Jede Begehung erfolgt auf eigene Verantwortung.
Bitte beachte für mehr Informationen die Haftungshinweise, die Sicherheitshinweise, die FAQ-Nutzungshinweise zu den Guides, sowie die redaktionellen Richtlinien auf HikingFex.com.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Kerry Way
In diesem FAQ-Bereich findest du kompakte, aber umfassende Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Kerry Way. Er hilft dir bei Planung, Etappeneinteilung, Unterkunft, Versorgung, Navigation und Vorbereitung auf Irlands bekanntesten Fernwanderweg.
Was ist der Kerry Way?
Der Kerry Way ist Irlands beliebtester Fernwanderweg.
Wie viele Etappen hat der Kerry Way?
Offiziell ist der Kerry Way in 10 Etappen gegliedert. Je nach Kondition kannst du ihn in 7 bis 10 Tagen wandern. Viele Wanderer passen die Etappen individuell an oder verkürzen längere Abschnitte per Bus.
Wie lang ist der Kerry Way?
Je nach Variante beträgt die Gesamtlänge zwischen 200 und 223 Kilometern. Insgesamt sammelst du rund 4700 Höhenmeter.
Wie schwierig ist der Kerry Way?
Technisch ist der Trail überwiegend moderat. Es gibt keine ausgesetzten Passagen jedoch manchmal abschüssiges Gelände. Anspruchsvoll wird er durch:
die Gesamtlänge
wechselhaftes Wetter
matschige Moor- und Wiesenwege
teilweise lange Etappen
teilweise mangelnde Versorgungsmöglichkeit
Nach anhaltendem Regen können einzelne Wege überflutet sein.
Wie ist die Wegbeschaffenheit?
Der Kerry Way verläuft über:
Moor- und Wiesenwege
Forststraßen
schmale Bergpfade
kurze Straßenabschnitte
Küstenpfade
Bei Nässe können viele Passagen stark aufgeweicht und rutschig sein.
Ist der Kerry Way gut ausgeschildert?
Ja, die Route ist durchgehend markiert. Dennoch empfiehlt sich ein GPS-Track (z. B. über Komoot oder GPX-Datei) als Backup, besonders bei Nebel oder schlechtem Wetter.
Gibt es ausreichend Versorgungsmöglichkeiten?
Die Versorgung ist gut, aber nicht täglich garantiert. In größeren Orten wie:
Glenbeigh
Killarney
Cahersiveen
Waterville
Sneem
Kenmare
findest du Supermärkte und Restaurants.
Dazwischen gibt es längere Abschnitte ohne Einkaufsmöglichkeiten. Plane daher deine Verpflegung vorausschauend.
Welche Unterkünfte gibt es am Kerry Way?
Entlang der Route findest du:
klassische irische B&Bs
kleine Hotels
Pensionen
einige Hostels
wenige Campingplätze
In der Hauptsaison solltest du Unterkünfte vorab reservieren.
Ist Wildcampen oder Zelten erlaubt?
Wildcampen ist in Irland grundsätzlich verboten, wird aber vereinzelt nach Rücksprache mit Grundbesitzern geduldet. Es gibt kein „Right to Roam“ wie in Schottland. Offizielle Campingplätze sind die sicherere Option.
Gibt es einen Gepäcktransport?
Ja. Mehrere Anbieter organisieren Baggage Transfer zwischen Unterkünften. So kannst du den Trail mit leichtem Tagesrucksack wandern.
Kann man den Kerry Way alleine wandern?
Ja, der Trail eignet sich gut für Solo-Wanderer. Die Infrastruktur ist vorhanden, die Beschilderung zuverlässig und regelmäßig erreichst du Ortschaften mit Unterkünften.
Wie sind die Erfahrungen auf dem Kerry Way?
Viele Wanderer berichten von:
spektakulären Küstenblicken
einsamen Moorlandschaften
wechselhaftem Atlantikwetter
herzlicher irischer Gastfreundschaft
Die größte Herausforderung ist oft nicht das Gelände, sondern Wind, Regen und nasser Untergrund.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die beste Zeit ist von Mai bis September.
Frühjahr und Herbst sind ruhiger, aber wetteranfälliger. Regen ist ganzjährig möglich.
Wie erfolgt die Anreise?
Start- und Zielpunkt ist Killarney.
Anreise möglich über:
Zug oder Bus von Dublin oder Cork
Flughafen Kerry
Mietwagen
Welche Ausrüstung ist besonders wichtig?
Wasserdichte Wanderschuhe
Regenjacke und Regenschutz
Wechselkleidung
GPS-Track
ausreichend Verpflegung auf längeren Abschnitten
Das Wetter kann sich rasch ändern.
Welche Etappen gibt es am Kerry Way?
Etappe 1: Killarney - Black Valley (23km und 410hm)
Etappe 2: Black Valley - Glencar (20km und 610hm)
Etappe 3: Glencar - Glenbeigh (16km und 370hm)
Etappe 4: Glenbeigh - Foilmore (20km und 400hm)
Etappe 5: Foilmore - Carhersiveen (21km und 220hm)
Etappe 6: Carhersiveen - Waterville (22km und 700hm)
Etappe 7: Waterville - Caherdaniel (18km und 310hm)
Etappe 8: Caherdaniel - Sneem (20km und 410hm)
Etappe 9: Sneem - Kenmare (34km und 630hm) *Abkürzung mit Bus von Templenoe - Kenmare möglich, die Etappe hat dann 22km*
Etappe 10: Kenmare - Killarney (26km und 620hm)
Ist der Kerry Way für Anfänger geeignet?
Mit guter Grundkondition grundsätzlich ja, aber du solltest den Kerry Way nicht als erste Wanderung überhaupt unternehmen. Technisch ist der Weg nicht schwer, jedoch solltest du Erfahrung mit mehrtägigen Wanderungen und wechselhaftem Wetter mitbringen.
Kerry Way schönste Etappen?
Die schönsten Etappen am Kerry way sind
Etappe 1: Killarney - Black Valley (23km und 410hm)
Etappe 2: Black Valley - Glencar (20km und 610hm)
Etappe 7: Waterville - Caherdaniel (18km und 310hm)

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Autor & Verantwortung
Dieser Guide wurde von HikingFex.com verfasst, basierend auf persönlicher Erfahrung, umfangreicher Recherche und regelmäßiger Aktualisierung. Alle Empfehlungen beruhen auf eigener Einschätzung.
Fazit zum Kerry Way
Der Kerry Way ist ein intensives und zugleich tief entschleunigendes Wanderabenteuer entlang der wilden Atlantikküste im Südwesten Irlands. Du wanderst durch einsame Moorlandschaften, über aussichtsreiche Bergpässe, entlang zerklüfteter Küstenabschnitte und vorbei an stillen Seen. Immer wieder öffnen sich weite Panoramablicke auf den Atlantik und grüne Hügelketten, die sich bis zum Horizont ziehen. Besonders eindrucksvoll sind die langen Küstenetappen, die wechselnden Lichtstimmungen über dem Meer und die stille Weite der Moore. Gleichzeitig führen dich die Etappen durch lebendige Orte wie Kenmare, Waterville oder Killarney, wo traditionelle Pubs, kleine Cafés und herzliche Begegnungen den Wandertag abrunden. Hier erlebst du irische Kultur im Alltag – bei Musik am Abend, Gesprächen am Tresen im Pub und einem warmen Essen nach einer windigen Etappe. Genau diese Mischung aus Natur, kultureller Lebendigkeit und dem wandern macht den Kerry Way zu etwas besonderem. Hier geht es nicht um Bestzeiten oder Höhenrekorde, sondern darum, Irlands Südwesten Schritt für Schritt zu erleben – tief in die Kultur einzutauchen und dir bewusst Zeit für die besonderen Highlights am Wegesrand zu nehmen.
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